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Band: Type O Negative Homepage Type O Negative bei Facebook Metalnews nach 'Type O Negative' durchsuchenType O Negative
Album:Dead Again [Red Version Rerelease, CD+DVD]
Genre:Doom Metal, Gothic, Punk
Label:Steamhammer
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:08.02.08
CD kaufen:'Type O Negative - Dead Again [Red Version Rerelease, CD+DVD]' bei amazon.de kaufen
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"Ausverkauf in Vinland?"

Im März 2007 erschien nach gut vier Jahren Wartezeit seit der letzten Scheibe „Life Is Killing Me“ das neue TYPE O NEGATIVE-Album „Dead Again“. Wie immer wurde dieses von der Fachpresse gebührend abgefeiert – mit wohl einer Ausnahme: Metalnews-Kollege Quien mundete das Werk der vier Brooklyner Untergangspropheten ganz und gar nicht und so kam es wohl oder übel zum wahrscheinlich einzigen Verriss. Mit dem dieser Tage herausgebrachten Rerelease in der ‚Red Version’ bleiben mir nun ein paar Zeilen, um dem erwähnten Pamphlet ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nichtsdestotrotz soll auf der anderen Seite erörtert werden, ob einer Wiederveröffentlichung nicht einmal zwölf Monate nach dem eigentlichen Erscheinen nicht besser das ‚Prädikat: Fanverarsche’ verliehen werden sollte. Denn über Sinn und Nutzen eines derart frühen Rereleases lässt sich sicher streiten, Bonus-DVD hin oder her...

Natürlich kann man eine Band, die in ihrem Schaffen eigentlich stagniert, für ‚künstlerisch tot’ erklären, so geschehen in der eingangs verlinkten Rezension. Auf der anderen Seite haben sich der sowjetophile Pete Steele und seine Mannen ihren eigenen – oft kopierten [man denke nur an FROWN oder zum Teil END OF GREEN und Michelle Darkness] aber nie erreichten – Stil erschaffen, ihre eigene musikalische Nische. Da verhält es sich wie mit MOTÖRHEAD oder AC/DC: Never change a winning team! Und dass „Dead Again“ mit Sicherheit ein Gewinneralbum ist, steht für mich außer Frage. Es ist im Endeffekt TYPE O pur und enthält alle so geschätzten Trademarks der Band, wobei die eher aus den Anfangstagen bekannte punkigere Note schwerer ins Gewicht fällt als dies noch auf den direkten Vorgängern der Fall war. Ein Umstand, der der Scheibe aber mit Sicherheit gut zu Gesicht steht, quasi als eine Art akustische Frischzellenkur. Im Umkehrschluss kommen die schleppenden Doomparts natürlich nicht zu kurz und wenn Herr Stahl zur gewohnt apokalyptisch-amüsanten musikalischen Untermalung seinen charismatischen Gesang zwischen Hoffen und Bangen, Sarkasmus und Nihilismus beisteuert, ist die TYPE O NEGATIVE Welt doch noch nicht völlig aus den Fugen geraten. ‚Lachend in den Weltuntergang’ heißt das bewährte Stichwort. Erwähnt werden sollte zum Schluss noch der gesangliche Gastauftritt von Tara Vanflower, die in „Halloween In Heaven“ auf jeden Fall für eine positive Überraschung sorgt.
Als kurzes Zwischenfazit ist zu konstatieren, dass „Dead Again“ sicher keinen TYPE O-Fan enttäuscht haben dürfte und dass die Platte völlig zurecht in den Gazetten und an den Ladentheken abgefeiert wurde.

Die der roten Edition beigelegte DVD ist quasi in vier Teile gegliedert. Zunächst kann sich der Käufer das „Dead Again“-Album völlig legal im MP3-Format auf die Festplatte kopieren. Im Videopart gibt es zunächst vier Songs vom hervorragenden Auftritt beim Wacken Open Air 2007. Im Licht der untergehenden Sonne zelebriert Reverend Steele, unterstützt von seiner unheiligen Dreifaltigkeit, seine blasphemische und wie immer rotweingetränkte Messe. Die für die DVD ausgewählten Lieder – alle von verschiedenen Alben – gewähren zwar einen netten Einblick ins bisherige Schaffen der Band, allerdings wäre es doch sicher auch möglich gewesen, gleich die komplette Show aufs Speichermedium zu pressen.
Den interessantesten Teil der DVD stellen sicherlich die Interviews dar. Zuerst plaudert die gesamte Band zu Stichwörtern wie ‚erinnerungswürdigste Show’, ‚komische Konzertlocations’ oder ‚das neue Album’ amüsiert aus dem Nähkästchen. Danach steht Pete im New Yorker Hafen Rede und Antwort über die aktuelle Musikszene und tote Rockstars. Interessant zu erfahren war hierbei, dass das Stück „Halloween In Heaven“ dem mit der Band eng befreundeten und 2004 getöteten Ex-PANTERA Gitarristen Dimebag Darrell gewidmet wurde. Das Ende der kurzweiligen Interview-Viertelstunde markiert ein Rundgang durch die Vergnügungsparks der New Yorker Halbinsel Coney Island. Als sarkastischer Fremdenführer empfiehlt sich dabei Keyboarder Josh Silver, der sich im ersten Teil der Interviews noch äußerst wortkarg gab.
Die beiden netten Musikvideos zu „The Profits Of Doom“ und „September Sun“ stellen zum Schluss zwar ein nettes Gimmick dar, können beide jedoch auch online im offiziellen TYPE O NEGATIVE YouTube-Kanal angesehen werden.

Macht die aufgepeppte Wiederveröffentlichung von „Dead Again“ schließlich Sinn oder nicht? Einerseits ja. Wer sich das Album nämlich seit der Ersterscheinung noch nicht zugelegt hat, bekommt für ein paar Öre mehr einen kleinen aber feinen Bonus in Form der Live-Videos vom Wacken und der amüsanten Interviews geboten. Die Daseinsberechtigung der beiden Musikvideos stellt wie erwähnt die Existenz von Seiten wie YouTube und Konsorten etwas in Frage. Andererseits war ich noch nie ein Fan von der leider schon öfter erlebten Labelpolitik, aktuelle Alben in aufgehübschter Form derart schnell nach dem Erscheinen der ‚stinknormalen’ Edition auf den Markt zu werfen. ‚Die Hard’-Fans, die sich die Scheibe sofort am ersten Tag oder kurz danach zugelegt haben, kommen sich in solchen Fällen nämlich immer leicht hinters Licht geführt vor. Für die treuen Anhänger würde auf der anderen Seite die Anschaffung der roten LP-Box durchaus Sinn machen, da hier neben der DVD auch noch ein exklusives T-shirt beigelegt wurde.

Trackliste:
CD:

01. Dead Again
02. Tripping A Blind Man
03. The Profits Of Doom
04. September Sun
05. Halloween In Heaven
06. These Three Things
07. She Burned Me Down
08. Some Stupid Tomorrow
09. An Ode To Locksmiths
10. Hail And Farewell To Britain


DVD:

Live auf dem Wacken Open Air 2007:
01. Anesthesia
02. Christian Woman
03. Love You To Death
04. Kill You Tonight

Interviews

Musikvideos:
01. The Profits Of Doom
02. September Sun
Spielzeit: 01:17:28

Line-Up:
Peter Steele – Gesang, Bass
Kenny Hickey – Gitarre
Johnny Kelly – Schlagzeug
Josh Silver – Keyboard
Sebastian König [sk]
29.02.2008 | 13:14
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