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Band: U.D.O. Homepage U.D.O. bei Facebook Metalnews nach 'U.D.O.' durchsuchenU.D.O.
Album:Dominator
Genre:Heavy Metal, Teutonic Metal
Label:AFM Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.08.09
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"Wer 'Mastercutor' sagt, muss auch 'Dominator' sagen."

Zwei Jahre nachdem U.D.O. mit „Mastercutor“ begannen, eine musikalisch düsterere Richtung einzuschlagen, erscheint nun das nächste Album der Truppe um Udo Dirkschneider. Selbiges hört auf den ebenso bescheidenen wie einfallsreichen Namen „Dominator“ und setzt die musikalische Frischzellenkur des Gespanns fort.

Wie modern es bei U.D.O. inzwischen zugeht, zeigt schon der erste Track, „The Bogeyman“, der nach düsteren Sphärenklängen mit einem stahlharten, stampfenden Riff einsetzt und so leichten Industrial-Charme versprüht – der melodiöse, traditionell angehauchte Mittelteil steht dazu in schönem Kontrast. Der Titeltrack setzt dieses Programm etwas schneller fort, allerdings gewinnt hier bereits der klassische Teutonenstahl die Oberhand, denn gerade die Strophe erinnert nicht selten an alte ACCEPT-Tage. Mit „Black And White“ findet sich dann der erste klassische U.D.O.-Stampfer auf „Dominator“, denn der Song hätte auch ohne weiteres auf „Breaker“ auftauchen können und begeistert mit hymnischer Eingängigkeit, womit das Album seinen ersten Höhepunkt erreicht. Überhaupt ist es den Mannen um Meister Dirkschneider auf „Dominator“ gelungen, den idealen Mittelweg aus moderner Härte und dem authentischen, rauen Charme des U.D.O.-typischen Teutonenstahls zu finden. Tracks wie „Infected“ oder auch der Hochgeschwindigkeits-Kracher „Speed Demon“ beweisen, dass der Band dieser Spagat scheinbar mühelos gelingt, ohne sich dabei zu wiederholen oder gezwungen modern zu klingen. Hervorgehoben sei auch noch „Devil’s Rendezvous“, das sich klar vom Rest des präsentierten Materials abhebt und mit Zigeuner-Rhythmen augenzwinkernd an Tracks wie „Trainride To Russia“ erinnert. Gitarrenfans wird auf „Dominator“ ebenfalls so einiges geboten, denn Saitenhexer Gianola ist diesmal für sämtliche Soli zuständig und frickelt ebenso versiert wie songdienlich. In der enormen Hitdichte verbirgt sich natürlich auch eher Durchschnittliches wie „Doom Ride“ und zwei Power-Balladen, die einer Nahkampftruppe wie U.D.O. nicht ganz so gut zu Gesicht stehen, im Falle von „Stillness Of Time“ aber zumindest mit beeindruckender Instrumentalarbeit glänzen. Rein soundmäßig klingt „Dominator“ stellenweise etwas zu weich und vor allem was den Gitarrensound angeht arg nach Studio, glänzt aber auch mit Ausgewogenheit und Druck.

Plakativer Name hin oder her, mit „Dominator“ haben U.D.O. verdammt gute Arbeit geleistet. Neben der Tatsache, dass der Solinger Sound hier in unerwartet passender, moderner Aufmachung erstrahlt, fasziniert das Album durch ein hohes Maß an Abwechslung, denn von schnell bis langsam und knallhart bis melodiös ist einfach alles drin. Anspieltipps: „Black And White“, „Infected“, „Speed Demon."

Trackliste:
01. The Bogeyman
02. Dominator
03. Black And White
04. Infected
05. Heavy Metal Heaven
06. Doom Ride
07. Stillness Of Time
08. Devil's Rendezvous
09. Speed Demon
10. Whispers In The Dark
Spielzeit: 00:44:53

Line-Up:
Udo Dirkschneider - Vocals
Stefan Kaufmann - Guitars
Igor Gianola - Guitars
Fitty Wienhold - Bass
Francesco Jovino - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
13.08.2009 | 16:06
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