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Cover von Vehement -- All That's Behind
Band: Vehement Homepage Vehement bei Facebook Metalnews nach 'Vehement' durchsuchenVehement
Album:All That's Behind
Genre:Death/Thrash Metal, Thrash Metal
Label:My Kingdom Music
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:26.10.09
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"Feinkost aus Slaytalien"

Slaytalien-welch wunderbarer Neologismus; und er passt eben auch recht gut um dieses Review zu starten. Denn dieses Mal liegt ihm eine italienische Thrash Metal Band aus dem idyllischen Verona mit Namen VEHEMENT zu Grunde. Diese gibt es nun schon seit dem Jahre 2002, zu Beginn jedoch noch als MORPHEUS. Mit "All That's Behind" schießen die Jungens nun ihr erstes Full-Length auf den Markt; und das kann sich hören und sehen lassen.

Die Italiener deklarieren ihre Musik selbst als "Killer Thrash Metal", was gar nicht so verkehrt ist, denn VEHEMENTs Thrash Metal ist schneller und technischer als das, was man zumeist als Standard Thrash Metal bezeichnen würde und weist deutliche Death Metal-Attribute auf. Sogar in der Stimme, welche zwischen rauen, leicht schreiend dargebotenen Clearvocals à la Tom Araya, einer etwas träumerischen Gesangsstimme in Richtung FILTER und tiefen Growls sowie vereinzelt sogar schwarzmetallischen Screams wechselt. Diese lassen oft den Gedanken an Death Metal aufkeimen, passen jedoch gut ins Konzept und sind nicht derart präsent, dass es dem thrashigen Charakter schaden würde. Besonders stark sticht das Drumming heraus, welches wahnsinnig treibend, schnell und ausgefeilt jeden einzelnen Song in die richtigen Bahnen lenkt, dabei äußerst abwechslungsreich mit vielen Fill-Ins und Tom-Rolls arbeitet und schön knackig für den richtigen Rhythmus sorgt. Da sitzt jeder Snare-Schlag an der richtigen Stelle und an Double-Bass Parts wird hier auch nicht gespart. Die Riffs wirken angenehm frisch und durchdacht, sind dabei aggressiv und energiegeladen, jedoch sind VEHEMENT auch für lange, melodische Soli zu haben. Im Gesamten ist "All That's Behind"sehr homogen und eingängig, bietet einige Überraschungen und macht eine Menge Spaß. Hier kann man sich noch über passende Melodie-Wechsel und ausgereiftes Songwriting freuen, das mit vielen Ideen und Konzepten, wie Radio-Einspielern und leichten Genre-Übergriffen frisch, neu und vor allem lebendig wirkt. Trotz des recht hohen technischen Grades auf dem sich VEHEMENT bewegen, sind die Songs nicht zu schwer und angenehm zu hören und vermitteln fließend und gefühlvoll die Intention jedes einzelnen Tracks. VEHEMENT müssen sich mit ihrem Debüt in keinster Weise verstecken und stehen musikalisch nicht wesentlich unter bekannten Genre-Größen wie SLAYER, SUSPERIA oder DESTRUCTION. Die äußerst gelungene Abmischung trägt nicht unwesentlich zur Hörfreude bei, denn jedes Instrument kommt hier voll zur Geltung und die Lautstärke-Balance zwischen Gitarren und Gesang ist nahezu ideal. Ein zweifellos gelungenes Thrash Metal Album, was Traditionelles sowie frische Ideen geschickt und ansprechend miteinander verbindet. Als dringende Hörempfehlung sollte zum ersten "Slaughter House Of Parliament" genannt werden, gewiss auch, wenn natürlich nicht als einziger Beweggrund, aufgrund des recht amüsanten Refrains, welcher bei fahrlässigem Zuhören die Worte: "Schnauze, Schnauze, halt deine Schnauze" preisgibt und zum zweiten der reine Instrumental-Song "The Art Of Oppression", welcher mit wunderbaren Soli aufwartet und den höchsten Melodie-Reichtum dieser Platte bietet.

Mit "All That's Behind" werden VEHEMENT wohl eine Menge Aufsehen erregen können; selten geht ein Debüt gleich derart in die Vollen und weiß so von sich zu überzeugen. Das war mit Sicherheit nicht das Letzte, was wir von den italienischen Thrashern gehört haben, zu Recht. Da steckt noch ordentlich Potential drin.

Trackliste:
1. Al Suelo Todo el Mundo
2. The Slow Drowing Of Morality
3. All that's Behind
4. Preachers Of Warfare
5. Mask
6. Sloughter-House of Parliament
7. Memento Mori
8. High Blood Pressure
9. No Reason To Fight For
10. The Art Of Oppression
Spielzeit: 00:45:58

Line-Up:
Filippo "Ciccus" Buzzi - Guitar
Stefano "Safi" Savi - Drums
Michele "Mick" Cordioli - Vocals, Bass
Alberto Todeschini - Guitar
Tobias Naumann [Necrologue]
22.10.2009 | 16:27
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