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"Bis der [Pest-]Arzt kommt"
Cover von Vader -- Impressions In Blood
Band: Vader Homepage  Metalnews nach 'Vader' durchsuchenVader
Album:Impressions In Blood
Genre:Death Metal
Label:Regain Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.09.06
CD kaufen:'Vader - Impressions In Blood' bei amazon.de kaufen
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"Peter macht den Wolf"

Man kann von dieser Band halten, was man will – in Sachen Produktivität macht Peter und seinen musizierenden Freunden keiner was vor. Der ständige Album/Tour/EP/Tour/Album – Rhythmus hindert Polens beständigste und führende Death Metal – Institution nicht daran, stets mit neuen hochwertigen Kompositionen aufzuwarten.

Die Hard – Fans brauchen diese Rezension hier eigentlich nicht. Vader klingen eben wie Vader: oldschoolig, hier und da thrashig und doch immer brutal. Peters Stimme zählt auch 2006 zu den Organen mit dem höchsten Wiedererkennungswert und Sound sowie Technik sind eh Bundesliga. Somit ist also zunächst alles geritzt, aber auch vorhersehbar.

Ende? Nicht ganz! Was ist also tatsächlich neu im Vader-Sound? Zunächst fällt auf, dass die Jungs im Gegensatz zum letzten Album „The Beast“ blasten, was das Zeug hält. Damit setzt man den Trend der EP „The Art Of War“ fort. Außerdem ist zu konstatieren, dass das Gitarren-Gespann Peter/Mauser mehr auf Twin-Harmonien setzt als zuvor, was dem Sound eine weitere packende Note verleiht. So ist zum Beispiel das Eingangsriff zu „Shadowfear“ ein Werk für die Ewigkeit, ebenso wie der geniale Ohrwurm „Helleluyah“ und das schleppende „The Book“. Als weiteres Bonbon gibt es hier und da gediegene Keyboard-Spielchen, die zusätzlich Atmosphäre verbreiten, aber nicht zur Enthärtung des Materials beitragen.

Die emotional-atmosphärische Seite von „Impressions In Blood“ äußert sich in dem ungeheuren Aggressions-Level, das über die scharfen Kanten der typischen Vader-Riffs, die ihrerseits von den unermüdlich prügelnden Blasts angetrieben werden, hervorragend in Szene gesetzt wird. Selbst ein getragener Song wie „Predator“ enthält diesen Kitzel, das Gefühl, dass einen jeden Moment der ausgehungerte Dobermann anspringen könnte.

Und darin besteht für mich die große Klase dieser Band bzw. dieses Albums. Hier wurde erschaffen und nicht aneinanderimprovisiert. In dieser Verfassung kann die Band auch junge Fans neuerer Sounds (vor allem amerikanischer Schule) gewinnen und von mir aus die nächsten zwei Jahrzehnte gediegen weitermachen.

Trackliste:
01. Between Day And Night
02. ShadowFear
03. As Heavens Collide...
04. Helleluyah!!! (God Is Dead)
05. Field Of Heads
06. Predator
07. Warlords
08. Red Code
09. Amongst The Ruins
10. They Live!!!
11. The Book


Marcus Italiani [Mattaru]
30.09.2006 | 14:30
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