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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"DAS Herbstalbum des Jahres!" | ||||||||||||||||||
| Nachdem ULVER seit jeher für Experimentierfreudigkeit und Innovation stehen und ihre musikalische Spannweite von Black Metal über Filmmusik, Jazz, Experimental und Progressive bis zu Ambient reicht, dürfte klar sein, dass sich die Musik der Norweger von Fall zu Fall, von Album zu Album unterscheidet und sich demzufolge auch geschmacklich die Geister scheiden werden. Daher verwundert es mich auch nicht wirklich, dass mich zwar der letzte Output „Blood Inside“ nicht wirklich vom Hocker reißen konnte, mich dafür aber das neue Machwerk „Shadows Of The Sun“ auf ganzer Linie überzeugen kann, auch wenn ULVER natürlich trotz etwas geänderter Marschrichtung stets als ULVER zu erkennen bleiben. Das neue Album hat mit dem Vorgänger, abgesehen von der göttlichen Ausnahmestimme von Garm, erstaunlich wenig zu tun. Nach den etwas konfusen, überdrehten und lauten Klängen der letzten Scheibe ist „Shadows Of The Sun“ vor allen Dingen eins: sehr düster und sehr ruhig. Warme Synthesizerklänge sind vorherrschend, während hier garantiert niemand Gitarrenwände finden wird. Sämtliche Songs beinhalten kaum Tempo, lediglich „All The Love“ nimmt ein wenig Fahrt auf, sodass wir es hier vor allem mit einem Album zu tun haben, bei dem man einfach mal alles stehen und liegen lassen, in der Musik eintauchen und versinken sowie die Seele baumeln lassen kann, während draußen der Herbstnebel vor sich hin wabert und die diesigen Tage immer kürzer werden. Düstere und gleichzeitig sehr greifbare, ja organische und minimal instrumentierte Stimmungen herrschen vor, was durch den Einsatz von Streichern, Klavier und Trompete noch unterstrichen wird, da die Kompositionen dadurch zusätzlich an Tiefe gewinnen. Getragen und zusammengehalten werden die Songs jedoch nach wie vor von Garm, der mit seiner unglaublich vielseitigen und sehr melancholischen Stimme für ein wahres Wechselbad der Gefühle sorgt und den Hörer erst nach vierzig Minuten wieder in die Realität entlässt. Bemerkenswert ist auch die Cover Version von „Solitude“, im Original von BLACK SABBATH, die sich erstaunlich gut in das Gesamtbild einfügt und beim ersten Hören nicht wirklich als Cover auffällt. Abschließend führt einen das bezeichnend betitelte „What Happened?“ einem langsamen Auftauchen ähnelnd wieder ein Stück in Richtung Realität zurück, aber dennoch nicht vollständig, sodass dem Hörer eben jenes Fragezeichen dauerhaft im Hinterkopf bleiben wird, wo man eigentlich die letzten vierzig Minuten verbracht hat, was mit einem geschehen ist und wie einfach es doch sein kann, sich von dieser hektischen Welt loszulösen. Mit „Shadows In The Sun“ haben ULVER ein kleines Meisterwerk abgeliefert, das an Atmosphäre und Emotion nur schwer zu übertreffen ist. Wer verzerrte Gitarren, Tempo und gewöhnliche Songstrukturen sucht und bevorzugt, wird hier Probleme bekommen. Wer indessen bereit ist, sich verzaubern zu lassen und die alltägliche Hast hinter sich zu lassen, ist hier goldrichtig. Nachdem ANTIMATTERs „Leaving Eden“ ein im Frühjahr gestrandetes Herbstalbum war, ist „Shadows Of The Sun“ nun wirklich DAS Album für den Herbst! | ||||||||||||||||||
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