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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Vöetsek -- Infernal Command
Band: Vöetsek bei Facebook Metalnews nach 'Vöetsek' durchsuchenVöetsek
Album:Infernal Command
Genre:Grindcore, Thrash Metal
Label:Selfmadegod Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:12.09.08
CD kaufen:'Vöetsek - Infernal Command' bei amazon.de kaufen
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"T[h]rashiges Höllengekloppe"

Wenn man einer Scheibe guten Gewissens das Attribut "sick" verleihen kann, dann "Infernal Command". VÖETSEK spielen infernalisch schnelles, kaputtes Zeug und machen dabei auch noch eine sehr gute Figur – Gefangene haben selbstverständlich keine Chance. Kein Wunder, dass man in den 21 Minuten knackige 17 Songs unterbringt.

VÖETSEK sind in erster Linie eine Thrash-Band – aber das hat ihnen wahrscheinlich niemand gesagt, denn manchmal wildert die Truppe auch frech im Grindcore-Gemüsegarten und pflückt NWOBHM-Tomaten im Gewächshaus. Zuweilen klingt das Ganze durchaus, als ob man die Vinyls von "Show No Mercy" und "Kill 'Em All" gleichzeitig und mit ordentlich Bonusumdrehungen abspielen würde. Das "Charmanteste" an der ganzen Chose ist übrigens das Gekeife von "Sängerin" Ami Lawless, die genauso aussieht, wie sie singt. Eine Frau, der man ganz und gar nicht im Dunklen begegnen möchte. So stelle ich mir definitiv eine "Dismember Momma" vor, um es mit einem "Infernal Command"-Song auf den Punkt zu bringen. Ami lässt die ganzen pseudoharten Grunzfrauen ganz schön alt aussehen und tritt mehr Arsch als eine Horde bisswütiger Zuchtbullen. Highlights kann man in dem Geschrote nicht unbedingt ausmachen, da die Songs meistens schon wieder vorbei sind, wenn man sich gerade Gedanken darüber macht, wie man das Teil denn nun findet. Jedenfalls degradiert "Infernal Command" die ganzen "Neoretro"-Thrash Kapellen wie MUNICIPAL WASTE oder EVILE zu netten Schoßhündchen, die man aus Mitleid streichelt.

Wer es grandios dreckig, schnell, hingerotzt, chaotisch und authentisch mag, der sollte sich "Infernal Command" trotz des rosa Alptraumcovers holen. Hätte der gute Woyzeck in einer Band gespielt, dann könnte das Ergebnis durchaus ähnlich klingen – somit wahrscheinlich eine der bizarrsten Thrash-Scheiben, die die Bay Area je hervorgebracht hat.

Trackliste:
1. Family Ties
2. Sorry Don't Mean Shit
3. Terror On The Dance Floor
4. Plagued By The Winds Of Conformity
5. W.W.L.D. [What Would Lemmy Do?]
6. Rethinking The Paradigm
7. Blueprint For The Perfect Circle Pit
8. Frozen Heart
9. Screwdriver Smile
10. Self-Righteous Fuckdom
11. Bully With A Badge
12. Aggro Fueled
13. Five Years In Iraq
14. Dismember Momma
15. Mucho Macho
16. Onward To Nothingness
17. Strange Fruit
Spielzeit: 00:21:23

Line-Up:
Ami Lawless – Vocals
Ben Reduction – Guitar
Jef Leppard – Guitar
Athena Dread – Bass
Scotty Karate – Drums
Michael Siegl [nnnon]
18.11.2008 | 23:36
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