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"Etwas zu unfertig"
Cover von Ulver -- Childhood's End [Compilation]
Band: Ulver Homepage Ulver bei MySpace.com Metalnews nach 'Ulver' durchsuchenUlver
Album:Childhood's End [Compilation]
Genre:Prog Rock, Psychedelic
Label:KScope Music
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:01.06.12
CD kaufen:'Ulver - Childhood's End [Compilation]' bei amazon.de kaufen
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"Gechillt zurück in die Zukunft"

Nach dem etwas durchwachsenen „Wars Of The Roses“ sowie der überaus gelungenen DVD „The Norwegian National Opera“ legen die norwegischen Experimental-Musiker von ULVER nun mit „Childhood's End“ bereits eine neue Scheibe nach.

Dabei handelt es sich mitnichten schon um ein neues Studioalbum, sondern vielmehr um einen kompletten Silberling mit Coverversionen von Pychedelic/Rock-Songs aus den Sechzigern. Hier stellt sich schon ein erstes Fragezeichen ein, denn damit hätte man wohl so schnell nicht gerechnet. Gleichermaßen zeigt es, dass ULVER immer wieder in der Lage sind, die eine oder andere Überraschung aus dem Ärmel zu zaubern. Wobei es natürlich gleichermaßen wieder die Frage aufwirft, ob Coverversionen nun wirklich nötig oder einfach nur „nett“ sind, aber nicht wirklich essenziell. Daher gleich vorweg: ULVERs „Childhood's End“ gehört zu den wirklich sinnvolleren Alben dieser Art, zumal es die Band bewerkstelligt, einerseits den Originalen weitgehend treu zu bleiben [hier wäre manchmal etwas mehr Mut zu Experimenten jedoch nicht verkehrt gewesen], während andererseits an vielen Ecken und Enden der ULVER-„Stempel“ deutlich zu erkennen ist. Dies liegt weitgehend in der charismatischen, wunderbaren Stimme von Kristoffer „Garm“ Rygg begründet, während sich die restlichen Musiker primär auf die eher klassische Rock-Besetzung [Gitarre, Bass, Schlagzeug – hinzu kommt noch die Hammondorgel] konzentrieren. Dabei fällt auf, dass ULVER sehr „luftige“, gut funktionierende Cover eingespielt haben, die mit wenigen Ecken und Kanten daherkommen, was durchaus positiv gemeint ist, denn somit ist „Childhood's End“ eine sehr ruhige, unaufregende und sehr entspannte, aber gleichermaßen sehr kurzweilige Angelegenheit geworden. Und wer kennt nicht solche Klassiker wie „Today“, „Where Is Yesterday“ oder auch „I Had Too Much To Dream Last Night“, während – Hand aufs Herz – viele der Songs den meisten Leuten nicht [mehr] wirklich geläufig sein dürften, da evtl. schlichtweg vor „unserer“ Zeit. Übrigens ein umso schönerer Anreiz, um ein wenig zu stöbern und sich auch mit den Originalen zu beschäftigen.

ULVER beweisen mit „Childhood's End“, dass ihnen noch lange nicht die Ideen ausgegangen sind und dass das „Konzept ULVER“ auch in einem anderen Musikkontext, hier: die musikalischen Wurzeln der Bandmitglieder, prima funktioniert. Und nicht zuletzt sorgen die unaufdringlichen, gelungenen Versionen auf „Childhood's End“ für eine knappe Stunde gute Unterhaltung – und das, obwohl ich selbst z.B. mit Psychedelic nicht wirklich viel anfangen kann und ich auch kein großer Freund von Coverversionen oder gar ganzen Coveralben [man denke nur an das unsägliche „Graveyard Classics 2 [Back In Black]“ von SIX FEET UNDER...] bin. Daher: Daumen nach oben und eine gewisse Neugier, ob „Childhood's End“ eventuell ein Indikator für ULVERs musikalische Richtung für das nächste „richtige“ Studioalbum sein könnte... ;-)

Trackliste:
01. Bracelets Of Fingers [THE PRETTY THINGS]
02. Everybody’s Been Burned [THE BYRDS]
03. The Trap [BONNIWELL’S MUSIC MACHINE]
04. In The Past [CHOCOLATE WATCHBAND]
05. Today [JEFFERSON AIRPLANE]
06. Can You Travel In The Dark Alone? [GANDALF]
07. I Had Too Much To Dream Last Night [ELECTRIC PRUNES]
08. Street Song [THE 13TH FLOOR ELEVATORS]
09. 66-5-4-3-2-1 [THE TROGGS]
10. Dark Is The Bark [LEFT BANKE]
11. Magic Hollow [BEAU BRUMMELS]
12. Soon There'll Be Thunder [COMMON PEOPLE]
13. Velvet Sunsets [MUSIC EMPORIUM]
14. Lament Of The Astral Cowboy [CURT BOETTCHER]
15. I Can See The Light [LES FLEUR DE LYS]
16. Where Is Yesterday [UNITED STATES OF AMERICA]
Spielzeit: 00:53:52

Line-Up:
Kristoffer Rygg – Vocals, Programming
Tore Ylwizaker – Keyboards, Programming
Jørn H. Sværen – Miscellaneous
Daniel O'Sullivan – Guitars, Bass, Keyboards
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.06.2012 | 13:25
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