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Band: Tolmunud Mesipuu bei Facebook Metalnews nach 'Tolmunud Mesipuu' durchsuchenTolmunud Mesipuu
Album:Koger ja panter
Genre:Instrumental, Psychedelic, Stoner Rock
Label:Eigenproduktion
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:03.09.10
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"Profi-Futter"

Es wäre untertrieben, zu behaupten, TOLMUNUD MESIPUU seien eine kaum zu durchschauende Band mit einem ganz eigenen Humor. Wenn man seine Stücke ausschließlich nach in Konversationen eingefolchtene Phrasen oder Stehsätzen wie "Was zur Hölle weißt du denn schon von Rise Above, Frischling?" ["Mida sa tatt ka Rise Aboveist, tead!?"] benennt, dann ist man als Außenstehender mehr oder weniger aufgeschmissen. Was einem aber auch beim zweiten Album sofort ins Ohr sticht, ist die unbändige Spiel- wie auch Experimentierfreude der drei Esten.

War das Debüt eine Art geil groovenedes Tutorial für Newcomer, geht "Koger ja panter" vom Fleck weg in die Vollen und wabert in noch unzugängerlicheren Klangsphären, die trotz klarer Strukturierungen wesentlich mehr Aufmerksamkeit vom Hörer fordern, da sonst viele subtile Details unbeachtet vorbeiziehen würden. Wenn zum Beispiel Gitarrero Ander seine selbstgebaute [!] Geige der elektrischen Sechssaitigen vorzieht oder der Mann hinter den Kesseln in einer rasanten Passage die Bongo-Trommeln auspackt, erzeugt das ein völlig anderes, aber nichtsdestotrotz stimmiges Klangbild, das einem im Geiste in eine dunkel schimmernde Kellerbar mit Live-Musik setzt. Der Band gelingt es, die Brücke zwischen den lieb gewonnenen Trademarks wie dem vor Fuzz nur so überquellenden Bassspiel sowie Progressivität hin zu neuen Elementen zu schlagen, ohne ein einziges Mal böse auf die Fresse zu fallen. Die Mischung aus behutlich voranschreitenden Aufbauten, dem Schaffen von sowohl intro- als auch extrovertierten Atmosphären und der Fähigkeit, egal in welcher Tempolage absolut standfest zocken zu können, macht sehr viel vom Charme aus, den Stücke wie das leise, unstete Kleinepos "Süä Om" oder das randalierende "Saatana Kivipurakas" oder oder oder.

Wahrscheinlich wird "Koger ja panter" einen Großteil der Fans vom Debüt abschrecken, weil großteils keine catchigen Riffs oder Popsong-Schemen zu vernehmen sind. Der Vergleich zu einer Rakete, die in immer weitere Höhen schnellt, drängt sich geradezu auf, denn schließlich tendieren TOLMUNUD MESIPUU in Richtung offenes Musikall. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Es ist ja nicht so, dass man auf die genialen Einfälle generell verzichten müsste. Nein, die gibt es immer noch in Hülle und Fülle, nur wurden sie eben diesmal ein wenig unzugänglicher verpackt. Und das ist auch gut so.

Trackliste:
01. Ükskord Lõikad Sisse
02. Saatana Kivipurakas
03. 7000000 Meest Vaatab Su Naist
04. Õite Karm Andmine
05. Sisse Välja Ja Stopp
06. Süä Om
07. 2 Inimest Ja 2 Lammast
08. Rubiini Tõsilihastumine
09. Tervitusi Maarahvale
10. Paisutajate Äpardus
11. Produtsendid Ei Pääse Kesksagedustele Ligi [Traditsionaal]
12. Mõlemad Näevad
13. Vaikus
14. Ainus Poeg
15. Mida Sa Tatt Ka Rise Above'ist Tead?!
Spielzeit: 01:15:45

Line-Up:
Ander - Gitarre
Heiki - Bass
Lauri - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
13.09.2010 | 13:02
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