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Cover von Valborg -- Nekrodepression
Band: Valborg Homepage Valborg bei Facebook Metalnews nach 'Valborg' durchsuchenValborg
Album:Nekrodepression
Genre:Avantgarde, Black/Death Metal, Punk
Label:Zeitgeister
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.11.12
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"Die Suche nach dem Grab im Ich"

Vier Jahre, vier Alben – alle unterschiedlich, experimentell, gewagt und trotzdem oder gerade deswegen unverkennbar VALBORG. „Nekrodepression” ist düsterer, dreckiger, drückender als „Barbarian” [2011] und zum einen eine musikalische Zusammenfassung der bisherigen VALBORG-Werke, aber gleichzeitig zum anderen auch ein großer Schritt nach vorne. Man singt inzwischen über weite Strecken auf Deutsch, was „Nekrodepression” seinen ganz eigenen okkulten Anstrich verleiht.

Auch hier pendeln VALBORG wieder zwischen schüchterner Progressivität und schwarzer Primitivität, CELTIC FROST und der Zähflussigkeit von DISEMBOWELMENT. Die Hardrock-Anleihen der Vorgänger findet man hier höchstens im Songtitel von „Springtime Woman”, der Track selbst erinnert an eine paralleluniversale Kreuzung aus CARNIVORE und alten TYPE O NEGATIVE. „Massaker in St. Urstein” könnte nicht nur ein Songtitel der vergessenen SCHWANENSEE sein, nein, sogar das Geschrei und große Teile der Musik erinnern massiv an Chris Zenk und Konsorten. Gewidmet ist das Album allerdings Diedrich Hünten, dem Sänger der Bonner Underground-Formation OBSCURE FUCKUP, der 1991 im Alter von 19 Jahren Selbstmord beging und dessen Persönlichkeit und Musik bei der Band einen bleiben Eindruck hinterlassen hat.
Songs wie der Opener „Sakarale Vernichtung” oder „Tempelberg” sind primitive, rohe Riffmonolithen mit drückender Produktion und tiefschwarzer Atmosphäre, die schlichtweg begeistern. Besonders packend ist auch das sechsminütige „In Ekklesia” mit seinem wunderbaren Ambient-Nachhall „Opfer”, das wiederum in einen punkigen, kaputten Hiddentrack mündet, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um eine OBSCURE FUCKUP-Coverversion handelt.

Vielleicht ist „Nekrodepression” nicht das beste, ambitionierteste Werk der Band, aber bestimmt das Album von VALBORG, das man am häufigsten hören wird. Weil es eine Aura hat, die man von VALBORG bisher nicht kannte. Man könnte vermuten, dass es die gleiche Aura ist, die VALBORG so an Diedrich Hünten fasziniert hat...

Trackliste:
01. Sakrale Vernichtung
02. Ich fresse die alte Sommernacht
03. Zyklop
04. Tempelberg
05. Kloster
06. Kugelblitz
07. Under The Cross
08. Massaker In St. Urstein
09. Springtime Woman
10. Taufe
11. In Ekklesia
12. Opfer
Spielzeit: 00:49:08

Line-Up:
Christian Kolf – Vocals, Guitar
Jan Buckard – Bass, Vocals
Florian Toyka – Drums
Michael Siegl [nnnon]
07.12.2012 | 14:33
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