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Band: Various Artists Homepage  Metalnews nach 'Various Artists' durchsuchenVarious Artists
Album:Trash Can Dance: Lumi
Genre:Avantgarde, Black Metal, Death Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:15.11.10
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"Schnee"

Stilecht in einer DVD-Hülle kommt der stilistisch extremste Part der ersten "Trash Can Dance"-Trilogie daher, wobei genau an dieser Stelle die Nettigkeiten aufhören und fortan die akustischen Messer gewetzt werden. Die Freunde des schwarzen sowie tödlichen Metal-Vergnügens ließ der Macher hinter dieser Compilation nicht einsam zurück, sondern offenbart einen mehr als ordentlichen Querschnitt durch fast die gesamte aktive extreme Metal-Szene Estlands. Schade, dass TESTICLE VOMIT nicht mehr unter den Lebenden rüpeln, dann hätte das Paket hier noch einen kleinen Tick Wahnsinn

Egal, denn das, was man sich hier in 13facher Dosis reinziehen kann, ist auch ganz schön schnieke. UWE BOLL starten den Schlachtreigen of death mit einem heimproduzierten Song, der den Anhängern des brutalen Todesmetalls sicher zusagen wird. Relativ rasch jedoch gewinnen die Nägelträger die Oberhand, wobei mein persönlicher Favorit REALM OF CARNIVORA [meiner Meinung nach die beste BM-Kapelle aus dem Baltikum] von ihrer aktuellen MCD "Ancient Ire" mit eines ihrer besten Stücke aller Zeiten auffährt, das vor wüster Intensität und konstanter Bosheit nur so überkocht. Der Rest von "Lumi" braucht allerdings kein Versteck aufzusuchen, schließlich warten hier einige Anwärter für richtige Großtaten. Man nehme zum Beispiel den Vorab-Mix von THOU SHELL OF DEATHs "The Forest Of Shadows Part I", das gemächlich voranschreitende Düsternis mit Schwermut gekonnt in einen Fluss aus elegischen Melodien kanalisiert. Ebensowenig von schlechten Eltern tönt BESTIAs "Ronkade Parved", dessen Norsecore-mit-ein-wenig-Heideneinfluss zwar ein klein wenig zu stark unterprudziert und holprig aufgenommen wurde, die Ideen allerdings dieses Manko glatt aufwiegen können.

Das im Gegensatz zum restlichen Programm sanfte Töne anstimmende Abschlussstück "Üksinduse Nutetud Pisarad" von TARM lässt eine im Extrem-Metal-Bereich besonders hörenswerte Angelegenheit ausklingen. Irgendwie ist es schon schade, dass sich nicht mehr Individuen da draußen Gedanken über eine derartige Zusammenstellung machen und quasi Werbung für die Musiker ihres Landes machen. Bis ein diesbezüglicher Trend aufflammt, ist in "Lumi" investiertes Geld keineswegs als Verschwendung zu betrachten.

Trackliste:
01 - Uwe Boll - Apadravya
02 - Mass In Comatose - Chemical Lobotomy
03 - Altheria - Brainsex
04 - Langenu - Silmitu Ilmutis
05 - Urt - Karjed Pimedast Metsast
06 -Bestia - Ronkade Parved
07 - Realm of Carnivora - Carcass Of Time
08 - Põhjast - Nichts Zu Sagen
09 - Pime - Rännak
10 - Thou Shell of Death - The Forest Of Shadows Part I [Raw Mix]
11 - Form - Aerial
12 -Wrath Is Evergreen - Crystal In The Night
13 - Tarm - Üksinduse Nutetud Pisarad
Spielzeit: 01:16:01

Line-Up:
-
Michael Bambas [Micha]
21.11.2010 | 16:59
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