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CD Review: Unru - Als Tier ist der Mensch nichts

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Cover von Unru -- Als Tier Ist der Mensch Nichts
Band: Unru Homepage Unru bei Facebook Metalnews nach 'Unru' durchsuchenUnru
Album:Als Tier Ist der Mensch Nichts
Genre:Black Metal, Crust
Label:Supreme Chaos Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.03.16
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"Paradox der Hässlichkeit"

Als ich das erste Mal das Cover des neuen UNRU Albums sah, habe ich mich wirklich gefragt, ob die Jungs das ernst meinen. Wie man es auch dreht und wendet, es bleibt hässlich. Als ich dann das erste Mal den Sound des neuen UNRUS Albums hörte, traf mich auch hier der Schlag.

UNRU sind mir schon länger positiv durch ihre vorherigen Split-Veröffentlichungen mit PARAMNESIA und SUN WORSHIP bekannt und haben sich durch ausgiebiges Spielen in den Autonomen Zentren dieser Republik einen sehr guten Ruf aufgebaut. Kein Wunder also das SUPREME CHAOS RECORDS auf die Band aufmerksam wurden. Da es sich bei „Als Tier Ist Der Mensch Nichts“ erst um das Debut-Album der Band handelt, war ich natürlich doppelt gespannt. Und dann kamen die schon oben genannten Punkte ins Spiel.

„Zerfall & Manifest“ beginnt mit einem düsteren atmosphärischen Intro, um nach zweieinhalb Minuten mit schwerfälligen Riffs, begleitet durch ein kreativ eingesetzten Schlagzeug-Rhythmus, fulminant zu beginnen. Der Sound ist fett, verschlossen, finster und dreckig und klingt als würde die Band wirklich live vor einem spielen. Somit haben sie einen schon mal für den längsten Track des Albums geangelt. „Das Anna-Karenina-Prinzip“ wirkt insgesamt deutlich geordneter und ist damit, trotz seiner Länge von fast 13 Minuten, einer der eingängigsten Songs des Albums. Dies soll aber keinen Mangel an Abwechslung bedeuten. UNRU schaffen es perfekt über die komplette Songdauer zwischen monotonen, hypnotischem Riffing und wilden Akkordfolgen, zwischen schnellen Blastbeats und Doom-Passagen zu wechseln. Großartig! Deutlich kryptischer kommt „Hēdonḗe“ mit seinem schwerfälligen Doom daher. Hier zeigt sich der auf dem gesamten Album sehr abwechslungsreiche Gesang in all seinen Facetten. Growls, Screams, Shouts – das ganze Repertoire wird verwendet, ohne dabei unpassend zu wirken. „Totemiker“ konnte auch schon vorher im Stream gehört werden. Hier zeigen UNRU noch einmal all ihre Stärken und bieten ein rasendes düsteres Stück. Die Texte bieten dabei viel Zeit und Raum für Interpretation, die jeder für sich selbst finden sollte.

Verwundert, dass alles plötzlich so positiv klingt? Ich muss anmerken, dass sich diese Eindrücke erst nach mehrmaligem Hören herauskristallisieren konnten. Dieses Album fordert und gibt. Dieses Album ist dreckig und hässlich und dabei gleichzeitig wunderschön. Es stellt sich rebellisch gegen eine Szene, die nie Populär-Musik werden wollte und doch genau das geworden ist. Es trumpft auf mit einer derart fiesen Produktion, dass meine mittlerweile verweichlichten Ohren sich erst einmal daran gewöhnen mussten. Und das Album hat ein Cover was dies alles perfekt unterstreicht. Ein riesengroßer Mittelfinger an die etablierte Black Metal Szene, in der Schminken wichtiger als Kreativität ist, jeder von Individualismus faselt und dabei doch als Ganzes einem Abziehbild gleicht. Es ist ein mutiger Denkzettel und bietet dazu den perfekten Soundtrack. Auch wenn „Hēdonḗe“ mich, auch nach mehrmaligem Hören, nicht ganz packt und ich mir für ein Debüt ein bisschen mehr Musik gewünscht hätte, bleibt mein Fazit: „Danke UNRU, für dieses wirklich starke Album“.

Trackliste:
01. Zerfall & Manifest
02. Das Anna-Karenina-Prinzip
03. Hēdonḗe
04. Totemiker
Spielzeit: 00:36:17

Line-Up:
A.: Vocals
S.: Guitar
T.: Bass
H.: Drums
Dominic Kappelhoff [Dom]
18.03.2016 | 13:33
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