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Album:Einsamkeit
Genre:Black Metal
Label:Nihilistische Klangkunst
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:05.05.09
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"Deprimierend einfühlsam"

Seit ihrem Erscheinen verfolgt mich diese Platte. Viele Artgenossen gingen in der letzten Zeit ein und aus, blieben kaum länger als zwei zum Teil selbsterzwungene Durchläufe, doch hier ist es anders. Am Anfang noch recht "unauffällig" mit den anderen Tonkonserven mitrennend, setzte sich "Einsamkeit" relativ flott gegen die "Konkurrenz" durch.

Gründe hierfür lassen sich rasch ausmachen: Das überwiegend im mittleren bis Schnecken-Tempo treibende Material wird von wehklagenden, sehr gefühlvollen Lead-Gitarren bestimmt. Das zermürbend rauschende Saiten-Fundament sowie der angenehm im Hintergrund den Takt angebenden Trommler komplettieren das minimalistische Musik-Paket, Frontmann S.M. leistet sich in Sachen Vocals ebenfalls keinen Fauxpas; im tränenersticktem, tiefen Grollen statt Random-Gekreische werden nicht gerade aufmunternde Ansichten vorgetragen. Selbstverständlich waren TROLLSKOGEN von Anbeginn an keine Sonnenanbeter, doch haben die Kärnter mit diesem Album den momentanen Höhepunkt ihres depressiven Schaffens. Klar dient BURZUM als vager Hinweis, welcher vor allem im sehr markant aufgebauten Song "Die Essenz der Verzweiflung" anhand seiner anfänglichen Stop-And-Go-Rhytmik sowie den dort sehr grellen Gesängen Wurzeln schlägt. Doch trennen die Kärnter vom Ex-Knacki nebst den genannten Punkten auch der sich heißkalt ergießende Charakter des Liedguts: Wie Lava fließt "Einsamkeit" bis zum Ende hin, dezentes Understatement - sprich: ohne großartig breit getreten zu werden - ist während den leichten Riff- oder Stimmungswechseln das Credo dieser vierzig Minuten. Obwohl die Stücke demnach ihre melodiöse Linie strikt einhalten, gibt es immer wieder leichte, stets passende Veränderungen zu beobachten - Stimmungsabbrüche sind zum Glück Fehlanzeige. Bei aller Rohheit lassen es die beiden Protagonisten jedoch ebenso an im Allgemeinen als "schön" empfundenen Momenten nicht missen. Das abschließende Instrumental könnte wirklich keinen einzigen Deut atmosphärischer sein aufgrund seiner bis ins Unendliche verhallten Semi-Akustik, dem dichten Synthie-Teppich... also im Endeffekt seines Gesamtpaketes.

Apropos: "Einsamkeit" wächst an einem. Man sollte daher vorsichtig sein, den vierten Langläufer aus dem Süden Österreichs vorschnell zu verurteilen, denn so viel Leidenschaft wie hier wird unglücklicherweise immer öfter durch allerlei Tricks im Studio oder allerlei visuelle Kaschierungen ersetzt oder mit selbiger verwechselt. TROLLSKOGEN sind so "pure", wie es nur geht, ohne dabei ins Lächerliche überzugehen, woran sich einige ähnliche Ziele verfolgende Projekte ruhig ein Beispiel nehmen können. Top!

Trackliste:
01 - Ein Kerker aus Fleisch und Blut
02 - Hüter des Verfalls
03 - Asche und Staub
04 - Unter dunklen Schwingen
05 - Die Essenz der Verzweiflung
06 - Morgengrauen
Spielzeit: 00:39:42

Line-Up:
S. M. - Gesang, Gitarren
F.A. - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
23.06.2009 | 11:56
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