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Cover von Ulcerate -- Vermis
Band: Ulcerate Homepage Ulcerate bei Facebook Metalnews nach 'Ulcerate' durchsuchenUlcerate
Album:Vermis
Genre:Death Metal, Post Hardcore, Progressive
Label:Relapse Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:13.09.13
CD kaufen:'Ulcerate - Vermis' bei amazon.de kaufen
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"Rau... vertrackt... trostlos... großartig!"

„Vermis“ stellt nicht nur das erste Resultat der Zusammenarbeit mit dem neuen Label Relapse Records dar, sondern markiert zudem die vierte Full Length der neuseeländischen Experimental-Deather ULCERATE, die auch anno 2013 keineswegs auf Vorhersagbarkeit oder Schubladendenken setzen.

Denn dafür ist „Vermis“ viel zu sperrig, ein gerade anfangs zäher Brocken und – der Titel ist hier wirklich programmatisch – voller Wendungen und Windungen, die teils über Umwege stets zum Ziel führen. Sprich: Wer durchschaubare und konventionelle 08/15-Songstrukturen mag, dem wird während der gut 54 Minuten das Hören und Sehen vergehen, denn die Musik von ULCERATE ist nach wie vor bewusst [!] schwer zu packen und fordert den Hörer heraus, Zeit und einige Durchläufe zu investieren. Wer dazu gewillt ist, wird indessen reich belohnt, denn auf „Vermis“ zeigt sich die wieder zum Kern-Trio geschrumpfte Band ungemein facettenreich, wieder deutlich ruppiger/rauer sowie brutaler und aggressiver als noch auf dem exzellenten Vorgänger „The Destroyers Of All“. Die atmosphärischen Ambient-Parts wurden diesmal wieder etwas reduziert, was angesichts der Klasse der Songs auf dem Vorgänger zwar schade ist und anfangs etwas zu fehlen scheint, aber umso schöner ist es, dass die Kiwis einfach ihren Weg konsequent weiterverfolgen und nun eine weitere Nische ihres Sounds ausloten. Wenn die Alben von ULCERATE eines gemeinsam haben, dann ist es diese Dunkelheit, Kälte, Hoffnungslosigkeit und Tristesse, die sich auch unerbittlich durch „Vermis“ zieht und z.B. durch das schleppende „Weight Of Emptiness“ auf eine ganz andere Art als bislang dargeboten wird. Dazu gehören auch das ungewöhnliche Intro „Odium“ und das rein instrumentale, sehr minimalistisch angelegte Interludium „Fall To Opprobrium“, während die Band ansonsten natürlich sofort als ULCERATE zu erkennen ist und erneut alle Register zieht – vor allem in Sachen Dynamik. Lediglich bei Sänger Paul Kelland könnte man immer noch eine gewisse Eindimensionalität bei den Growls anführen, wobei sich während der letzten Alben auch hier eine deutliche Weiterentwicklung abgezeichnet hat und das wütende Gebrüll prima zur Musik passt. Doch auch sonst gibt es wieder einiges zu bestaunen: etwa das sehr unkonventionelle, teils Richtung Black Metal tendierende, flirrend-dissonante Riffing von Michael Hoggard, das wieder einmal über alle Zweifel erhabene, sehr abwechslungsreiche Schlagzeugspiel von Jamie Saint Merat oder auch die anfangs undifferenziert bis schwammig wirkende Produktion, die jedoch völlige Absicht war [siehe Interview], um die Grundstimmung des Albums besser einzufangen bzw. zu vermitteln. Und siehe da: Nach einigen Anläufen wirken die Songs gerade aufgrund der rauen, eben nicht völlig transparenten Produktion noch eine Spur wuchtiger, böser und nervenzerfetzender, siehe z.B. „The Imperious Weak“, das typisch nach ULCERATE klingende „Confronting Entropy“ oder auch das abschließende „Await Rescission“, die gemeinsam mit dem düsteren Artwork ihre Wirkung nicht verfehlen.

Fazit: ULCERATE beweisen mit „Vermis“, dass sie noch lange nicht alles gesagt haben und darauf bedacht sind, nicht auf der Stelle zu treten, sondern immer wieder neue klangliche Nuancen zu entdecken und auszuarbeiten. Dabei herausgekommen ist erneut ein unglaublich starkes Album, das alles andere als leicht verdaulich ist und sich auch nicht mal eben nebenbei hören lässt. Investiert die nötige Zeit sowie Energie und Ihr werdet reich belohnt werden, denn „Vermis“ offenbart immer wieder neue Details, gehört mit zu den heißen Anwärtern auf das Album des Jahres im Todesblei-Bereich und wird der Band hoffentlich bald den Zuspruch bringen, den sie schon lange verdient hat. Daumen nach oben!

Trackliste:
01. Odium
02. Vermis
03. Clutching Revulsion
04. Weight of Emptiness
05. Confronting Entropy
06. Fall to Opprobrium
07. The Imperious Weak
08. Cessation
09. Await Rescission
Spielzeit: 00:54:30

Line-Up:
Paul Kelland – Vocals, Bass
Michael Hoggard – Guitars
Jamie Saint Merat – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
05.09.2013 | 20:52
Kommentare
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