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Album:Welcome To The Morbid Reich
Genre:Death Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:12.08.11
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"Back into the Reich of the wild"

Egal, wieviel unzählige Line-Up-Wechsel VADER nun schon seit 1983 hinter sich gebracht haben, Buddy, sie bleiben, wie sie sind. Einmalig und speerspitzenhaft im internationalen Death Metal-Sektor. Egal, was Peter Wiwczarek und seine Mannen auf uns loslassen, es hat stets Hand und Fuß, den nötigen fistigen und in die Eier tretenden Aggressivitätspegel und schlussendlich noch jenes unvergleichliche Old-School-Feeling, das aller technischen Klangwerkwundertaten des 21. Jahrhunderts zum Trotze ein ums andere Mal die Nackenhaare hoch stehen lässt.

„Welcome To The Morbid Reich" beginnt mit einem kurzem Atemholer und schon geht's ab mit dem Namen gebenden Titeltrack, der in typischer VADER-Manier knüppelig-thrashiges Geprügel mit reichlich morbider Atmosphäre und Ohren streichelnden Gitarrenmalträtierungen aus dem Käfig lässt. Für die Band charakteristische Midtempo-Groove-Parts gibt es auch wieder zuhauf, so zum Beispiel in „The Black Eye" oder „Black Velvet And Skulls Of Steel", etwas anders, ja stakkatomäßiger und mathematischer in „Come And See My Sacrifice". Auch okkultistisch hoch schwangere Momente mischen wie gewohnt mit und ziehen einem aufs Schaurigste in tiefe Lovecraftsche Abgründe.

Insgesamt muss man VADER attestieren, dass sie auch ohne großspurige Innovationen immer erfrischend und mächtig, ja fast majestätisch todesmetallisch klingen, so auch auf vorliegendem Silberling. Das meiste Material ist mehr als gutklassig, einiges herausragend. Das Einzige, was man schade finden könnte, ist, dass sie die vereinzelt episch-orchestralen Pfade vom 2006er Einmacheisen „Impressions In Blood" doch überraschend schnell wieder verlassen haben [Songs wie „Helleluyah (God Is Dead)" oder „Predator" haben einfach diese sinister-elegante Aura]. Dafür gibt's aber heute im Gegenzug 'ne ordentliche Schippe Hardcore Punk-Gescheppere: „Decapitated Saints". Ein Mega-Arschtreter, der zum Pogen und Sabbern animiert. Holy shit! Mehr davon! Obercremig und hitverdächtig auch „I Am Who Feasts Upon Your Soul", die reinste Bangermania! Und wer davon noch nicht genug hat, sollte sich mal „Lord Of Thorns" geben: überrollend, kurz und schmerzlos. Ja, VADER haben es wieder geschafft: Man möchte rein ins Reich of wild Death Metal!

Trackliste:
01. Ultima Thule
02. Return To The Morbid Reich
03. The Black Eye
04. Come And See My Sacrifice
05. Only Hell Knows
06. I Am Who Feasts Upon Your Soul
07. Don't Rip The Beast's Heart Out
08. I Had A Dream...
09. Lord Of Thorns
10. Decapitated Saints
11. They Are Coming...
12. Black Velvet And Skulls Of Steel
Spielzeit: 00:37:37

Line-Up:
Piotr „Peter“ Wiwczarek - Vocals, Guitar
Waclaw „Vogg“ Kieltyka - Guitar
Tomasz „Reyash“ Rejek - Bass
Pawel „Paul“ Jaroszewicz - Drums
Markus Amadeus Sievers [Lester Bangt]
21.07.2011 | 16:38
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