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Album:Don't Pray To The Ashes
Genre:Alternative, Doomcore, Neo-Thrash
Label:Prevision Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.01.10
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"Brandheiße Scheibe!"

Mehr als drei Jahre hat sich das süddeutsche Trio UNDERTOW Zeit gelassen, um den Nachfolger zum rundum gelungenen „Milgram“ von 2006 fertig zu stellen. „Don’t Pray To The Ashes“ setzt nun die Marschrichtung des Vorgängers konsequent fort, wartet mit noch mehr Abwechslungsreichtum auf und weiß zudem mit sehr guten Songs zu überzeugen!

Dabei herausgekommen ist somit das bislang reifste und vielschichtigste Werk von UNDERTOW, die nach wie vor geschickt Doomcore, Alternative, Hardcore-Einflüsse und Thrash Metal kombinieren. Der Band werden die ewigen CROWBAR-Vergleiche mittlerweile zu Recht zum Hals heraushängen, und daher auch mal Hand aufs Herz: UNDERTOW haben zwar mit „Still Waiting“ und „Smoke Garden“ zwei exzellente Songs im Gepäck, die in diese Doomcore/Sludge-Richtung gehen, vor allem bedingt durch den kehligen und ausdrucksstarken Gesang von Joschi und die druckvolle Produktion, doch davon mal abgesehen beschreiten die Jungs eindeutig ihren eigenen Weg. Beispiele gefällig? Da wäre das beinahe poppige und direkt ins Ohr gehende „Threedouble Chime“, das mit einer Sitar überrascht, während im bereits erwähnten „Smoke Garden“ gut platziert ein Piano zum Zug kommt. Außerdem konnte Michelle Darkness von END OF GREEN als Gastsänger für das etwas Gothic-Metal-angehauchte „Beyond Dreaming“ verpflichtet werden, der somit zusammen mit Joschi ein wunderbar düsteres Duett abliefert. Und letztlich gibt es nach den erstaunlich schnellen, wütenden und treibenden „File Under Unexpected“ und „Drenched In Gasoline“ noch einen sehr ruhigen und mutigen Hidden Track, der nur von Gesang und Akustikgitarre getragen wird – und insgesamt wunderbar funktioniert, unter die Haut geht und eine weitere spannende Facette von UNDERTOW offenbart!

Kurzum: UNDERTOW haben sich erneut deutlich spürbar weiterentwickeln können, sind auf „Don’t Pray To The Ashes“ sowohl ein bisschen schneller als auch etwas experimenteller und ruhiger/nachdenklicher geworden, während beispielsweise mit „Art Of Falling“ und „Ashtray Memories“ auch genügend wuchtige Dampfwalzen-Songs vertreten sind. „Don’t Pray To The Ashes“ ist somit ein rundum exzellentes und mitreißendes Album der Schwaben geworden, auf dem trotz aller stilistischer Vielfalt alles klasse zusammenpasst und zu keinem Zeitpunkt erzwungen wirkt. Völlig verdiente sechs Punkte mit deutlicher Aufwärtstendenz! Weiter so!

Trackliste:
01. Intro
02. The Bitter Taste
03. Art Of Falling
04. Still Waiting
05. Threedouble Chime
06. Smoke Garden
07. Ashtray Memories
08. Beyond Dreaming
09. File Under Unexpected
10. Drenched In Gasoline [+ Hidden Track]
Spielzeit: 00:51:20

Line-Up:
Joachim „Joschi“ Baschin – Vocals, Guitar
Thomas Jentsch – Bass
Rainer Pflanz – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
06.02.2010 | 00:47
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