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Band: Vaura Homepage  Metalnews nach 'Vaura' durchsuchenVaura
Album:The Missing
Genre:Avantgarde, Prog-Metal, Progressive
Label:Profound Lore Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.10.13
CD kaufen:'Vaura - The Missing' bei amazon.de kaufen
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"Experiment: Gelungen!"

Den bekanntesten Namen, den man im Line-up von VAURA finden kann, ist wohl Kevin Hufnagel, der momentan bei den Legenden von GORGUTS die Leadgitarren bearbeitet und diese auch für „Colored Sands“ eingespielt hat. Die anderen Herren scheinen unbekannter zu sein, aber – so viel darf verraten werden – nicht minder begabt. Denn VAURA, die im Jahre 2012 ihr erstes Album „Selenelion“ [nein, nicht Céline Dion] veröffentlicht haben, schlagen schon dieses Jahr wieder zu und hauen dieser Tage ihre zweite Langgrille namens „The Missing“ raus – diesmal jedoch über Profound Lore Records.

Ich habe ja viel erwartet – und auch befürchtet – als ich gelesen habe, dass VAURA Progressive Metal spielen, aber sicherlich nicht dies: einen vollkommen eigenständigen Zugang zu diesem Genre, der mit Shoegaze-Momenten verfeinert ist und trotzdem verdammt heavy ist. Irgendwo zwischen Bands wie ALCEST, AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN, ARTIC PLATEAU, SIGUR RÓS, DREAM THEATER und PINK FLOYD [jetzt höre ich mit dem Namedropping auf] musizieren die vier Jungs aus Brooklyn und erschaffen dabei eine Atmosphäre, die zum Verweilen und zum Träumen einlädt. Während jedoch Bands wie ALCEST sich langsam aber sicher in ihrem Schwebezustand verlieren, bleiben VAURA immer auf dem Boden und reichern ihre Musik mit ordentlichen Drums, brutalen Riffs und einem donnerndem Bass an, so dass einem förmlich die Spucke wegbleibt. So bieten VAURA auf „The Missing“ eine großartige Mischung aus verschiedenen musikalischen Landschaften und Gefühlen: sei es, dass man sehr verträumt und schon fast zärtlich daherkommt wie beim Opener und Titeltrack „The Missing“; sei es, dass man düster und basslastig agiert wie beim schleppenden „Mare of the Snake“; sei es, dass man schon fast Indie-Pop/Rock Momente verarbeitet wie beim langen und dennoch spannenden Rausschmeißer „Putting Flesh to Bone“ – VAURA beweisen auf jedem Song ihre Klasse und ihren Einfallsreichtum. Langeweile? Fehlanzeige! Vorwerfen kann man ihnen höchstens [und das tue ich tatsächlich ein bisschen], dass sie manchmal schon fast zu heftig und metallisch unterwegs sind und dadurch die verträumte Stimmung zerstören. Aber dennoch ist der Zugang der richtige, denn für mich haben bis jetzt nur AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN bewiesen, dass man zauberhafte und psychedelische Musik mit harschen Elementen verbinden kann [und zwar nicht nur in einzelnen Songs oder Zwischenspielen, sondern auf Albumlänge], ohne deren Atmosphäre zu zerstören. Aber während die Holländer Black Metal Vocals einsetzen, bleiben VAURA bei etwas in den Hintergrund gemischten Gesangseinlagen und versuchen vor allem mithilfe von Bass und Drums die Heavyness des Heavy Metals mit der Fragilität von Progressive/Shoegaze-Musik zu verbinden. Dass dieses Experiment so großartig funktioniert, hängt auch mit der sehr vollen und durchdachten Produktion zusammen, welche die einzelnen Momente der Musik wirklich gut zum Ausdruck bringt.

Die Tatsache, dass ich in diesem Review so mit Worten ringe, hängt damit zusammen, dass ich diese musikalische Reise, die VAURA bieten, einfach nicht in Worte fassen kann. „The Missing“ muss man – so kitschig es klingt – erleben und fühlen, um es beurteilen zu können. Gerade in den letzten Herbsttagen werde ich diese Scheibe nicht aus meinem Kopf kriegen. Und Profound Lore beweisen wieder einmal, dass sie einfach ein Händchen für talentierte MusikerInnen haben!

Trackliste:
01. The Missing
02. Incomplete Burning
03. The Fire
04. Mare Of The Snake
05. Pleasure Blind
06. Passage To Vice
07. The Things That We All Hide
08. Braced For Collapse
09. Abeyance
10. Putting Flesh To Bone
Spielzeit: 00:49:06

Line-Up:
Toby Driver - Bass
Charlie Schmid - Drums
Kevin Hufnagel - Gitarre
Josh Strawn - Gesang, Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
22.11.2013 | 22:54
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