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Band: Vert Homepage  Metalnews nach 'Vert' durchsuchenVert
Album:Accepting Denial
Genre:Alternative, Emocore, Nu Metal
Label:Casket Music
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:04.05.07
CD kaufen:'Vert - Accepting Denial' bei amazon.de kaufen
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"Gesangs-Schützenfest ohne Treffer"

Spätestens seit BULLET FOR MY VALENTINE schießen die Emorock und –Core Bands regelrecht wie Pilze aus dem Boden und jeder will ein Stück abhaben vom dicken Kuchen dieser Industrie. Während einige geradlinig in die Trauerkerbe schlagen und vor Tränen kaum noch das Publikum sehen, wissen andere sich nirgendwo so recht einzuordnen. Wie Letzteren ergeht es auch den Briten von VERT, die irgendwo zwischen britpoppigem Nu Metal, Emocore und Heavy Rock liegen. An mancher Stelle lassen sich sogar Einflüsse der US-Punkszene erahnen.
„Was soll ich mir denn bitte darunter vorstellen?“, mag sich nun der ein oder andere fragen und genau so durchtrieben, wie die Beschreibung, klingt auch die Musik der Band.

Es scheint, als habe man sich auf die Fahne geschrieben, so viele Taktwechsel wie möglich in einen Song zu packen und zwischen aggressivem Geshoute und cleanem Gesang ebenso oft zu wechseln. Musikalisch mag dies ja durchaus für zwei bis drei Songs aufgehen, bevor es dann einfach zu kalkulierbar wird, aber spätestens beim Gesang dürften sich die Geister scheiden. Während die Shoutparts durchaus in Ordnung gehen, kann man ein Zukneifen der Augen oder ein verstörtes Stirnrunzeln nicht wirklich verhindern, sobald es in höhere Gesangsgefilde geht. Hier erleben wir Kehlkopf- und Pressgesang pur und man sollte sich schleunigst überlegen, diese Parts [zumindest live!] eine Oktave tiefer anzusetzen. Versuchte Variation in der Gesangsstimme endet hier leider des Öfteren in gnadenloser Schrägheit und so kann man beim Schützenfest der Töne nicht viele Treffer verzeichnen. Mit Schecken denke ich hier gerade an den letzten Track des Albums, „Whisper“, der mit seinen 10 Minuten und 23 Sekunden kein bisschen Gnade walten lässt. Zum Glück ist die zweite Hälfte des Songs rein instrumentaler Natur!

Rein instrumentell betrachtet sind VERT auf gar keinem so schlechten Weg, denn Tanzbarkeit und ein doch recht gutes Maß an grooviger Rhythmik stehen außer Frage, auch wenn manche Songs sich so rein gar nicht in den Gesamstil einfügen wollen [„Skin“].

Insgesamt kommen VERT auch bei mehreren Durchläufen und gekonnter, auf den Gesang bezogene Ignoranz, auf keinen grünen Zweig. Bleibt für die Anhänger dieses Genres zu hoffen, dass man bald seinen Stil findet und evtl. über einige Gesangslinien noch einmal den Rotstift kreisen lässt. Ich hoffe, sie akzeptieren ihre Ablehnung.

Trackliste:
01. Echo
02. Accepting Denial
03. Reducer (Seep)
04. Feeling
05. Chasing The Spark
06. A Scream For Independence
07. Room For One More
08. My Desolation
09. Skin
10. Whisper


Patrick Franken [Border]
26.06.2007 | 21:31
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