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"Zwischen Schönheit und Chaos" | ||||||||||||||||||
| Das Projekt TRINACRIA bestand ursprünglich aus Ivar Bjørnson [ENSLAVED], Maja S. K. Ratkje und Hild Sofie Tafjord [beide von der Noise-Formation FE-MAIL], das von den norwegischen ‚Rikskonsertene’ für eine Konzertserie verpflichtet wurde. Aus TRINACRIA wurde jedoch schon nach einer kurzen Zeit eine richtige Band, sodass nun mit „Travel Now Journey Infinitely“ das sperrige Erstlingswerk vorliegt. Die Norweger – inzwischen sind auch Grutle Kjellson und Ice Dale [beide von ENSLAVED], Iver Sandøy [EMMERHOFF] und Espen Lien ein Teil von TRINACRIA – machen es einem im Verlauf der sechs vertretenen Kompositionen wahrlich nicht leicht, sodass der Begriff Extrem bzw. Experimental Metal durchaus angebracht ist. Gitarrenriffs, die sofort als die von ENSLAVED zu erkennen sind, psychedelische Elemente, Black-Metal-Referenzen, nervenzerreißende Noise-Collagen, Ambient-Einsprengsel und Postcore-Klänge halten alle auf dem Debüt Einzug, sodass von mangelnder Abwechslung keineswegs die Rede sein kann. Auch gesanglich wird auf Vielfalt gesetzt, sodass Grutles tiefes und unheilvolles Grunzen wunderbar durch die sehr ausgefallene Stimme von Hild Sofie Tafjord ergänzt wird, was besonders gut im epischen Titelstück funktioniert. Bei „Part II: The Silence“ scheinen MAYHEM ein wenig durch, während das krachig-brachiale „Part III: Make No Mistake“ eher in Richtung MINISTRY und Industrial Metal tendiert. „Part IV: Endless Roads“ hingegen ist eine lupenreine Postcore-Nummer à la NEUROSIS, die – ähnlich wie der Opener – sehr hypnotisch aus den Boxen schallt, aber bei genauerem Hinhören mit zusätzlichen Nuancen aufwartet und ihrem Titel völlig gerecht wird. Schönheit und Chaos stehen stets gleichberechtigt nebeneinander, was „Travel Now Journey Infinitely“ insgesamt zu einem dunklen, abgefahrenen und sehr speziellen Album macht. Die Sache ist im Prinzip ganz einfach: Entweder man wird diese experimentelle Scheibe lieben und sich auf sie einlassen oder sie schlichtweg abgrundtief hassen und ihr aus dem Weg gehen. Wer sich mit TRINACRIA beschäftigen möchte, sollte auf jeden Fall sehr offen gegenüber anderen Musikstilen, insbesondere elektronische Musik am Rande der Schmerzgrenze, sein und auch die nötige Zeit für diesen sperrigen, aber sehr interessanten Silberling mitbringen, der Noise und extremen Metal gekonnt kombiniert. Definitiv keine Mucke, die man mal so eben nebenbei hört, jedoch insgesamt ein spannendes Experiment, das meiner Meinung nach weitgehend prima funktioniert! Testet TRINACRIA am besten mal auf MySpace an, falls Ihr neugierig geworden seid. | ||||||||||||||||||
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![CD Review: Treachery - Treachery [EP]](/images/cdcovers/cdcover_961210264.jpg)







