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"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von U.D.O. -- Steelhammer
Band: U.D.O. Homepage U.D.O. bei Facebook Metalnews nach 'U.D.O.' durchsuchenU.D.O.
Album:Steelhammer
Genre:Heavy Metal, Teutonic Metal
Label:AFM Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.05.13
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"Stahlhammer trifft Nagel"

Der Titel „Steelhammer“ verpflichtet geradezu. Bei diesem Titel und bei dem dazu gehörigen Plattencover wird dem geschätzen Fan schon mal der Mund wässrig. Und in der Tat gibt es keine wirklichen Gründe, warum man sich nicht vertrauensvoll in die Hände des Grandmonsieur deutscher Heavy Metal-Kunst begeben sollte.

Dabei stand der Stern zunächst alles andere als günstig. Das Fehlen von Stefan Kaufmann macht sich nicht ausschließlich an der Gitarre bemerkbar, er war ja auch für die Produktionen der letzten Werke zuständig. Doch Herr Dirkschneider fand mit Andrey Smirnov und Kasperi Heikkinen [denn auch der langjährige Gefährte Igor Gianola ist nicht mehr dabei] zwei neue Leute an den Klampfen und holte zum nächsten Rundumschlag aus. Wie gesagt, der Titel verpflichtet. So wird dann auch nicht lange gefackelt und der Titeltrack gleich zu Beginn serviert. Mit Schwung und Elan wird erst mal klargestellt, wo es langgeht. Mit „A Cry Of A Nation“ folgt eine zwar langsame, aber durchaus fette Nummer, die das Haupthaar, sofern in ausreichend langer Menge vorhanden, in Bewegung bringt. Was man dann bei „Heavy Rain“ nicht behaupten kann. Da erwartet der Normalo-Metaller bei einem solch fulminanten Titel und einer Spieldauer von nicht einmal drei Minuten einen absoluten Schädelspalter. Und was kommt stattdessen? - Eine Ballade. Was bereits auf dem Jubiläumsalbum "Celebrator" mit einer Piano-Variante von „Balls To The Wall“ eindrucksvoll funktionierte, geht hier erst recht. „Devil's Bite“ spielt hingegen ein wenig mit elektronischen Momenten, "Basta Ya" kommt mit sozialkritischen, in spanisch verfassten Lyrics daher und „Timekeeper“ ist einmal mehr ein Ausrufezeichen für gradlinige, aber effektive Headbangerkost. [Mittlerweile so etwas wie mein persönlicher Anspieltipp, nur mal so in den Raum geworfen] Für Abwechslung ist also gesorgt. Lediglich „Death Ride“ ist wohl der einzige Song auf dem Album, den ich so etwas wie die Nähe zum Mittelmaß bescheinigen könnte. Ansonsten herrscht bis zum Ende Top-Niveau. Und gerade besagtes Ende hat es dann noch einmal in sich. „Book Of Faith“ ist der Oberhammer schlechthin. Beginnt wie eine Mischung aus Western und James Bond-Melodie, dann schleppt sich die Nummer schwer und unaufhaltsam durch das Unterholz, bevor ein Orchester das Ding so richtig in fast epische Gefilde lotst.

Ein würdiger und bombastischer Ausklang für ein durchweg interessantes und von vorn bis hinten gelungenes Album. Die beiden neuen Mitglieder sowie die Tatsache, dass Udo Dierkschneider selbst nebst Bassist Fitty Weinhold die Produktion übernahm, tut dem Stahlhammer nicht weh. Im Gegenteil. Was immer meine Erwartungshaltung gewesen sein mag, „Steelhammer“ ist deutlich oberhalb davon.

Trackliste:
01. Steelhammer
02. A Cry Of A Nation
03. Metal Machine
04. Basta Ya
05. Heavy Rain
06. Devil's Bite
07. Death Ride
08. King Of Mean
09. Timekeeper
10. Never Cross My Way
11. Take My Medicine
12. Stay True
13. When Love Becomes A Lie
14. Book Of Faith
Spielzeit: 01:01:34

Line-Up:
Udo Dirkschneider - Guitars
Andrey Smirnov - Guitars
Kasperi Heikkinen - Guitars
Fitty Wienhold - Bass
Francesco Jovino - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
22.05.2013 | 16:22
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