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Cover von Tuomas Holopainen -- The Life And Times Of Scrooge McDuck
Band: Tuomas Holopainen Homepage  Metalnews nach 'Tuomas Holopainen' durchsuchenTuomas Holopainen
Album:The Life And Times Of Scrooge McDuck
Genre:Symphonic / Epic Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:11.04.14
CD kaufen:'Tuomas Holopainen - The Life And Times Of Scrooge McDuck' bei amazon.de kaufen
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"Magische Momente"

Die Geschichte dieses Werkes ist so sonderbar wie aufregend. „The Life And Times Of Scrooge McDuck“ [in Deutschland erschienen mit dem Titel „Onkel Dagobert – Sein Leben - seine Milliarden] des Zeichners Don Rosa hat den jungen TUOMAS HOLOPAINEN dermaßen fasziniert, dass er Ende des letzten Jahrtausends beschloss, einen Soundtrack darüber zu schreiben. Doch zunächst kam, wie alle wissen, der steile Karrieresprung mit seiner Band NIGHTWISH. Nun jedoch nahm er sich seiner Idee wieder an und bastelte unter Mithilfe seines zu Beginn bereits involvierten Kumpels Tony Kakko [SONATA ARCTICA] ein Album zusammen, welches wohl nicht wirklich auf der Liste der am meisten herbeigesehnten Platten dieses Jahres steht.

Zu Beginn gilt es zu erwähnen, dass ich persönlich nicht wirklich der große NIGHTWISH-Fan bin und vermutlich auch nie werde. Und am Rande mal ganz unter uns, ich habe mich in letzter Zeit, da ich mich intensiv mit derm Album hier beschäftigen durfte, fast gewünscht, Tuomas würde sich in Zukunft weiteren Projekten dieser Art zuwenden. Wie bereits angedeutet, geht es thematisch um die Lebensgeschichte des Herrn Dagobert Duck, von seiner Geburt in Schottland [mit dem vielleicht etwas zu aufgeblähten Opener „Glasgow 1877“] bis hin zu den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Ganze in ein musikalisches Gewand verpackt, welches man irgendwo als eine Mischung Klassik und Folk einsortieren darf. Mal etwas düster, mal etwas beschwingter [„Duel & Cloudscapes“]. Die elektrische Gitarre [gespielt übrigens vom Jazzgitarrist Mikko Iivanainen], wird lediglich für ein Solo im Song „A Lifetime Of Adventure“ ausgepackt und unterstreicht an dieser Stelle den hin und wieder vermuteten MIKE OLDFIELD-Einfluss. Ansonsten könnte man sich beispielsweise eher an ENYA meets Hollywood-Filmmusik als an NIGHTWISH orientieren, allerdings ist die Hauptband von TUOMAS HOLOPAINEN dennoch allgegenwärtig, eben aufgrund seiner Art zu komponieren. Nur halt mit weniger Vocals und mit gegen null tendierendem Stromgitarreneinsatz.

Spätestens jetzt dürfte es jedem Leser aufgefallen sein, mit Heavy Metal hat die Sache herzlich wenig zu tun. Es ist eben das „etwas andere“ Album einer der wohl erfolgreichsten und kreativsten Musiker der derzeitigen Metalszene. Wer die Schaffensweise von NIGHTWISH bisher verfolgt hat, ganz gleich, ob man die Band mag oder nicht, kann und muss Tuomas bescheinigen, stets bis an den Rand der Perfektion zu gehen, vielleicht sogar noch darüber hinaus. Ich gebe zu, meine Erwartungen bezüglich dieses Experimentes waren zunächst eher bescheiden, doch relativ schnell zog mich „The Life And Times Of Scrooge McDuck“ komplett in den Bann. Ein Album voll mit magischen Momenten, mit großen Emotionen und mit einer aussergewöhnlichen Thematik. Meinem Empfinden nach hat TUOMAS HOLOPAINEN mit diesem Werk den absoluten Höhepunkt seiner bisherigen Karriere geschaffen. Gewiss kein Album für so locker nebenbei, sonderen eines, in das man sich einfach hinein fallen lassen kann und das die eigene Phantasie beflügelt. Denn auch die Metallerseele braucht hin und wieder mal Streicheleinheiten der musikalischen Art, einfach mal den Krach Krach sein lassen und sich in eine komplett andere Welt begeben, es lohnt sich.

Trackliste:
01. Glasgow 1877
02. Into The West
03. Duel & Cloudscapes
04. Dreamtime
05. Cold Heart Of The Klondike
06. The Last Sled
07. Goodbye, Papa
08. To Be Rich
09. A Lifetime Of Adventure
10. Go Slowly Now, Sands Of Time
Spielzeit: 00:54:15

Line-Up:
Alan Reid – Vocals
Johanna Kurkela – Vocals
Johanna Iivanainen – Vocals
Tony Kakko - Vocals
Troy Donockley - Uilleann Pipes, Altflöte, Bodhran
Mikko Iivanainen – Gitarre, Banjo
Teho Majamäki – Didgeridoo
Jon Burr – Harmonica
Dermot Crehan – Violine
Tuomas Holopainen - Keyboards
Frank Wilkens [Fränky]
04.04.2014 | 09:46
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