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Cover von Van Canto -- Voices Of Fire
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Album:Voices Of Fire
Genre:Symphonic / Epic Metal
Label:earMusic
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:11.03.16
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"Keine Gitarren, keine Cover – dafür aber ein Konzept"

Sage und schreibe zehn Jahre sind ins Land gezogen, seit VAN CANTO mit ihrem Debütalbum "A Storm to Come" den A-Capella-Metal einem breiten Publikum vorstellten und salonfähig machten. Mit dem nunmehr sechsten Studioalbum "Voices Of Fire" stellt die Band ihr "Metal Vocal Musical" vor – ein Konzeptalbum, welches mehr als nur das ist. Gemeinsam mit Autor Christoph Hardebusch hat VAN CANTO eine Geschichte geschaffen, die nicht nur von der Band vertont, sondern auch als geschriebener Roman mit dem Titel "Feuerstimmen" erhältlich ist. Dabei ist das Album nicht Soundtrack zum Roman und der Roman ist nicht Buch zum Album. Crossmedial, wie moderner Marketingsprech es gerne nennt, entstand dieses Werk in sechsjähriger Zusammenarbeit.

Wie es sich für ein Album mit umklammernder Geschichte gehört, gibt es natürlich Prolog, Epilog und gesprochene Übergänge zwischen den einzelnen Stücken. Nicht nur Fantasy-Liebhaber dürften sich darüber freuen, dass Schauspieler John Rhys-Davies als Sprecher gewonnen werden konnte. Er spielte den Zwerg Gimli in Peter Jacksons Verfilmung von "Der Herr der Ringe". Erster musikalischer Akt des Albums ist "Clashing On Amour Plates", in dem weitere prominente Unterstützung zu hören ist: Der ebenfalls aus Filmproduktionen bekannte Chor LONDON METRO VOICES verleiht den Kompositionen auf "Voices Of Fire" einen epischen Klang. Insgesamt sind die Songs auf dem Album komplexer als die meisten Tracks vorheriger Werke, doch gleichzeitig verpassen sie es auch häufiger, den Hörer mitzureißen. Das altbewährte Rakkatakka setzt sich nur selten im Gehörgang fest. Stilistisch bewegt sich die Band zumeist auf den Pfaden europäischen Symphonic Metals und liefert solide, aber nicht überragende Melodien ab. Einen schwungvollen Ausflug in rockigere Regionen bietet allerdings "Time And Time Again" mit seinem coolen Groove. "All My Life" bietet anschließend zumindest in der Theorie Sängerin Inga Scharf eine Bühne, ihr Können als Lead-Sängerin zu zeigen. Sie hält sich auf dem gesamten Album jedoch stark zurück und bleibt hinter ihren eigenen Leistungen zurück. Erwähnung sollte hier auch der Song "Battleday's Dawn" finden, der als sechster Track auf "Voices Of Fire" erstmals wirklich rockt: Schneller Rakkatakka-Rhythmus, aggressive Vocals und treibendes Schlagwerk erhöhen die Geschwindigkeit deutlich. Der Song ist, genau wie das darauffolgende "Firevows (Join The Journey)" ein Tipp für kommende Live-Auftritte.

Auf "Voices Of Fire" zeigt sich VAN CANTOs Songwriting epischer als sonst, verpasst aber, bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Das gelang auf den ersten fünf Alben der Combo noch besser. In der Natur des Konzeptalbums liegt es zudem, dass VAN CANTO auf eines ihrer Markenzeichen verzichten müssen: A-Capella-Cover bekannter Metalsongs. Das wird dem ein oder anderen sicher auf diesem Album fehlen, doch hier geht es ohnehin um die Geschichte von Feuerstimmen. Um die ganz Geschichte mit allen Facetten zu erleben und tiefer in die Welt hinter dem "Metal Vocal Musical" einzutauchen, sollte man neben dem Album auch das Buch lesen. VAN CANTO selbst bieten auf ihrem Album eine spannende Geschichte, aufbereitet mit guten Ideen und noch solidem Songwriting.

Trackliste:
01. Prologue
02. Clashings On Armour Plates
03. Dragonwake
04. Time And Time Again
05. All My Life
06. Battleday's Dawn
07. Firevows (Join The Journey)
08. The Oracle
09. The Betrayal
10. We Are One
11. The Bardcall
12. To Catharsis
13. Epilogue
14. Hymn
Spielzeit: 00:55:18

Line-Up:
Ross Thompson - High Rakkatakka Vocals
Sly - Lead Vocals
Inga Scharf - Lead Vocals
Stefan Schmidt - Low Rakkatakka Vocals, Wah-Wah Vocals
Bastian Emig - Drums
Jan Moritz - Bass Vocals
Sebastian Kronenberg [sebyK]
01.05.2016 | 19:30
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