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Cover von Tommy Bolin & Friends -- Great Gypsy Soul
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Album:Great Gypsy Soul
Genre:Blues / Bluesrock, Hard Rock, Rock
Label:earMusic
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:18.05.12
CD kaufen:'Tommy Bolin & Friends - Great Gypsy Soul' bei amazon.de kaufen
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"Lebendiger Bluesrock aus dem Jenseits!"

Manche Veröffentlichungen sind von Anfang an eine zwiespältige Sache – Best of-Sammlungen, Remixe oder Neuveröffentlichungen zum Beispiel. Erst recht, wenn der geehrte oder neuverlegte Künstler bereits tot ist. Je bekannter und beliebter der Name, desto empfindlicher dürften Fans und Freunde reagieren, wenn das Ergebnis nicht stimmig ist.

Insofern hätte der Tribut an den 1976 viel zu jung verstorbenen Gitarristen und Sänger Tommy Bolin auch satt in die Büx gehen können, handelt es sich bei TOMMY BOLIN & FRIENDS - „Great Gypsy Soul“ doch um eine Neuveröffentlichung alter Stücke, die in neuem Klanggewand daherkommen und von diversen Musikern um Parts ergänzt wurden. Ein Großteil dieser Stücke stammt von Bolins Album „Teaser“. Und wenn man sich ob seiner späten Geburt nun fragt, wer Tommy Bolin eigentlich war, dürfte das vor allem daran liegen, dass er seine letzte Karrierestation DEEP PURPLE nach nur einem Jahr mit den Füßen voran verlassen hat. Dass er in der „goldenen Zeit“ des Rock einiges an guter Musik gemacht hat, dürfte auch die Teilnehmerliste des Tributes erklären. Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Peter Frampton, Steve Morse, Steve Lukather und etliche andere haben zu den entspannt-coolen Blues, Funk- und Fusion-Rock-Songs Bolins ein wenig gejammt und sie dezent um gewisse Nuancen ergänzt. Nun gut, nicht immer sehr dezent, aber auch nicht so, dass es aussieht, als hätte man Bolins Leichnam eine Clownsnase aufgesetzt. Den Vorwurf der Geldmacherei kann man sicher trotzdem erheben, wenn man darauf aus ist [das Tommys Bruder seinen Nachlass verwaltet steht dem nicht entgegen] – aber wenn man sich die beteiligten Musiker so ansieht, kann man wohl kaum behaupten, dass es einer davon "nötig" hätte.

Dass „Great Gypsy Soul“ dennoch eine zwiespältige Sache bleibt, liegt auf der Hand und ist, wie so oft, eine Frage der Einstellung. Fans der ersten Stunde und Puristen dürften nicht ganz unberechtigt die Frage stellen, warum man die alten Songs nicht einfach gelassen hat, wie sie sind – denn weder spielerisch noch kompositorisch noch klanglich ist an der Originalversion von „Teaser“ etwas auszusetzen, auch heute nicht. Andererseits bietet „Great Gypsy Soul“ - letztlich auch einfach als eine prima Rock-Scheibe zu sehen - für jüngere Rockfans wonöglich den ersten Berührungspunkt mit der Musik Tommy Bolins. Und die lohnt eine Beschäftigung allemal, wenn man mit entspannt rockenden Blues- und Fusionklängen der 70er etwas anfangen kann. Und dass dem so ist, beweist der Erfolg von Bands wie GRAVEYARD und WITCHCRAFT zur Genüge.

Trackliste:
01. The Grind [mit Peter Frampton]
02. Teaser [mit Warren Haynes]
03. Dreamer [mit Myles Kennedy & Nels Cline]
04. Savannah Woman [mit John Scofield]
05. Smooth Fandango [mit Derek Trucks]
06. People People [mit Big Sugar & Gordie Johnson]
07. Wild Dogs [mit Brad Whitford]
08. Homeward Strut (mit Steve Lukather)
09. Sugar Shack [mit Glenn Hughes & Sonny Landreth]
10. Crazed Fandango [mit Steve Morse]
11. Lotus [mit Joe Bonamassa, Glenn Hughes & Nels Cline]
Spielzeit: 00:57:41

Line-Up:
Tommy Bolin - GItarre, Gesang

Eine Liste der Gastmusiker findet sich in der Trackliste. Für die Beteiligten bei den Originalaufnahmen besucht die Webseite von Tommy Bolin oder Wikipedia.
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
11.07.2012 | 11:39
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