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Album:Path Of Totality
Genre:Black Metal, Post Hardcore, Sludge
Label:Relapse Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.06.11
CD kaufen:'Tombs - Path Of Totality' bei amazon.de kaufen
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"Großer Wurf!"

TOMBS aus Brooklyn, New York, haben nicht nur vor zwei Jahren mit ihrem eigenwilligen Debüt „Winter Hours” von sich hören lassen, sondern inzwischen auch eine Co-Headliner-Europatour mit den mittlerweile aufgelösten BURIED INSIDE und die Veröffentlichung der Compilation „Fear Is The Weapon“ vorzuweisen. Nun folgt mit „Path Of Totality“ das zweite Studioalbum…

… und das hat es ganz gewaltig in sich, benötigt jedoch einige Durchläufe, um richtig zu zünden und die Vielschichtigkeit des Trios richtig zur Geltung zu bringen. Während manche Bands sich munter am Genre-Büffet bedienen, diese Komponenten zusammenstecken und letztlich nichts Halbes und nichts Ganzes damit abliefern, finden TOMBS mit ihrer düsteren Mischung aus Sludge, Black Metal, Post Hardcore, ein bisschen Post-Punk [„Passageways“] und Ambient hingegen genau den richtigen Weg. Und klingen dabei trotz allerhand Querverweise sowohl eigenständig als auch eingängig, aber gleichermaßen sperrig und unkonventionell. Ein Widerspruch? Nein, bei TOMBS nicht, denn hier wird nach allen Regeln der Kunst zelebriert, mit wenig sehr viel erreicht und insgesamt etwas düsterer vorgegangen als noch auf dem Vorgänger, dann mal schwarzmetallisch geschreddert [„To Cross The Land“, klasse: „Black Heaven“], gegroovt ohne Ende [das Titelstück „Path Of Totality“], die ganze Wut herausgebrüllt [„Vermillion“] und dann am Ende mit „Angel Of Destruction“ ein ruhiges, getragenes Stück mit Sprechgesang in bester NEUROSIS-Tradition vom Stapel gelassen. Und der Witz an „Path Of Totality“? Trotz der knapp einstündigen Spielzeit wird das Album zu keinem Augenblick langweilig, denn hier sitzt alles am richtigen Platz, vermittelt etliche unterschiedliche, weitgehend düstere Stimmungen und setzt vor allen Dingen auf sehr viel musikalische Abwechslung, ohne dabei irgendwie fahrig oder ziellos zu klingen. Hinzu kommt eine extrem druckvolle, raue Produktion von John Congleton, die bestens zum Songmaterial passt und das richtige Fundament legt, damit sich die Stücke vollkommen entfalten können.

„Path Of Totality“ – der Titel bezieht sich übrigens auf den Mondschatten, der bei einer totalen Sonnenfinsternis auf die Erde geworfen wird – stellt in jeglicher Hinsicht eine Steigerung zum bereits guten „Winter Hours“ dar, übertrifft dieses jedoch mit einer spielerischen Leichtigkeit, die schlichtweg beeindruckend ist. TOMBS haben einen großen Schritt nach vorne gemacht und liefern mit „Path Of Totality“ ein Album ab, das abgrundtief düster, grundehrlich und ohne großen Schnickschnack daherkommt und dabei erfrischend unkonventionell und eigenwillig klingt. Ganz großes Kino und verdiente sechs Punkte mit Aufwärtstendenz an TOMBS!

Trackliste:
01. Black Hole Of Summer
02. To Cross The Land
03. Constellations
04. Bloodletters
05. Path Of Totality
06. Vermillion
07. Passageways
08. Silent World
09. Cold Dark Eyes
10. Black Heaven
11. Red Shadows
12. Angel Of Destruction
Spielzeit: 00:59:01

Line-Up:
Mike Hill – Vocals, Guitar
Carson Daniel James – Bass
Andrew Hernandez – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
19.06.2011 | 18:33
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