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Reviews von Van Canto
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"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Van Canto -- Dawn Of The Brave
Band: Van Canto Homepage Van Canto bei Facebook Metalnews nach 'Van Canto' durchsuchenVan Canto
Album:Dawn Of The Brave
Genre:Power Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:07.02.14
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"Das Überraschungsmoment ist weg"

Gitarren sind Metal. VAN CANTO haben keine Gitarren. VAN CANTO sind folglich kein Metal. Das ist eine Schlussfolgerung, die Saiten-Fetischisten, Puristen und dem A-Capella Abgeneigte gerne ins Feld führen, wenn es um das deutsche Sextett mit dem Schlagzeug und der Stimmgewalt geht. Nichtsdestotrotz erfreuen sie sich großer Bekanntheit und nicht zuletzt auch großer Beliebtheit. Mit "Dawn Of The Brave" ist nunmehr das fünfte Studioalbum der A-Capella-Metaller im Handel.

Neben neun Eigenkompositionen haben auch erneut einige Cover-Versionen den Weg auf den Silberling gefunden. Diesmal sind es vier Stücke, die nicht alle aus metallischen Gefilden stammen. Das ist aber nicht weiter schlimm, VAN CANTO sind ja ohnehin kein Metal – nicht wahr? Nach dem Intro-Track legt das mit Pathos gespickte "Fight For Your Life" dennoch eine ordentliche Mid-Tempo-Performance hin, die Fans weitläufige Mitsing- und Mitgröhl-Gelegenheit bietet. Eine dynamische, schwungvolle Nummer, die schnell ins Ohr geht. So geht es auch bei den anderen Nummer weiter. Beide Leadsänger, Inga Scharf und Philip Dennis "Sly" Schunke, finden immer wieder Gelegenheit ihre gesanglichen Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Von Inga Scharf kann die ein oder andere Sängerin im Metal noch etwas lernen. So punktet sie unter anderem bei "To The Mountains" und "The Awakening", bei dem sie manche Power- und Symphonic-Interpretin in den Schatten zu stellen weiß. Trotzdem fällt der Leadgesang in der Gesamtbetrachtung von "Dawn Of The Brave" nicht nur positiv ins Gewicht. Man hat nicht selten das Gefühl, das hier Potenziale nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft werden. Vielleicht entspringt dieses Gefühl aber auch der Tatsache, dass der "Aha"-Effekt bei VAN CANTO nicht mehr aufkommen mag. VAN CANTO bringen ihre Stücke a capella auf die Bühne – abgesehen vom Schlagzeug. Dabei gibt es viel "Rakkatakka" und "Ramtamtam" und ein schmissige Hookline. Oder gleich ein Ohrwurm-Cover. Das Konzept ist mittlerweile bekannt und schmeißt keinen mehr vom Hocker. Nachdem der Überraschungseffekt verflogen ist, kommt einem das neue Album allenfalls als Durchschnittsware à la "Hab' ich schon hundertfach gehört" vor. Leider gehen dabei auch neue Perlen unter, die vielleicht erst beim x-ten Durchlauf zünden. Dazu gehört das unterhaltsame "Badaboom", welches das Live-Set der Band ebenso deutlich bereichern wird, wie das hymnische "The Other Ones". Der lässige Hard-Rock-Song "Steelbreaker" zeigt zudem, dass sich VAN-CANTO nicht immer nach Power Metal anhören müssen. Und schließlich darf man auch die Bedeutung der Cover-Versionen bei VAN CANTO nicht unterschätzen: "The Final Countdown" ist von der Band gut in Szene gesetzt, lässt aber den gewissen "Kick" vermissen, der den Song ausmacht. Für die Festivals im Sommer ist es aber schon jetzt ein Erfolgsgarant. Letztlich ist es nie verkehrt einen Song dieses Kalibers in petto zu haben. Auch "Holding Out For A Hero" – ja, der Bonnie-Tyler-Klassiker – schlägt in dieselbe Kerbe. Leider offenbart sich hier, dass Inga Scharf nicht ans Original heranzukommen vermag. Die Ballade "Into The West" ist ein unvermuteteres Cover aus dem "Der Herr der Ringe"-Soundtrack, das nach dem schnellen und mitreißenden "My Utopia" wie eine gezogene Handbremse wirkt. Am Ende des Albums wird BLACK SABBATHs "Paranoid" unter die Räder genommen. Dabei handelt es sich um eine längst überfällige Hommage, die als stimmungsvoller Rausschmeißer herhält. VAN CANTO sparen sich hier weitgehend Spielereien und rakkatakkern den Song geradewegs durch.

Im Großen und Ganzen liefern VAN CANTO mit "Dawn Of The Brave" ein ordentliches Album ab, jedoch sicher nicht das beste ihrer Laufbahn. In den Songs steckt weniger Ohrwurmpotenzial als erhofft, das Album bewegt sich aber noch immer über der Ebene des Belanglosen. Vieles wirkt eher verkrampft und lässt die Lockerheit der bisherigen Werke vermissen. Hier stellt sich die Frage, ob VAN CANTO das Album um des Albums Willen aufgenommen haben oder eher, um neues Material für die immer wieder überzeugenden Live-Darbietungen zu haben. Auch die Frage, ob VAN CANTO nun Metal sind oder nicht, bleibt unbeantwortet.

Trackliste:
01. Dawn Of The Brave
02. Fight For Your Life
03. To The Mountains
04. Badaboom
05. The Final Countdown
06. Steel Breaker
07. The Awakening
08. The Other Ones
09. Holding Out For A Hero
10. Unholy
11. My Utopia
12. Into The West
13. Paranoid
Spielzeit: 00:49:48

Line-Up:
Bastian Emig - Drums
Stefan Schmidt - Low Rakkatakka Vocals, Wah-Wah Vocals
Inga Scharf - Lead Vocals
Sly - Lead Vocals
Ross Thompson - High Rakkatakka Vocals
Ingo Sterzinger - Doom-A-Bass Vocals
Sebastian Kronenberg [sebyK]
21.04.2014 | 14:20
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