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Band: Unexpect Homepage Unexpect bei Facebook Metalnews nach 'Unexpect' durchsuchenUnexpect
Album:Fables Of The Sleepless Empire
Genre:Avantgarde, Prog-Metal
Label:Factor
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:07.10.11
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"Entrümpelt"

UNEXPECT haben aufgeräumt. Krankte das Labeldebüt „In A Flesh Aquarium” [2006] teilweise noch an völlig überladenen, chaotisch arrangierten [bzw. scheinbar gar nicht arrangierten] Songs, deren Details im etwas zu dünnen Sound untergingen, so strahlt der Zweitling „Fables Of The Sleepless Empire” in vollem Glanz. Schließlich haben sich die Kanadier ganze fünf Jahre Zeit gelassen, um dieses Monster auf die Menschheit loszulassen. Das hat hörbar gut getan, denn man kann nach der Einfuhr dieses Werkes definitiv nicht verleugnen, dass UNEXPECT reifer und erwachsener geworden sind.

Das bedeutet allerdings nicht, dass „Fables Of The Sleepless Empire” in irgendeiner Form eingängig geraten wäre, denn Chaos herrscht hier immer noch vor – nur besser eben viel durchdachter, effektiver und besser auf den Punkt gebracht. Stilistisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert: Es regiert immer noch die völlig abgepfiffene Mischung aus hartem Prog, schüchternen Black Metal-Versatzstücken, Vaudeville/Cabaret/Zirkus-Atmosphäre, jazzigen Einschüben, schönen Melodien und allerlei sonstigen bunten Audioterror-Elementen. Die Gesangspalette dank einer Sängerin und zwei Sängern eben so vielseitig: Operngesang, Grunts, cleane Vocals – alles wild gemischt und meistens treffsicher. Nach einigen Durchläufen entfaltet „Fables Of The Sleepless Empire” seine volle Pracht und geht als wirklich originelles, vielseitiges, zuweilen natürlich anstrengendes Album ins Ziel, an dem man wirklich lange seine Freude hat, da es hier immer neue Details zu entdecken gibt. Auch Vergleichen mit anderen Bands entziehen sich UNEXPECT dieses Mal wieder geschickt. Einzelne Songs hervorzuheben macht hier nicht wirklich Sinn, da „Fabless Of The Sleepless Empire” tatsächlich wie aus einem Guss wirkt und auch am Stück genossen werden sollte.

Die Kanadier haben in jeglicher Hinsicht an sich gearbeitet, können endlich ihr riesiges Talent abrufen und haben mit ihrer insgesamt dritten Full Length-Scheibe definitiv eines der Highlights des Jahres abgeliefert.

Trackliste:
01. Unsolved Ideas Of A Distorted Guest
02. Words
03. Orange Vigilantes
04. Mechanical Phoenix
05. The Quantum Symphony
06. Unfed Pendulum
07. In The Mind Of The Last Whale (Interlude)
08. Silence This Parasite
Until Yet A Few More Deaths Do Us Part:
09. A Fading Stance
10. When The Joyful Dead Are Dancing
11. Until Yet A Few More Deaths Do Us Part...
Spielzeit: 00:55:47

Line-Up:
Leїlindel – Vocals
syriaK – Guitar, Vocals
Artagoth – Guitar, Vocals
Chaoth – Bass
Borboën – Violin
Landryx – Drums
Michael Siegl [nnnon]
07.10.2011 | 11:45
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