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Cover von Torian -- Dawn
Band: Torian Homepage Torian bei Facebook Metalnews nach 'Torian' durchsuchenTorian
Album:Dawn
Genre:Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal
Label:Sound Guerilla
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.05.12
CD kaufen:'Torian - Dawn' bei amazon.de kaufen
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"Die große Power aus deutschen Landen"

Juhuu, schon wieder Power Metal. Da darf man sich erneut auf tonnenweise Kitsch, überproduzierte Keyboard-Arrangements und Drachen einstellen, während man gelangweilt das grausam-bunte Artwork begutachtet und den überdramatisierenden Promowisch überfliegt. So oder so ähnlich hatte ich mir das Rezensieren vorgestellt, als die dritte Scheibe „Dawn“ der Paderborner TORIAN als Promo zur Verfügung stand … jedenfalls bis ich mir die Probesongs des talentierten Fünfers um die Ohren gehauen habe. Da stecken ja Ideen dahinter, Energie und … Power! Da fielen mir fast die Schuppen von den Haaren und die Promo-Version war gesichert.

TORIAN kredenzen ihre Musik nicht mit einem Shitload von nichtssagenden Key-Teppichen und entfernen sich damit von den Milliarden an unterdurchschnittlichen RHAPSODY-Kopierern. Überhaupt siedeln sie sich eher irgendwo zwischen BLIND GUARDIAN zu seligen „Tales From The Twilight World“-Zeiten und HELLOWEEN an, mit einem kräftigen Schuss teutonischem Heavy Metal der Marke RAGE. Dementsprechend schütteln sich die Gitarristen Carl Delius und Alexander Thielmann gelungene Soli aus den Ärmeln, Marc Hohlweck gibt eine ausdrucksstarke Performance am Mikrofon und über allem schweben fette Melodie-Bögen, die dank einer guten Portion Speed und einer nicht zu unterschätzenden Anzahl an Thrashattacken stets über einen gesunden Härtegrad verfügen. Eingängige Heavy Metal-Stampfer [„Thunder Battalions“] sind den Nordrheinwestfalen genauso gelegen wie riffstarke 80er-Nummern [„Fall Of The Golden Towers“] und mit Tracks wie dem richtigen Opener „Grateful“ [„Run Of The River“ fungiert als Instrumental] oder dem bärenstarken „Lost Command“ gelingt sogar der Blick nach Krefeld. TORIAN variieren stets mit dem Tempo der jeweiligen Stücke, das leicht progressiv angehauchte „Oceans“ beginnt melancholisch mit Klavier und Keyboard [das nicht bis zur Instrumental-Vergewaltigung benutzt wird] und steigert sich in die hymnischen Refrains, „Lords Of Babylon“ wechselt aggressive Thrashattacken mit extrem schnellen Soli [es sei im positiven Sinne DRAGONFORCE genannt] und verträumten Melodien. Im grandiosen „Soul Desert Asylum“ und „Fires Beyond The Sun“ drückt auch Drummer Manuel Gonstalla sprichwörtlich aufs Gaspedal und darf mit Doublebass und Blast Beats die Grundlage für Thrashexplosionen ebnen. Schlussendlich vereint der 16-minütige Titelsong „Dawn“ alle Trademarks des Quintetts, Hymnen ohne überschwänglichen Pathos, melancholische Einlagen ohne Kitsch, knackige Riffs und leckere Soli. Alles schön schnörkellos und damit absolut sympathisch im heutigen unüberschaubaren Power Metal-Wald. Das Einzige, was man an der Scheibe wirklich aussetzen kann ist die etwas drucklose Produktion, wodurch die Chöre während der Refrains lächerlich dünn wirken. Mit einem etwas höheren Budget ist dieses Manko aber mit Sicherheit schnell behoben.

Um ehrlich zu sein, ich hätte nicht erwartet, dass TORIAN mit „Dawn“ so ein steiles Album mir vor den Latz knallen würde. Massig Abwechslung, heftiger Thrashprügel und geile Melodie-Bögen mit angenehm Speed und Härte. In der knappen Stunde ist genügend Stoff geboten, um das Power Metal-Herz zu erobern … im Gegensatz zur Konkurrenz nicht mit schleimigen Zucker sondern mit der Hauptzutat, die man in dem Genre in letzter Zeit schmerzlich vermisst hat: Power. Da kann man getrost auf die etwas dünne Produktion pfeifen, wenn die Kompositionen allein zum Mitgehen motivieren und Wohnzimmer-Mosher sowohl als auch Festival-Gänger gleichermaßen zufriedenstellen.

Trackliste:
1. Run Of The River 1:25
2. Grateful 4:32
3. Soul Desert Asylum 4:34
4. Thunder Battalions 4:34
5. Lost Command 6:50
6. Oceans 5:04
7. Fall Of The Golden Towers 4:42
8. Anthem To Ignorance 1:56
9. Lords Of Babylon 5:17
10. Fires Beyond The Sun 5:28
11. Wounded 1:36
12. Dawn 16:30
Spielzeit: 01:02:34

Line-Up:
Marc Hohlweck - Vocals
Carl Delius - Guitars
Alexander Thielmann - Lead Guitars
Bengt Kunze - Bass
Manuel Gonstalla - Drums
Nico Carvalho [Champ]
03.06.2012 | 16:57
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