.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Troll
Mehr aus den Genres
CD Review: Pest - The Crowning Horror

Pest
The Crowning Horror


Black Metal, Heavy Metal
6 von 7 Punkten
"Retro aber in cool!"
CD Review: Various Artists - Zombie Driftwood - Soundtrack From The Movie

Various Artists
Zombie Driftwood - Soundtrack From The Movie


Black Metal, Death Metal, Post/Avantgarde Black Metal
Keine Wertung
"Netter Candlelight-Records-Labelsampler"
CD Review: Aosoth - Ashes Of Angels

Aosoth
Ashes Of Angels


Black Metal
6 von 7 Punkten
"Französische Liebeskunst"
CD Review: Nattefrost - Blood & Vomit

Nattefrost
Blood & Vomit


Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Das wahrscheinlich beste Album der Welt!"
CD Review: Moonsorrow - Jumalten Aika

Moonsorrow
Jumalten Aika


Black Metal, Pagan Metal
6 von 7 Punkten
"Scheiße, die haben ja gar keine Dudelsäcke!"
CD Review: Shrapnel - Raised On Decay

Shrapnel
Raised On Decay


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Ein Schritt nach vorne"
CD Review: Iron Savior - Reforged - Riding On Fire

Iron Savior
Reforged - Riding On Fire


Power Metal, True Metal
Keine Wertung
"Klassiker auf Hochglanz"
CD Review: Eisley / Goldy - Blood, Guts And Games

Eisley / Goldy
Blood, Guts And Games


AOR, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gediegen, nicht seicht"
CD Review: Pretty Boy Floyd - Public Enemies

Pretty Boy Floyd
Public Enemies


Glam Rock, Sleaze Rock
4 von 7 Punkten
"Wenn die Spandex spannt..."
CD Review: Hittman - Hittman [Re-Release]

Hittman
Hittman [Re-Release]


US-Metal
Keine Wertung
"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Troll -- Neo-Satanic Supremacy
Band: Troll bei Facebook Metalnews nach 'Troll' durchsuchenTroll
Album:Neo-Satanic Supremacy
Genre:Black Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:29.01.10
CD kaufen:'Troll - Neo-Satanic Supremacy' bei amazon.de kaufen
Share:

"Von wegen 'Don't Feed the Troll!'"

Napalm Records waren in ihren frühen Tagen ein wahres Mekka für Leute mit einem ausgeprägten Faible für Black Metal; alleine für das Signen von SETHERIAL kann man den Steirern nicht dankbar genug entgegen treten. Knapp fünfzehn Jahre später gehen ihnen TROLL ins Netz, die mit der genialen EP "Trollstorm Over Nidingjuv" sowie dem ebenso starken Einstand eine kleine Fan-Gemeinde gewonnen haben. Zwei schlappe Nachfolger, eine lange Auszeit sowie einige jünger datierte Live-Eskapaden später trifft "Neo-Satanic Supremacy", Album Nummer Vier, bei mir ein und zeigt bravourös auf, wie unpeinliche Nostalgie zu klingen hat.

Zehn Stücke kann man hier hören, wobei diese nur rein hypothetisch "neu" sind. Wie aus einer tiefgekühlten Zeitmaschine kommen sie gekrochen, um dem Rezipienten vorzuführen, was einmal dieses Sub-Genre groß gemacht hat: Zwischen brodelnder Dunkelheit als auch typisch skandinavischer Raserei pendelnde Gitarren und die mitunter perlend tröpfelnden Eiszapf-Keyboards - wie man sie von den frühen Werken DIMMU BORGIRs oder GEHENNAs ["First Spell"!] lieben lernen durfte - rangieren auf Augenhöhe, der Rest dient dem Zweck, pointierte Brecher vom Stapel zu lassen. Doch beschränken sich Stian Andersen und Kollegschaft nicht nur auf ein bloßes Herunterleiern von gewohnter Formelmusik. Viel mehr findet hier jeder, der nordischen Black Metal schätzt, neue Lieblingsstücke. Denn wenn TROLL eines wieder stärker in ihren Sound einbezogen haben, dann ist es schneidbar dichte, vor allem aber bis in die letzte Faser glaubwürdige Atmosphäre. Wo sonst bekommt man heute noch eine derart zwingende Mischung aus einfachem, aber umso effektiverem Tremolo-Durchzug-Riffing, erhaben über das Geschehen gespanntes Korg-Geklimper sowie kraftvolle Vocals mit einem unaufgezwungen klingenden oder unnötig nachbearbeiteten Feeling der Neunziger-Mitte? Richtig, der Heuhaufen ist innerhalb der letzten Dekade ziemlich angeschwollen.

Wer also vertonte Polarkälte in sein Herz geschlossen hat, wird zum Beispiel vom absolut bombastisch in Szene gesetzten "Hvor Tåken Ligger Så Trist Og Grå" oder dem Stück davor kaum genug bekommen können. Diejenigen, denen stets die kurzen Attacken der Norweger am meisten zugesagt haben, werden im abschließenden, knackigen "Age Of Satan" oder dem gelungenen Opener "Till Helvete Mid Alt" ihr Seelenheil finden. Leute, denen einfach nach einer Dosis Vergangenheit im schwarzmetallischen Gewand zumute ist, werden sowieso an diesem 40-Minütler nur mit Mühe vorbeikommen.

Das Einzige, was es an "Neo-Satanic Supremacy" aber auszusetzen gibt, ist der qualitative Verlust gegen Ende der Scheibe. Das im Gesamtkontext eher lasch rüberkommende "At The Gates Of Hell" zum Beispiel hätte genauso gut als eventueller Bonus-Track beiseite gelegt werden dürfen und das weiter vorne liegende, für meinen Geschmack zu sehr auf dem catchig-primitiven Refrain rastende "Burn The Witch" will nicht zünden; vielleicht auch deswegen, weil die Haupt-Arrangements für TROLLsche Verhältnisse viel zu thrashig ausgefallen sind. Aber egal, das sind angesichts von acht verbleibenden, recht stark gewordenen Hymnen keine verschüttete Milch, um die man weinen müsste, dafür fiel diese LP schon wesentlich besser aus als es anderen ehemaligen Größen mit ihren Comeback-Versuchen gelingt. Und dafür sollte man TROLL zumindest Anerkennung entgegen bringen.

Trackliste:
1. Til Helvete Med Alt
2. Alt For Satan
3. Gå Til Krig
4. Burn The Witch
5. Mörkets Skoger
6. Hvor Tåken Ligger Så Trist Og Grå
7. Neo-Satanic Supremacy
8. At The Gates Of Hell
9. Smertens Rike
10. The Age Of Satan
Spielzeit: 00:41:14

Line-Up:
Stian Arnesen - Gesang, Gitarren
Vold - Bass, Gesänge
Ygg - Schlagzeug
Exilis - Keyboards
Tlaloc - Gitarren, Gesänge
Michael Bambas [Micha]
22.01.2010 | 21:37
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin