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Album:Shogun
Genre:Heavy Metal, Modern Metal, Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:26.09.08
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"Wieder in der Gegenwart angekommen!"

TRIVIUM sind eines der Phänomene der heutigen Metallandschaft. Blutjung hat das Quartett auf einem Level begonnen, von dem die meisten nur zu träumen wagen und haben sich in Windeseile zu einem der wichtigsten, neuen Acts der Szene gemausert. Begonnen mit Metalcorelastigem Thrash Metal erst auf dem einstigen Sprungbrett-Label Lifeforce Records über einen bis dato anhaltenden Vertrag mit dem Szeneriesen Roadrunner Records und einem Ausflug in Gefilde der alten Schule, sind TRIVIUM mittlerweile wieder in der Gegenwart angekommen – und zwar noch größer als vor zwei Jahren.

Die Band hat sich ihren Status nicht nur durch gnadenloses Touren erspielt, sondern auch verdient. Das Können jedes einzelnen und nicht zuletzt jenes des „Duo Infernale“, Heafy / Beaulieu, hat TRIVIUM so weit nach oben gebracht. Nachdem der Erfolg des Durchbruchalbums „Ascendancy“ mit einem durchaus gut umgesetzten [dennoch damals vom Rezensenten zugegebenermaßen zu euphorisch bewerteten] Exkurs in die 80er Jahre weitergeführt wurde, wird mit „Shogun“ die offensichtliche Lücke zwischen den beiden Langspielern geschlossen. Matt Heafy schreit wieder, und das nicht nur nicht zu knapp, sondern Teils auch aggressiver als je zuvor, und auch musikalisch haut man wieder mehr auf die Kacke, schreddert wieder mehr, zeigt sich auf der anderen Seite aber auch wieder verspielter. Des Weiteren fällt die Länge der hier zu hörenden Stücke auf. Sowohl im Umfang als auch vom Inhalt her präsentieren sich die elf Lieder wesentlich pompöser und epischer, als das, was TRIVIUM auf den Vorgängern abgeliefert haben – der Titeltrack rotiert über elf Minuten im Player...!

Man hat sich alle Markenzeichen bewahrt und direkt auf eine Karte gesetzt, um sie noch mit einem Schuss mehr Größe zu versehen. Dass sich der Vierer darin auch manchmal verliert und nicht unbedingt den Punkt trifft, bleibt dabei leider nicht aus, trotzdem sind wieder einige richtig fette Kracher auf „Shogun“ zu finden, die das Publikum auf den kommenden Touren sowohl durch ihre unvergesslichen Melodien [„Down From The Sky“], brutalen Parts [„Torn Between Scylla And Charybdis“ / „Shogun“] und ihren Mitgröhlfaktor [„Into The Mouth Of Hell We March“] zum Kochen bringen werden. Die Schnittmenge aus dem modernem Thrash der Anfangstage und dem Old School-Beigeschmack von „The Crusade“ steht der Band gut zu Gesicht - well done!

Trackliste:
01. Kirisute Gomen
02. Torn Between Scylla And Charybdis
03. Down From The Sky
04. Into The Mouth Of Hell We March
05. Throes Of Perdition
06. Insurrection
07. The Calamity
08. He Who Spaned The Furies
09. Of Promotheus And The Crucifix
10. Like Callisto To A Star In Heaven
11. Shogun
Spielzeit: 01:06:29

Line-Up:
Matt Heafy - Vocals/Guitars
Travis Smith - Drums
Corey Beaulieu - Guitar
Paolo Gregoletto - Bass/Vocals
Markus Jakob [shilrak]
19.09.2008 | 00:34
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