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Cover von Victimizer -- Tales Of Loss And New Found Serenity
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Album:Tales Of Loss And New Found Serenity
Genre:Death Metal
Label:Deitydown Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:09.11.10
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"Blutwurst statt Trendkost"

Knappe anderthalb Jahrzehnte lang knüppeln die tulpenländischen VICTIMIZER schon durch die Death Metal Szene. In dieser Zeit faulenzte man ein Demo, eine Full Length und eine EP in die Gemeinde. Höchste Zeit also, dass sich ein professionelles Label endlich den langsamen Visionären annahm.

Dieses hat man nun in Deity Down Records gefunden und quasi die jahrelang angestauten Kreativitätsschnipsel auf einen Silberling gepresst. Herausgekommen ist ein herrlich zeitloses Stück Extrem-Musik, das weder den öden Slam- noch den blöden Frickel-Core-Trends folgt, aber dennoch überhaupt nicht altbacken klingt. „Tales Of Loss And New Found Serenity“ ist eine Wanderung durch die sehenswertesten Landschaften der Death-, Thrash- und Black-Metal-Gefilde, wobei die Todesblei-Kunst definitiv die erste Geige spielt. Besonders schön ist die Tatsache, dass die Herren ihr Augenmerk auf echte Songs und effizient killende Riffs und Licks legen. Die Album-Highlights „A Psalm To The Fallen“ und „Left Unsung“ sprechen hier Bände. Auch der Mut zu elaborierten Gitarren-Soli darf beklatscht werden, wenn man in dieser Beziehung auch manchmal ein wenig auf die Bremse hätte treten und den einen oder anderen Platzhalter-Ton hätte vermeiden dürfen.
Aber egal, VICTIMIZER blasten dort, wo sie fix sein müssen, und grooven da, wo die Matte kreisen sollte. Dass ihnen klare Grenzen scheißegal sind und sie sich mal an KATAKLYSM und mal an EMPEROR orientieren, macht sie umso sympathischer.
Den Sound hat man sich bei Dan Swanö veredeln lassen, was zu einem differenzierten Klangbild geführt hat, das die technische Klasse der Band schön unterstreicht, auch wenn ich mir den Drumsound noch etwas knalliger gewünscht hätte.

Fazit: Eine Platte, mit der man sich lange beschäftigen kann, ohne Langeweile zu verspüren. Brutalität und Melodik ringen über die gesamte Distanz miteinander, ohne zu ermüden. Und das Tolle daran: Sowohl Partybanger als auch verkopfte Fans bekommen das, wonach sie verlangen.

Trackliste:
01. For What Matters Now
02. A Psalm To the Fallen
03. Bodhi’s Lyric
04. Left Unsung
05. Past The Eulogy
06. To Preserve From Precipice
07. Feeding The Rats
08. Reunited For Eternity
Spielzeit: 00:45:23

Line-Up:
Niels – Vocals
Richard – Guitar, Vocals
Andrew – Guitar
Chris – Bass
Romeo – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
28.12.2010 | 18:09
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