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.: CD-REVIEWS :: Varg - Guten Tag
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"Täglich grüßt der Wolf" | ||||||||||||||||||
| Das VARG nicht everybodys Darling sind, steht fest. Wollen sie nicht und brauchen sie nicht. Warum auch, denn das letzte Album „Wolfskult“ brachte die doch bisweilen umstrittene Band in respektable Chart Positionen. Und ja, ich gebe zu, mit „Wolfskult“ landete man bei mir einen Treffer. Daher war ich also nun gespannt wie nur irgendwas, wie das Folgealbum „Guten Tag“ sich aus der Affäre ziehen würde. Um es vorweg zu nehmen, es macht sich ein wenig Enttäuschung breit. Nicht, das „Guten Tag“ nun ein Fehlschlag wäre, aber die Platte vermag es nicht, mich zu Begeisterungsstürmen zu animieren. Dabei geht es eigentlich gut los. Nach kurzem Intro erschallt der Titeltrack, der überraschenderweise einen starken Punk Einschlag besitzt. Coole Nummer, man wagt sich ein wenig aus dem Fenster. Was mich nun bereits ein wenig stört, ist der eher durchwachsende Sound. Es fehlt, und das macht sich über die ganze Distanz bemerkbar, diese Wucht, die mir immer noch von „Wolfskult“ im Ohr klebt. Gerade was den Gesang angeht, der scheint mir arg zu leise abgemischt. Aber dann sind es im Endeffekt doch die Songs, die diese Schwarte in meinen Augen nicht wirklich wettmachen können. Sicher, man bietet auch gewohntes Futter, „Frei Wie Der Wind“ [Was für ein gnadenloser Songtitel] zum Beispiel ist das, was die Fans hören wollen. Genauso wie „Angriff“ mit seinem Country - Riffing zu Beginn. Ich kann auch nichts dafür, Assoziationen sind nun mal so. Gelungen, zumindest textlich, finde ich „Was Nicht Sein Darf“. Es geht um das Thema Priester/Kinder. Ihr wisst schon. Das VARG diesbezüglich keine Blätter vor den Mund nehmen, versteht sich, ist in diesem Falle auch völlig in Ordnung und es gibt nichts daran auszusetzen. Außer vielleicht, das die Strophe doch sehr nach RAMMSTEIN klingt. Dann wäre da noch der in Englisch gesungene Track „A Thousand Eyes“, der mit tatkräftiger Unterstützung von KORPIKLAANI Sänger Jonne eingespielt wurde. Was den Song nicht pauschal besser macht. Durchwachsener Pagan Stoff, vielleicht sogar der Schwachpunkt des Albums. Besser wird es dann mit „Wieder mal verloren“. Der Titel klingt nach Weidner, die Musik allerdings tendiert in Richtung IN EXTREMO. Nicht zuletzt Dank der Mithilfe von ELUVEITIE Musikant Päde. Überhaupt hat „Guten Tag“ zum Ende hin überraschend brauchbare Momente. „Leben“ und besonders „Anti“ sind gute Nummern, denen ich eine etwas längere Halbwertzeit in meinem Player zutraue. Unter dem berühmten Strich lässt sich sagen, das VARG im direkten Vergleich zu „Wolfskult“ ein wenig schlechter abschneiden. Obwohl sie, was ich der Band positiv anrechne, nicht auf der Stelle treten und immer auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten sind. Und genau da liegen eigentlich die Stärken des Albums. Meiner Meinung nach hätte man noch ein wenig mehr Mut und Konsequenz in die Songs bringen können. „Guten Tag“ ist ein Album, mit Fans dieser Band ihre Freude haben werden, so sie denn bereit sind, den Weg mit zu gehen. Mir persönlich fehlt hat immer der letzte Funke, der zündende Moment, wo ich Feuer zu fangen bereit wäre. Ein gefälliges, aber nicht unbedingt hochklassiges Album. | ||||||||||||||||||
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