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"Vertonte Zerstörungskraft!" | ||||||||||||||||||
| Mit „The Destroyers Of All“ melden sich die neuseeländischen Deather ULCERATE zwei Jahre nach dem bärenstarken „Everything Is Fire“ sowie einer Europatour im Vorprogramm von NILE wieder auf der Bildfläche zurück und entwickeln auf Album Nummer drei konsequent ihren Stil weiter. Und der ist dem auf „Everything Is Fire“ vertretenen Material gar nicht mal so unähnlich, zeigt jedoch aufgrund der vor Details nur so strotzenden Songs, der noch düstereren Atmosphäre sowie der verbesserten Produktion umso mehr auf, dass die Kiwis inzwischen ihre eigene Nische gefunden haben und nun mit der Feinjustierung beschäftigt sind. Nach wie vor sind IMMOLATION sowie NEUROSIS die beiden großen Konstanten im Sound der Band, wobei auf „The Destroyers Of All“ noch ein bisschen mehr die Post Hardcore/Sludge-Komponente mit flirrenden, wabernd-dissonanten Klängen und Melodieläufen, sägenden Riffwalzen [„Cold Becoming“] sowie längeren minimalistisch-reduzierten Parts im Vordergrund steht. So zum Beispiel im anfangs recht zäh anmutenden „The Hollow Idols“ oder auch dem mit über zehn Minuten Titelstück bislang längsten Song in der Geschichte von ULCERATE. Dennoch kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, denn auch wenn die Lieder alles andere als leicht verdaulich bzw. eingängig sind und somit einige Durchläufe benötigen, ehe sie richtig zünden [die Ausnahme dürfte wohl das großartige und direkt ins Ohr gehende „Dead Oceans“ darstellen“], geschieht stets eine ganze Menge – vorausgesetzt natürlich, man lässt sich auf den unkonventionellen Death Metal der Jungs aus Auckland ein. Und der weiß allein schon durch die außergewöhnliche und dynamische Gitarrenarbeit, aber auch durch das fesselnde und unglaublich abwechslungsreiche, treibende Drumming von Jamie Saint Merat zu überzeugen, während die wuchtig-erdige Produktion wunderbar zu den einzelnen Stücken passt und hier zum Glück eben nicht der Fehler begangen wurde, alles mit einer klinisch-leblosen, ach-so-modernen Produktion komplett in den Sand zu setzen. Eine gute Entscheidung, denn somit wird auch „The Destroyers Of All“, wiederum unterstützt durch das in Eigenregie von der Band erstellte, düstere Artwork, zu einem überaus schlüssigen Gesamtpaket, das eindrucksvoll zeigt, wie viel Herzblut ULCERATE in das Gesamtkunstwerk Musik investieren. „The Destroyers Of All“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger von „Everything Is Fire“ geworden und zeigt, dass ULCERATE die Zeit sinnvoll genutzt und ihren eigenen Stil noch weiter ausgefeilt sowie um spannende Details ergänzt haben. Ebenfalls ausgeweitet wurden die interessante Kombination und das Zusammenspiel von brutalem, teils sehr technischem Death Metal und Post-Hardcore-Querverweisen, die ULCERATE nach wie vor zu etwas Besonderem machen und sie meilenweit von der Masse der heutigen Todesbleibands abheben lassen. Und genau das macht „The Destroyers Of All“ zu einer ausgesprochen starken Veröffentlichung des jungen Jahres, die auch nach inzwischen 20 Durchläufen sicher noch etliche weitere Male ihre Runden in meinem CD-Player drehen wird! Daumen weit nach oben für ULCERATE! | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 7.0 / 7 Punkten
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Kommentar von: Ich
Wertung: 7/7 | 06.02.2011 -- 12:25













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