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Band:  Metalnews nach 'Various Artists' durchsuchenVarious Artists
Album:Niewelkraien
Genre:Black Metal, Pagan Metal
Label:Det Germanske Folket
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:07.01.09
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"War was?"

Die weltweite Wirtschaftskrise verschlang bislang Trilliarden von Euro, ein Arbeitslosenrekord wird gleich vom Nächsten abgelöst. Den Labels geht seit Jahren das Geld aus, weil pöhse Filesharer ihr virtuelles Unwesen treiben und es dem Endkunden leicht machen, hinter das schön aufgemachte Blendwerk auf Dilettantisches stoßen zu können. Der metallische Untergrund [wie man das auch heutzutage definieren mag] stirbt jedoch nicht weg, einzelne Labels können sogar behaupten, mit ihm ihre Kosten abzudecken, sich auch ebensowenig in höchst spekulativen Presswerk-Schwitzübungen zu verzetteln. Dafür bedarf es entweder richtig geiler Bands oder, auf was anscheinend immer öfter zugegriffen wird, das zehnte Nebenprojekt von irgendwelchen vom einem konstanten Overhype lebenden Statisten im andauernden Black-Metal-Epos.

Det Germanske Folket haben eine dritte Variante: Hoffnungslos inspirationslose Haufen, die man um jeden Preis in das Kurzzeitgedächtnis des an härteren Stilen interessierten Stinos reinhämmern will. Dass dafür gleich drei Bands auf einer Split-CD [!] Platz finden, freut den Schreiberling trotz aller Sinnlosigkeit des Aufziehens eines solchen Projektes in der heutigen Zeit.

Die durch diverse vergangene Fauxpas gebrandmarkten HEIMDALLS WACHT fangen an, "Threnos" heißt das Stück und ist teils biedere, naturromantische "Reim dich oder ich beiß dich"-Textausführung mit schiefen Klargesängen sowie ganz akzeptablem, wenn auch recht einfallslosem Akustik-Geklimper, zum anderen unterproduzierter Schepper-Dresch-BM zum Vergessen. Nichts furchtbar Schlechtes, aber dennoch ziemlich Langweiliges, das künstliche Langziehen von höchstens für vier Minuten unterhaltsamen Semi-Ideen gibt dem Ganzen den Todesstoß.

Dasselbe in Grau - wenn auch noch penetranter auf simpelster Melodieführung stützend - führen WINTERLIEKE vor, die auf einem simplen Riff geschlagenen fünf Minuten rumreiten, bis sie das Double-Bass-Gewitter entdecken und mit einer kurzen Überleitung daherkommen, die zeigt, dass HEERVADER doch etwas mehr können, als man zunächst vermutet. Wenn die Kombo beim nächsten Mal auch noch davon Abstand nimmt, ihren Gesang durch ein zehn Jahre altes Billig-Headset aufzunehmen, dann könnte tatsächlich etwas ganz Passables in Zukunft von WINTERLIEKE kommen.

"Abgerundet" wird dieses Experiment von den Käsekloppern HEERVADER, welche sogleich versuchen, eine Bierzelt-Stimmung auf eine nächtliche Waldlichtung zu projizieren. Irritiert die Schunkel-Rhythmik zunächst ein wenig, versaut einem die Mischung aus halbherzigem Gekeife und müdem Gegröhle gleich den ganzen Spaß am Hören. Würden sich die Jungs auf reine Instrumental-Arbeit beschränken, wie sie es im gesamten Mittelteil von "Berserkgangr" tun, dann wäre ich weitaus glücklicher mit ihren Ergüssen. Hirnverbranntes Humppa-Gehopse mit dicken schwarzen Kajalstreifen gibt es so schon zur Genüge.

Abgesehen von den aufgezählten Schnitzern fällt "Niewelkraien" kaum weiter auf. Für einen gewissen Unterhaltungswert müssen da schon die ziemlich lächerlichen Liner-Notes von HEIMDALLS WACHT herhalten, aber die haben wiederum eine Webseite, mit der sie uns mitteilen, dass das Internet doof ist. So gesehen stellt "Niewelkraien" einen kleinen Kalauer im ewigen Running Gag dieser Band dar, der Rest dürfte hierzulande publicity-mäßig wieder flugs unter den Tisch fallen.

Trackliste:
1. HEIMDALLS WACHT - Threnos
2. WINTERLIEKE - Nebelkrähen
3. HEERVADER - Berserkvangr
4. HEERVADER - Voorwarts!
Spielzeit: 00:34:58

Line-Up:
HEIMDALLS WACHT:
Narhemoth - Gesang
Saruman - Gesang, Gitarren
Feuerriese - Schlagzeug

WINTERLIEKE:
-

HEERVADER:
Gedachte - Gesang, Gitarren
Geheugen - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
19.09.2009 | 22:54
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