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Cover von Uneven Structure -- Februus
Band: Uneven Structure Homepage Uneven Structure bei MySpace.com Metalnews nach 'Uneven Structure' durchsuchenUneven Structure
Album:Februus
Genre:Ambient, Progressive, Thrash Metal
Label:Basick Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.11.11
CD kaufen:'Uneven Structure - Februus' bei amazon.de kaufen
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"Djent trifft Ambient"

Djent ist aktuell dabei, sich zu einem großen Trend zu manifestieren. So wachsen aktuell zur Genüge frische Bands heran, die das Genre bedienen. Eine Band in dem Sektor droht, alle andere den Weg zum Genre-Thron streitig zu machen: UNEVEN STRUCTURE. Mit "Februus" veröffentlichen sie ihr Albendebüt via Basick Records. Zuvor veröffentlichten sie die EP "8", die noch nicht sonderlich aus der Menge herausragte.

Nun ist alles anders: UNEVEN STRUCTURE haben ihr Songwriting bedacht und einige neue Akzente einfließen lassen. So startet das Album mit dem Track "Awaken", der gleich mal sehr gut zeigt, was den Hörer erwartet: Djent der heftigeren Sorte, gemischt mit einem Groove, bei dem man mitgehen muss, und zu guter letzter einen sehr starken Schuss Ambient, der nahezu gleichberechtigt in den Songs wabert. Awaken startet mit diesen Ambient und leichten Drone-Klängen und mündet in ein hektisches und verdammt grooviges Achtsaiter Gefeuer, das von Bass-Gitarre und -Drum mit ordentlich Druck begleitet wird. Doch halt, der Song wechselt in einen Clean-Gesangspart mit epischerer Instrumentierung. Ein Break zieht ein, der erst sanft beginnt, dann wieder auf der ultratiefen Achtsaiter-Klampfe alles niederreißt und wieder in Ambiente endet. Was zum Henker habe ich da gerade gehört, war mein erster Gedanke. Schon allein der erste Track haut einen derartig um, dass einem die Kinnlade herunterfällt. Verstärkt wird dieses Erlebnis zugegeben mit dem zugehörigen Musikvideo, das auch optisch das Lied nahezu perfekt untermalt. Auch ohne dieses gesehen zu haben, bilden sich aufgrund der extrem dichten Atmosphäre, die man mit dem Messer schneiden kann, Klanglandschaften. Das beste an "Februus" ist, dass die Songs einfach durchweg überzeugen, sprich, dieses verdammt hohe Niveau das ganze Album über tatsächlich gehalten werden kann. Das Album besteht aus sehr abwechslungsreichen Songs mit einer Menge Ambient-Einflüssen, sogar zwei astreinen Tracks nur in letzterem Genre ["Exmersion" und "Limbo"]. Die ruhigeren Passagen durchweben beinahe den ganzen Sound der CD und empfehle an dieser Stelle, "Februus" mehrmals mit einem guten Kopfhörer zu genießen, damit diese vollständig aufgesogen werden können. Die weiteren Songs bieten durchweg dieses Wechselbad der Gefühle zwischen aggressiv und melancholisch und schön, ohne dabei in irgendwelche kitschigen Regionen abzudriften. [wie z.B. die prominenten Kollegen TESSERACT und PERIPHERY] UNEVEN STRUCTURE haben tatsächlich ihr eigenes Revier geschaffen, das garantiert einige Nachzügler haben wird. Raum nach oben besteht natürlich immer, die Franzosen schaffen es aber, diese mit dem intelligenten Songwriting und einem großen und vor allem strammen Spannungsbogen zu kaschieren. So ist die CD ein wenig zu leise, aber dennoch druckvoll abgemischt und einige der deftigeren Passagen scheinen sich selten zu wiederholen; das ist alles aber nur Meckern auf extrem hohen Niveau, denn im Endeffekt findet hier eine nahezu perfekte Symbiose zweier Genres statt.

UNEVEN STRUCTURE haben echt was geschafft: sie haben Songs mit Hirn und Verstand geschrieben, mal ultra heavy, mal sehr ruhig. Das Album fesselt durchweg, ist absolut eigenständig und überbietet einige Größen im Bereich Djent ohne große Mühe. Jeder, der mit dem typischen Achtsaiter-Sound etwas anfangen kann, TESSERACT oder PERIPHERY [sowie einige andere] streckenweise zu poppig sind und offen für Ambient ist, sollte sich dringend dieses Album zulegen.
Der Longplayer wird als Doppel-CD mit einer Ambient/Drone Zweit-CD veröffentlicht und fließt NICHT mit in die Bewertung ein, da ich keine Möglichkeit hatte, diese Songs zu hören. Eine Empfehlung für "Februus" meinerseits gibt es auf jeden Fall!

Trackliste:
Disc Eins

01. Awaken
02. Frost
03. Hail
04. Exmersion
05. Buds
06. Awe
07. Quittance
08. Limbo
09. Plenitude
10. Finale

Disc Zwei

01. Dew Upon Shapeless Bounds
02. Winds From Untold Memories
03. Promises Of Our Early Days
Spielzeit: 00:55:56

Line-Up:
Matthieu Romarin - Gesang
Christian Schreil - Schlagzeug
Jérôme Colombelli - Rhythmus-Gitarre
Benoit Friedrich - Bass
Aurélien Pereira - Melodic Gitarre / Ambience
Igor Omodei - Rhythmus-Gitarre
Sascha Dörr [Saschisch] | 28.10.2011 | 20:24

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