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Band: V.A. Homepage  Metalnews nach 'V.A.' durchsuchenV.A.
Album:A Tribute To Japanische Kampfhörspiele
Genre:Avantgarde/Electronica, Grindcore, Pop
Label:Unundeux (Cargo Records)
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:01.12.11
CD kaufen:'V.A. - A Tribute To Japanische Kampfhörspiele' bei amazon.de kaufen
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"Bands drehen Band durch Fleischwolf!"

Das muss man wohl einen Erfolg nennen: JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE rufen angesichts ihrer Auflösung dazu auf, ihre Songs nach Belieben zu verhackstücken und zu verunstalten. Heraus kommt „A Tribute To Japanische Kampfhörspiele“ - 76 Stücke, verteilt auf zwei rotzevolle CDs.

Und wer jetzt glaubt, dass ich hier jede einzelne Version eines JaKa-Songs kommentiere, der ist verdammt noch mal schief gewickelt. Schon allein, weil die stilistische Bandbreite auf den beiden Scheiben wirklich enorm ist. Klar, etliche Bands [u.a. BASTARD PEELS, UNCHALLENGED HATE, THE ANAL TREATMENT XXX-PERIENCE, WARFIELD WITHIN, JACK SLATER etc.] haben selbst Wurzeln im Grindcore- oder Death Metalbereich und gehen entsprechend mit dem Ausgangsmaterial um. Aber selbst da klingt, und das dürfte genau im Interesse der Auftraggeber gewesen sein, kein Song wie der andere und schon gar keiner wie das Original. Ansonsten wurde von allen Beteiligen mit viel Spaß und Einfallsreichtum an der Musik herumgeschraubt, sie wurde zerhackt, anders wieder zusammengesetzt. Texte wurden umgedichtet, ins Portugiesische und Griechische übersetzt, mit falschem holländischem Akzent intoniert. Neue Musik wurde zu alten Texten fabriziert, neue Musik und neue Texte wurden fabriziert [YACÖPSAE und THE KANDIDATE] und alles dazwischen, was man sich so denken kann. Wo soll man da ansetzen? Bei den völlig aus dem Rahmen fallenden Interpretationen von „Abflussbestattung“ durch J. SCHIEL an der Kirchenorgel oder durch LAYERS im PETER LICHT-Wohlfühl-Elektropop-Gewand? Bei LOWER THAN ZEROs funkiger Version von „Der Westen ist geschockt? Oder bei SLOBODAN KAJKUTs ebenso einfachem wie treffendem Einfall zu „Auto“? Beim zappeligen Nintendo-Techno von STERN FUCKING ZEIT oder dem herrlich pöbeligen Rap/Crossover von HOOL TRIPLESEVEN? Bei Bandnamen wie GRÖHL KARAOKE, KANNIBAL KRACH oder EULENKRAMPF, jeder davon Alptraum aller Deutschlehrer und doch pures Gold?

Am Besten bei nichts davon, denn sonst wird die Rezension zu „A Tribute To Japanische Kampfhörspiele“ zu dem Fass ohne Boden, welches das Doppelalbum ohnehin schon ist. Wenn es normalerweise heißt, dieses oder jenes sei etwas für jeden Geschmack, dann enthält „A Tribute To Japanische Kampfhörspiele“ auf jeden Fall etwas gegen noch den tolerantesten Geschmack. Und auch die Essenz von JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE, die den Irrsinn der Welt wie kaum eine andere Band auf den Punkt gebracht und damit offenbar bei den unterschiedlichsten Leuten diverse Saiten zum Klingen gebracht haben. Schließen wir also mit den warmen Worten aus THE KANDIDATEs „JaKa vs deine Mutter“:

jaka sind die schwulste band auf der ganzen weiten welt
der rote ist dick
der drummer ist schwul
der basser ist ein
besoffenes schwein
der eine gitarrist trinkt pisse
der andere stinkt nach fisch
und der grunzer trägt
polohemden von lacoste

Trackliste:
CD1:

01. R3000 [D]- Hardcore in Echtzeit
02. Bastard Peels [AUT]- 1 t Mensch
03. Unchallenged Hate [D] - Gott ist satt
04. Rummelsnuff [D] - Minderleister
05. Wrong [D] - Unpünktlichkeiten
06. The Anal Treatment XXX-Perience [GR] - Effizienz (greek Version)
07. Layers [D] - Abflussbestattung
08. All Good Comes In Chaines [D] - Fan von gar nichts
09. Schwule Nuttenbullen [D] - Der Homo Sapiens
10. Jaka wie Hosso [D]- Pogoläden
11. Reanima [AUT] - Pogoläden
12. Deuscastiga [BR] - Sai fora
13. Warfield Within [D] - Zieh die Jacke falschrum an
14. Slobodan Kajkut [AUT] - Auto
15. Cortisol [CAN] - Lebendgewicht
16. Psycarnage [D] - Es lernt sich von selbst
17. By Brute Force [D] - Wir gehen in den Knast
18. Heifetz [AUT] - Die behinderten Punks von Peking
19. Phobiatic [D] - Die Kündigung
20. Geld Et Nelt [D] - Alle müssen weg
21. Der_Warrior [D] - Die Punks von Ehrenfeld
22. Anything But Yours [D] - Töte den Roboter
23. Desalmado [BR] - Cozido para animais
24. Vaulting [D] - Mann dreht Mann durch Fleischwolf
25. Beat Vox [D] - All das muss verunstaltet werden
26. Walking Dinos [D] - Diese Blackmetalband aus Dortmund (Deren Schriftzug ich nicht entziffern kann)
27. Gröhl Karaoke [D] - Das Gift ist da
28. Kruste [D] - Minderleister
29. Lower Than Zero [D] - Der Westen ist geschockt
30. Mozek Motors [D] - Nostradamus in Echtzeit
31. All N4tural [D] - Die Opfer und die Täter
32. Eulenkrampf [D] - Alle Regler auf Anschlag
33. Clone [D] - Hand ausrutscht
34. Pigs With Chainsaws [D] - Dement
35. White Eyes [D] - Klavier seziert
36. Spoilt Flesh [D] - Detonation Deutschland
37. Test [BR] - Todo mundo quer ficar bem [e nao fazê-lo]
38. Yacöpsae [D] - Schicht im Schacht

CD 2:

01. The Kandidate [D] - Jaka vs Deine Mutter
02. 100000 Tonnen Kruppstahl [D] - All das muss verunstaltet werden
03. Glöckner Brodschneider [AUT] - Was wenn?
04. No One Gets Out Alive [D] - Wir werden Gott
05. Clássicos Eternos [BR] - Ein blutiger Vormittag
06. Lieutenant Dave & The Vohwinkels [D] - Komm wir drehen einen Porno
07. Christoph de Babalon [D] - Wir haben nicht gewusst, dass es solche Lager gibt
08. Benninghoff [D] - Sektion JaKa
09. Zengaia [D] - Das Experiment
10. Tenderloin Hooker Needles [USA] - Business Class
11. J. Schiel [D] - Abflussbestattung (auf der Kirchenorgel)
12. All The Ashes [D] - Verpackt in Plastik
13. Excrementory Grindfuckers [D] - Verbrennt euer Geld
14. Re.Creator [USA] - Wissenswertes/Verrückter Traum/Überall
15. Stern Fucking Zeit [D] - Geräte hassen mich
16. Hool Tripleseven [D] - Verbrennt euer Geld
17. Jack Slater [D] - Verrat am Metal
18. Esgibtauchgeld [D] - Kaputte nackte Affen
19. My Cold Embrace [D] - Wir Reaktoren
20. Panzerfront [D] - Vorort
21. You Kill It We Grill It [D] - Komm, wir drehen einen Porno
22. Kannibal Krach [D] - Werd doch
23. Enddarm [D] - Musik
24. Coggy [D] - Meine spannenden Nachbarn
25. Noisebazooka [AUT] - Egal
26. Satanische Fahrstuhlmusik [D] - Leben weggeschmissen
27. Fruity Bongo Grind [D] - Komm wir drehen einen Porno
28. Die Chranks [D] - Koscher
29. Gods Will Be Done [D] - Effizienz
30. Makaaba [D] - Wir gehen in den Knast
31. Akolyth [D] - Geistesblitz
32. Schwarzer Storch [D] - Eruiert
33. Lattenrost [D] - Goldene Mitte
34. Anilingus [D] - Dement
35. Schlachtung [D] - Dresscode
36. Zeroed [D] - 1t Gott
37. World Downfall [D] - Scheisse der Lehrer
38. R3000 [D] - Outro
Spielzeit: 02:39:57

Line-Up:
Von fast 80 Bands die Mitglieder raussuchen? Klar doch! ;-)
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
25.11.2011 | 00:40
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