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Cover von Varg -- Das Ende aller Lügen
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Album:Das Ende aller Lügen
Genre:Metalcore
Label:Napalm Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:15.01.16
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"Was soll die Aufregung?"

VARG sind eine Band, die sehr stark polarisiert- soviel dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Es mag verschiedene Gründe dafür geben. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich mit dem Thema VARG und derer Vergangenheit nicht auseiandergesetzt und kann dementsprechend unbelasteter an eine Rezension gehen.

Auf dem neuen Album von VARG, "Das Ende aller Lügen" findet sich um Großen und Ganzen keine Spur mehr von der Stilrichtung der Band wieder - bzw. der Stilrichtung, die VARG von Presse und Fans, oder auch aus dem eigenen Lager heraus, verpasst worden ist. Pagan, Viking, Folk - Fehlanzeige. Vielmehr präsentieren sich VARG als tpische Vertreter des Metalcore, vor allem was den Gesang von Philip Seiler angeht. Von den Instrumenten her (mit teilweise genialer Gitarrenarbeit) begibt man sich auf eine ziemlich moderne und einprägsame Reise. Eigentlich bollert die Scheibe von der ersten Minute volles Rohr und lässt nur wenig Platz für Pausen. Hin und wieder besinnt sich die Gruppe auf ihre Wurzeln ("Streyfzug") und kommt etwas zur Ruhe, wobei die clean gesungengen Passagen sehr zur Nummer passen und durchaus zu gefallen wissen. Das Album ist insgesamt eine Gradwanderung zwischen ansprechend und aufdringlich/nervend. Es gibt Tracks, die dazu animieren, die Anlage aufzudrehen und die Rübe zu schütteln ("Dunkelheit", "Totentanz" oder "Revolution"). Dann gibt es aber Songs, die auf Dauer nicht so sehr zu gebrauchen sind ("Achtung", "Wintersturm"), gerade in Hinsicht auf die eher einfach gehaltenen Texte. Apropos Texte: Da mögen sich die Geister mit Sicherheit scheiden, denn Themen wie Kameradschaft, Rache, töten, kämpfen, "...Flammen lodern lassen..." usw. haben einen faden Beigeschmack. Zwar thematisieren englichsprachige Bands oder englische Texte oft gleiche Inhalte, aufgrund der deutschen Ausdrucksweise kann natürlich von außerhalb so einiges hineininterpretiert werden. Doch eine Band wie VARG weiß natürlich, wie sie a) ihre Fans bedient und b) ihre Kritiker dazu einsetzen kann, im Gespräch zu bleiben. Der Charterfolg von "Das Ende aller Lügen" spricht da freilich für sich - vor allem mit dem Cover.

Warum VARG so viel Aufsehen erregen, kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Aber in Zeiten, in denen Gruppen wie POWERWOLF oder SABATON die Charts geradezu stürmen, wundert mich nichts mehr. "Das Ende aller Lügen" ist kein schlechtes Album, aber auch sicher kein Überflieger. Der anfängliche Ausschnitt aus "Der große Diktator" ist jedoch lobenswert.

Trackliste:
01. Der große Diktator
02. Das Ende aller Lügen
03. Revolution
04. Streyfzug
05. Achtung
06. Dunkelheit
07. Totentanz
08. Einherjer
09. Wintersturm
10. Ascheregen
Spielzeit: 00:39:20

Line-Up:
Philip Seiler - Vocals, Guitars
Silvester Grundmann - Drums
Timo Schwämmlein - Bass
Patrick Zarske - Guitars
Ingo Nentwig [Pinhead]
06.02.2016 | 13:29
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