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Cover von Tombs -- Savage Gold
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Album:Savage Gold
Genre:Black Metal, Post-Punk, Sludge
Label:Relapse Records
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:06.06.14
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"Sich selbst ausbremsen..."

Ein teilweise recht spannendes Kapitel der Musikgeschichte sind die Post/Sludge/Black Metal Bands der letzten paar Jahre ja ohnehin. TOMBS aus Brooklyn haben bereits 2009 und 2011 eindrucksvoll bewiesen, dass diese Richtung ihnen liegt. Mit ihrem dritten Album „Savage Gold“ präsentieren TOMBS sich mit einer größeren Belegschaft [2013 wurden ex-WOE-Gitarrist Ben Brand für den Bass und Garrett Bussanick von FLOURISHING für die Gitarre hinzugeholt] und neuen musikalischen Schwerpunkten.

Das Schöne an dieser Art von Musik ist in so vielen Fällen die Abwechslung; das Wechselspiel zwischen brachialem Gekloppe und tonnenschweren Downtempo-Soundwänden. TOMBS haben schon vor „Savage Gold“ auch mit Elementen aus dem Post-Punk gearbeitet und diese geschickt eingeflochten, sodass die Abwechslung sogar noch ein Stück gesteigert wurde. Dass sie sich auf ihrem dritten Album damit allerdings selbst ein Bein stellen, war vorher nicht abzusehen.
Immer wenn gerade Fahrt aufgekommen ist, wenn einem die fiesen Gitarren gerade Laune auf mehr davon gemacht haben oder man eine noch weitere Steigerung erwarten würde, ziehen TOMBS die Vollbremse und lassen die Songs in wabernd-seichte Passagen münden.
Anfangs ist das noch gut zu verkraften. Nach dem wenig mitreißenden „Thanatos“ packen die vier Amis gleich mit „Portraits“ einen Song aus, der sehr an klassischen Black Metal erinnert. Direkt nachfolgend gibt es dann dasselbe Konzept noch einmal: „Seance“ klingt wieder sehr nach Black Metal und ist dazu sogar noch um einiges spannender als „Portraits“, auch wenn etwas mehr Wucht auch hier nicht geschadet hätte. Dann, nach diesen drei Songs, ein erster [noch sehr leichter] Dämpfer mit Namen „Echoes“. Cleanvocals, in der Instrumentalfraktion zaghaftes Geklimper. Dann eine erste Steigerung und später dann das durchgetretene Gaspedal mit leicht punkiger Note. Viel unangenehmer wird es nachfolgend mit „Deathtripper“. Dumpfes Umhergewaber ohne Ausdruck. Der Song fügt sich nicht ein, baut nur minimal Atmosphäre auf und bremst alles bisher Gehörte völlig aus. Erst nach über vier Minuten des Songs tut sich dann noch ein bisschen was. Dann plötzlich wieder das Gaspedal: „Edge Of Darkness“, der wohl geradlinigste Song von „Savage Gold“ überzeugt durch ein paar gute Riffs, jedoch wirken auch hier die langsameren Parts deutlich zu zahm. Gegen Ende des Albums gibt es mit „Ashes“ und „Legacy“ dann noch zwei Songs, die schon eher den Erwartungen entsprechen und etwas Fahrt in die ganze Sache bringen. Aber auch nur so lange, bis der nächste Dämpfer [und diesmal verdirbt er noch wesentlich mehr als „Deathtripper“] in Form von „Severed Lives“ dran ist. Auf den abschließenden Song „Spirals“ habe ich danach nur noch wenig Lust, auch wenn es wieder etwas mehr voran zu gehen scheint.

Es steht vollkommen außer Frage, ob TOMBS in der Lage sind, gute Songs zu schreiben. Klar, das können sie und auch auf „Savage Gold“ findet man mit Sicherheit die ein oder andere gelungene Stelle. Einen neuen Maßstab setzt das Quartett in diesem Subgenre aber keineswegs. Dafür fehlt es einfach an Griffigkeit, Wucht und Mitreißendem.

Trackliste:
01. Thanatos
02. Portraits
03. Seance
04. Echoes
05. Deathtripper
06. Edge Of Darkness
07. Ashes
08. Legacy
09. Severed Lives
10. Spiral
Spielzeit: 00:57:21

Line-Up:
Mike Hill - Vocals, Gitarre
Garrett Bussanick - Gitarre
Ben Brand - Bass
Andrew Hernandez - Drums
[Delirium]
11.06.2014 | 17:18
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