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Album:Sehnsuchts Wogen
Genre:Gothic, Gothic Metal, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Trollzorn
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:01.06.12
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"Rosarote Dunkelheit"

Wenn man den Namen der Band und des Albums betrachtet, kann man entweder annehmen, dass es sich hier um eine Gothic Band oder um eine Post-Black Metal Band handelt. Und tadaaaa – Doppeltreffer. TRÄUMEN VON AURORA spielen nämlich tatsächlich eine Mischung aus Gothic und Post-„Black Metal“, wobei das einzig „schwarzmetallische“ die hin und wieder gekreischten Vocals sind. Auch wenn diese Form von Musik zunehmend zum Trend und zum Hype zu werden scheint, muss man sich fragen, braucht man die Scheibe „Sehnsuchts Wogen“ wirklich?

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn die Damen und Herren liefern hier auf ihrem Debüt-Album tatsächlich eine mehr als ordentliche Leistung ab, die vor allem durch Abwechslungsreichtum, melancholischen Melodien und schönem Einsatz eines Keyboards brillieren kann. Die gute Frau Maike und die Songwriter haben es tatsächlich verstanden, wie man ein Keyboard so einsetzt, dass es die Gitarrenriffs untermalt und die Songstruktur nicht zerstört. Hut ab, das haben eine Vielzahl von norwegischen Bands nie begriffen. Dazu kommen noch eine ganze Reihe von schönen Keyboard-Momenten [wie zum Beispiel bei „Parfüm“], die einen zum Träumen einladen. Ganz stark ist auch der Track „Nie ist alles schon gesagt“, in welchem man sich musikalisch schon fast (aber wirklich nur fast!) mit NOCTE OBDUCTA messen kann. Das wirklich Schöne an „Sehnsuchts Wogen“ von TRÄUMEN VON AURORA ist, dass einem das Album nicht so schnell langweilig wird, weil die Songs sehr abwechslungsreich gestaltet sind. Es gibt zwar immer wieder – vor allem gekreischte Passagen – die einen eher wenig interessieren, aber diese werden dann nicht ewig wiederholt und in die Länge gezogen, sondern gehen dann in Klargesang und neue Gitarren-Riffs über. Das wirkliche Problem, womit TRÄUMEN VON AURORA zu kämpfen haben, ist die Problematik, dass sie manchmal einfach zu heftig in den Kitsch-Kübel gegriffen haben. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass man auf Deutsch singt und beim Klargesang diese Texte auch perfekt versteht. Auch hier eifert man, so hat der Rezensent das Gefühl, den großen Vorbildern von NOCTE OBDUCTA nach, verpasst dabei aber den schmalen Grat zwischen Pseudo-Intellektualismus und Kitsch. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Texte generell schlecht sind, nur dass TRÄUME VON AURORA hier einen gefährlichen Balance-Akt wagen, der manchmal etwas in die Hose geht [„Kommt schreiten wir noch dieses Mal durch kristallene Wälder … frei … nur frei!“]. Die andere Problematik ist die Tatsache, dass TRÄUMEN VON AURORA weder Fisch noch Fleisch sind. Es ist etwas unklar, wer von dieser Mischung aus LACRIMOSA, NOCTE OBDUCTA und TODTGELICHTER genau angesprochen werden soll. Den VertreterInnen der Gothic-Szene werden die metallischen Parts und vor allem das Gekreische abschrecken. Freunde von Post-Black Metal werden hingegen mit den eher kitschigen Melodien und den sehr „un-metallischen“ Texten ihre Probleme haben.

Fazit: Das Review liest sich vielleicht negativer, als ich es geplant hatte. TRÄUMEN VON AURORA sind auf ihre Art und Weise sehr mutig, denn sie spielen authentisch und handwerklich einwandfrei ihre Musik und trauen sich auch im metallischen Bereich etwas Kitsch einzubauen. Auf „Sehnsuchts Wogen“ finden sich auch wirklich ein paar sehr schöne Lieder wie zum Beispiel „Welknis“, „Neontod“ oder „Nie ist alles schon gesagt“. Richtig schlecht ist nichts auf dieser Scheibe, aber es wird etwas schwer werden, in der Szene für diese Musik Achtung zu erfahren. Wer offen und tolerant ist, der sollte auf jeden Fall einmal reinhören. Ihr könntet sonst etwas Spannendes verpassen!

Trackliste:
01. Insomia
02. Parfüm
03. Welknis
04. Neontot
05. Flucht
06. Firn
07. Reflexionen
08. Nie ist alles schon gesagt
Spielzeit: 00:48:03

Line-Up:
Patrick Wunsch - Gesang
Keys - Maike Thomaier
Gitarre - Kavi Kanes
Gitarre - Camilo Hernández
Bass - Torben Becker
Drums - Michael Fischer
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
19.09.2012 | 20:53
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