.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Trans-Siberian Orchestra
CD Review: Trans-Siberian Orchestra - Tales Of Winter [Best Of]

Trans-Siberian Orchestra
Tales Of Winter [Best Of]


Rock, Symphonic / Epic Metal
Keine Wertung
"Für den europäischen Markt"
CD Review: Trans-Siberian Orchestra - Night Castle

Trans-Siberian Orchestra
Night Castle


Symphonic / Epic Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schlichtheit ist hier fehl am Platz"
Live-Berichte über Trans-Siberian Orchestra
Mehr aus den Genres
CD Review: The Intersphere - Interspheres<>Atmospheres [Re-Release]

The Intersphere
Interspheres<>Atmospheres [Re-Release]


Indie, Progressive, Rock
Keine Wertung
"Wiederveröffentlichung des großartigen Vorgängers des noch großartigeren Nachfolgers"
CD Review: Zombi - Shape Shift

Zombi
Shape Shift


Avantgarde/Electronica, Progressive, Space Rock
5 von 7 Punkten
"Zombie folgt Goblin!"
CD Review: The Safety Fire - Grind The Ocean

The Safety Fire
Grind The Ocean


Djent, Metalcore, Progressive
4.5 von 7 Punkten
"Kleiner als die Summe seiner Teile"
CD Review: Earthlimb - Origin

Earthlimb
Origin


Experimental, Progressive, Rock
5.5 von 7 Punkten
"Intelligent, ambitioniert, schön"
CD Review: C-187 - Collision

C-187
Collision


Death Metal, Progressive, Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"Progression hat nichts mit Rückwärtsgehen zu tun!"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Trans-Siberian Orchestra -- Letters From The Labyrinth
Band: Trans-Siberian Orchestra Homepage  Metalnews nach 'Trans-Siberian Orchestra' durchsuchenTrans-Siberian Orchestra
Album:Letters From The Labyrinth
Genre:Progressive, Rock, Symphonic / Epic Metal
Label:Universal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:13.11.15
CD kaufen:'Trans-Siberian Orchestra - Letters From The Labyrinth' bei amazon.de kaufen
Share:

"Großes Theater"

Man mag ja von Paul O’Neill und seinem TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA halten, was man will. Für die einen ist es großes Theater mit fulminanten Soundelementen und tollen Kompositionen, die moderne Rockmusik mit Klassik zu einem außergewöhnlichen Hörgenuss verschmelzen lassen. Für die anderen ist das alles ein womöglich viel zu aufgeblasener Kitsch, der mit Heavy Metal in seiner Grundidee so gar nichts zu schaffen hat. Tatsache ist und bleibt unbestritten, dass die Macher hinter dem mehr als sechzig Personen zählenden Orchester es geschafft haben, damit eine Menge Erfolg und ebenso viel Zählbares auf dem Girokonto zu generieren. Und wenn man auf dem Wacken Open Air ein solch aufwendiges Programm von beiden Bands [eben TSO und SAVATAGE] zur gleichen Zeit auf die Reihe bekommt, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, hier sind ganz große Meister am Werk, Kitsch hin oder her.

Wie auch immer, nun also das neue Album „Letters From The Labyrinth“. Vom bisher verwendeten Grundrezept ist man dabei nicht wirklich abgewichen, obwohl es wieder eine Menge zu entdecken gibt. Die SAVATAGE Fraktion, bestehend aus John Middleton, Chris Caffery und John Oliva ist auch weiterhin stets präsent, wenn es darum geht, den Songs den nötigen Dampf zu verpassen. Was die klassischen Elemente angeht, so bedient man sich wieder einmal bei den Werken der Herren Mussorgsky und natürlich in erster Linie beim guten alten Beethoven. Erneut hat man einige exzellente Stimmen am Start, alte Bekannte wie Jeff Scott Soto beispielsweise, dessen Auftritt bei „Prometheus“ allerdings knapp bemessen ist, oder Russel Allen. Zwischen mächtig fulminanten Rockhymnen wie dem Opener „Time And Distance“ oder dem groovigen „Not Dead Yet“, welches gegen Ende hin mit einem mächtigen Bläserchor punkten kann, schiebt man immer wieder ruhige, ja geradezu besinnliche Songs ein, die nur von der Begleitung akustischer Gitarren sowie den zauberhaften Stimmen der Sängerinnen [insbesondere Kayla Reeves sei hier erwähnt, die „Not The Same“ mit einer Art BONNIE TYLER-Attitüde zu einem der Highlights auf dem Album macht] leben. Dann wäre da noch „Forget About The Blame“, eine epische Nummer, die von MAGNUM stammen könnte und die es in zwei Varianten zu hören gibt. Nämlich einmal mit dem schön knarzig klingenden Organ von Robin Borneman und einmal als Bonustrack, bei dem Lizzy Hales von HALESTORM eine gute Figur abgibt. Zudem wissen die beiden Gitarristen Al Piterelli und Chris Caffery immer wieder mit ausgezeichneten Soli zu überzeugen, die sich nahtlos in ein von A bis Z durchdachtes Konzept einfügen. Ein Konzept übrigens, dass sich der Chef persönlich ausgedacht hat. Thematisch beschäftigt sich der Antiquitätensammler Paul O’Neill mit geschichtlichen Momenten. „Prometheus“, um hier nur ein Beispiel anzufügen, widmet sich dem Fall der Berliner Mauer.

Paul O‘Neill, Jon Oliva und Al Pitrelli haben es einmal mehr geschafft, ein opulentes Werk anzubieten, wie man es von ihnen gewohnt ist. Zugegeben, dieses Mal dauerte es eine gewisse Weile, bis ich mich mit dem Album komplett anfreunden konnte. Zwar kann „Letters From The Labyrinth“ auch nach mehreren intensiven Hördurchläufen nicht ganz mit dem Superwerk „Beethovens Last Night“ mithalten, aber dennoch sind TSO in ihrer eigens für sie erschaffenen Traumwelt ungeschlagene Könige. Und wer dieses Orchester einmal Live gesehen hat, der wird wissen, was ich meine. In diesem Falle kann ich auch für das Studiowerk eine absolute Empfehlung aussprechen, Gänsehautmomente gibt es haufenweise. Leicht machen sie es niemandem, aber wer sich einmal auf das Theater TSO einlässt, der wird es nicht bereuen.



Trackliste:
01. Time And Distance
02. Madness Of Men
03. Prometheus
04. Mountain Labyrinth
05. King Rurik
06. Prince Igor
07. The Night Conceives
08. Forget About The Blame
09. Not Dead Yet
10. Past Tomorrow
11. Stay
12. Not The Same
13. Who I Am
14. Lullaby Night
15. Forget About The Blame – Bonus
Spielzeit: 00:52:30

Line-Up:
Paul O'Neill - Guitars
Jon Oliva - Keyboards, Guitar, Bass
Al Pitrelli - Guitars
Chris Caffery - Guitars
John Lee Middleton - Bass
John O'Reilly - Drums
Keyla Reeves - Vocals
Jeff Scott Soto - Vocals
Lizzy Hale - Vocals
u.v.m.
Frank Wilkens [Fränky]
29.11.2015 | 13:11
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin