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Cover von U.D.O. -- Rev-Raptor
Band: U.D.O. Homepage U.D.O. bei Facebook Metalnews nach 'U.D.O.' durchsuchenU.D.O.
Album:Rev-Raptor
Genre:Heavy Metal
Label:AFM Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:20.05.11
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"Und schon wieder richtig gut..."

13 Alben und kein Ende in Sicht: Die Solinger Heavy Metal-Urgesteine U.D.O. denken gar nicht ans Aufhören, sondern veröffentlichen anno 2011 lieber ein neues Album. Nachdem mit „Leatherhead“ schon eine EP vorausgeschickt wurde, kommt mir „Rev-Raptor“ nun endlich die nächste volle Platte der Herren in hiesige Regale.

Schon der betitelnde Eröffnungstrack zeigt, dass U.D.O. immer wieder dazu in der Lage sind, sich musikalisch zu verändern, ohne dabei zu weit von ihrem ureigenen Sound abzuweichen: Gewohnt düster wartet der Song mit treibendem Riffing auf, das man so jedoch auch bei den Hanseaten PARAGON hören könnte. Gleiches auch beim irrsinnig nach vorne gehenden „Renegade“, in dem insbesondere Gitarrist Gianola mit überaus einfallsreicher Leadgitarren-Arbeit brilliert. Interessanterweise sind die Herren um Chef-Röhre Dirkschneider obendrein eine der wenigen Formationen im traditionellen Metal-Bereich, die auch bei Balladen eine vergleichsweise gute Figur machen – während „I Give As Good As I Get“ im Grunde eine eher gewöhnliche Power-Ballade darstellt, wird im Refrain mit interessanten Gitarrensounds experimentiert, was den Song durchaus hervorhebt. Zwar sind die auf „Rev-Raptor“ enthaltenen Balladen wie immer der eher unspektakuläre Teil des Unterfangens, allerdings haben die Solinger auf ihrem neuen Album das Tempo wieder deutlich angezogen und scheinen sich mit gelungenen Nummern wie „Terrorvision“ wieder mehr an ihren Wurzeln zu orientieren. In Sachen Produktion befinden sich U.D.O. dabei wie immer voll am Puls der Zeit und brillieren mit fettem, modernem Gitarrensound, allerdings klingt „Rev-Raptor“ eine ganze Ecke weicher als sein Vorgänger, was gerade in den balladeskeren Momenten unangenehm auffällt. Alles in allem ist „Rev-Raptor“ also ein weiteres U.D.O.-Album angefüllt mit allem, was man von der Truppe seit Jahrzehnten kennt, liebt und erwartet: Stampfendes Riffing typisch teutonischer Machart paart sich mit hymnischen Refrains und überaus passionierter Gitarrenarbeit – was will man mehr?

ACCEPT-Reunion hin oder her, U.D.O. sind U.D.O. und bleiben U.D.O. – Altmeister Dirkschneider scheint auch auf Platte Nummer 13 keinerlei Erwartungsdruck zu verspüren und kredenzt ein weiteres Album in gewohnt hoher Qualität abseits jeglicher Trends und Zugzwänge. Anspieltipps: „Rev-Raptor“, „Dr. Death“, „Motor-Borg“.

Trackliste:
01. Rev-Raptor
02. Leatherhead
03. Renegade
04. I Give As Good As I Get
05. Dr. Death
06. Rock´N´Roll Soldiers
07. Terrorvision
08. Underworld
09. Pain Man
10. Fairy Tales Of Victory
11. Motor-Borg
12. True Born Winners
13. Days Of Hope And Glory
Spielzeit: 00:51:11

Line-Up:
Udo Dirkschneider - Vocals
Stefan Kaufmann – Guitar
Igor Gianola – Guitar
Fitty Wienhold – Bass
Francesco Jovino - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
20.05.2011 | 12:41
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