.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Unru
CD Review: Unru - Als Tier ist der Mensch nichts

Unru
Als Tier ist der Mensch nichts


Avantgarde, Black Metal, Post/Avantgarde Black Metal
4.5 von 7 Punkten
"Inhalt trotz oder dank Hipstertum"
Mehr aus den Genres
CD Review: Posthum - Posthum

Posthum
Posthum


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"Mmmh... Erbsensuppe?!?"
CD Review: Vanmakt - Ad Luciferi Regnum

Vanmakt
Ad Luciferi Regnum


Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Klare Steigerung zum Debüt!"
CD Review: REV 16:8 - Ashlands

REV 16:8
Ashlands


Black Metal
4 von 7 Punkten
"Guter Pausen-BM für zwischendurch"
CD Review: Handful Of Hate - You Will Bleed

Handful Of Hate
You Will Bleed


Black Metal
6 von 7 Punkten
"Italienische Feinkost"
CD Review: Throne Of Katarsis - Ved Graven

Throne Of Katarsis
Ved Graven


Black Metal
4.5 von 7 Punkten
"Die alte Schule"
CD Review: Iron Savior - Reforged - Riding On Fire

Iron Savior
Reforged - Riding On Fire


Power Metal, True Metal
Keine Wertung
"Klassiker auf Hochglanz"
CD Review: Eisley / Goldy - Blood, Guts And Games

Eisley / Goldy
Blood, Guts And Games


AOR, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gediegen, nicht seicht"
CD Review: Pretty Boy Floyd - Public Enemies

Pretty Boy Floyd
Public Enemies


Glam Rock, Sleaze Rock
4 von 7 Punkten
"Wenn die Spandex spannt..."
CD Review: Hittman - Hittman [Re-Release]

Hittman
Hittman [Re-Release]


US-Metal
Keine Wertung
"Die richtige Band zur falschen Zeit"
CD Review: Pink Cream 69 - Headstrong

Pink Cream 69
Headstrong


Hard Rock, Heavy Metal
6 von 7 Punkten
"Halsstarrige Hard Rock-Hymnen"
Cover von Unru -- Als Tier Ist der Mensch Nichts
Band: Unru Homepage Unru bei Facebook Metalnews nach 'Unru' durchsuchenUnru
Album:Als Tier Ist der Mensch Nichts
Genre:Black Metal, Crust
Label:Supreme Chaos Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.03.16
CD kaufen:'Unru - Als Tier Ist der Mensch Nichts' bei amazon.de kaufen
Share:

"Paradox der Hässlichkeit"

Als ich das erste Mal das Cover des neuen UNRU Albums sah, habe ich mich wirklich gefragt, ob die Jungs das ernst meinen. Wie man es auch dreht und wendet, es bleibt hässlich. Als ich dann das erste Mal den Sound des neuen UNRUS Albums hörte, traf mich auch hier der Schlag.

UNRU sind mir schon länger positiv durch ihre vorherigen Split-Veröffentlichungen mit PARAMNESIA und SUN WORSHIP bekannt und haben sich durch ausgiebiges Spielen in den Autonomen Zentren dieser Republik einen sehr guten Ruf aufgebaut. Kein Wunder also das SUPREME CHAOS RECORDS auf die Band aufmerksam wurden. Da es sich bei „Als Tier Ist Der Mensch Nichts“ erst um das Debut-Album der Band handelt, war ich natürlich doppelt gespannt. Und dann kamen die schon oben genannten Punkte ins Spiel.

„Zerfall & Manifest“ beginnt mit einem düsteren atmosphärischen Intro, um nach zweieinhalb Minuten mit schwerfälligen Riffs, begleitet durch ein kreativ eingesetzten Schlagzeug-Rhythmus, fulminant zu beginnen. Der Sound ist fett, verschlossen, finster und dreckig und klingt als würde die Band wirklich live vor einem spielen. Somit haben sie einen schon mal für den längsten Track des Albums geangelt. „Das Anna-Karenina-Prinzip“ wirkt insgesamt deutlich geordneter und ist damit, trotz seiner Länge von fast 13 Minuten, einer der eingängigsten Songs des Albums. Dies soll aber keinen Mangel an Abwechslung bedeuten. UNRU schaffen es perfekt über die komplette Songdauer zwischen monotonen, hypnotischem Riffing und wilden Akkordfolgen, zwischen schnellen Blastbeats und Doom-Passagen zu wechseln. Großartig! Deutlich kryptischer kommt „Hēdonḗe“ mit seinem schwerfälligen Doom daher. Hier zeigt sich der auf dem gesamten Album sehr abwechslungsreiche Gesang in all seinen Facetten. Growls, Screams, Shouts – das ganze Repertoire wird verwendet, ohne dabei unpassend zu wirken. „Totemiker“ konnte auch schon vorher im Stream gehört werden. Hier zeigen UNRU noch einmal all ihre Stärken und bieten ein rasendes düsteres Stück. Die Texte bieten dabei viel Zeit und Raum für Interpretation, die jeder für sich selbst finden sollte.

Verwundert, dass alles plötzlich so positiv klingt? Ich muss anmerken, dass sich diese Eindrücke erst nach mehrmaligem Hören herauskristallisieren konnten. Dieses Album fordert und gibt. Dieses Album ist dreckig und hässlich und dabei gleichzeitig wunderschön. Es stellt sich rebellisch gegen eine Szene, die nie Populär-Musik werden wollte und doch genau das geworden ist. Es trumpft auf mit einer derart fiesen Produktion, dass meine mittlerweile verweichlichten Ohren sich erst einmal daran gewöhnen mussten. Und das Album hat ein Cover was dies alles perfekt unterstreicht. Ein riesengroßer Mittelfinger an die etablierte Black Metal Szene, in der Schminken wichtiger als Kreativität ist, jeder von Individualismus faselt und dabei doch als Ganzes einem Abziehbild gleicht. Es ist ein mutiger Denkzettel und bietet dazu den perfekten Soundtrack. Auch wenn „Hēdonḗe“ mich, auch nach mehrmaligem Hören, nicht ganz packt und ich mir für ein Debüt ein bisschen mehr Musik gewünscht hätte, bleibt mein Fazit: „Danke UNRU, für dieses wirklich starke Album“.

Trackliste:
01. Zerfall & Manifest
02. Das Anna-Karenina-Prinzip
03. Hēdonḗe
04. Totemiker
Spielzeit: 00:36:17

Line-Up:
A.: Vocals
S.: Guitar
T.: Bass
H.: Drums
Dominic Kappelhoff [Dom]
18.03.2016 | 13:33
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin