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Album:Heart Of The Phoenix
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:13.01.17
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"Drachenzähmen leicht gemacht"

Mit „Heart Of The Phoenix“ legen die Leipziger VICTORIUS ihr mittlerweile viertes Album vor. So ganz unbekannt ist die Band ja nicht mehr, seit über einem Jahrzehnt tingeln sie durch die Lande, unter anderem als Support von VAN CANTO, MYSTIC PROPHECY und FREEDOM CALL sowie derzeit auch von GRAVE DIGGER.

Produziert und gemixt wurde das Album von Lars Rettkowitz [FREEDOM CALL], gemastert letztendlich von R.D. Liapakis [MYSTIC PROPHECY]. Bleibt sozusagen alles in der Familie. Man könnte es salopp auch so formulieren: Die deutschen HAMMERFALL sind wieder da. Und das ist mit Verlaub gar nicht abwertend gemeint. Obwohl die Schweden sicherlich als Orientierungshilfe dienen, schaffen es VICTORIUS auf „Heart Of The Phoenix“ einen eleganten, eigenen Sound zu präsentieren. Dabei spart man nicht mit gängigen Klischees, „Hail To The King“-Geprahle und Lobeshymnen an Drachen sind natürlich ebenso am Start wie solche abgedroschenen Phrase „Die By My Sword“. Und so ziehen VICTORIUS ihren Stiefel mit wohl durchdachten Kompositionen durch, die zum einen schnell auf den Punkt kommen und zum anderen genug Freiraum für kleine, aber feine Details lassen. Meiner Meinung nach hätten die Gitarren etwas mehr in den Vordergrund produziert werden können, ansonsten geht auch der Sound vollkommen in Ordnung. Einzelne Songs mag ich so gar nicht hervor heben, weder positiv noch negativ. Und doch fallen mir aber am Ende zwei Tracks ein, die so ein wenig aus der Reihe tanzen. Da wäre „Virus“ zu nennen, hier geht es mal richtig in die Tiefe. Der Song geht nicht leicht ins Ohr, soll er auch nicht. Auf jeden Fall für mich der beste Song des Albums. Was ich bei „A Million Lightyears“ nicht unterschreiben würde. Eine zwar schöne, eingängige Nummer, bei der man sich eine weibliche Gesangsstimme zu Hilfe geholt hat und mit der man versucht, ganz im AVANTASIA-Style zu punkten. Gefällig, aber nicht unbedingt zwingend notwendig.

„Heart Of The Phoenix“ ist im Grunde genommen eines dieser Alben, welches man immer mal wieder zu jeder Gelegenheit rausholen und ohne Ohrenbluten genießen kann. Wer eben auf Combos wie FREEDOM CALL oder HAMMERFALL steht, der macht bei diesem Album von VICTORIUS eigentlich gar nichts falsch.






Trackliste:
01. Shadowwarriors
02. Hero
03. End Of The Rainbow
04. Die By My Sword
05. Sons Of Orion
06. Heart Of The Phoenix
07. Empire Of The Dragonking
08. Hammer Of Justice
09. Beyond The Iron Sky
10. Virus
11. A Million Lightyears
Spielzeit: 00:45:26

Line-Up:
David Baßin - Gesang
Dirk Scharsich - Gitarren
Florian Zack - Gitarren
Andreas Dockhorn - Bass
Frank Koppe - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
20.01.2017 | 11:36
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