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Cover von Victory -- Don't Talk Science
Band: Victory Homepage  Metalnews nach 'Victory' durchsuchenVictory
Album:Don't Talk Science
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Golden Core
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.05.11
CD kaufen:'Victory - Don't Talk Science' bei amazon.de kaufen
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"Grandioser Abschied"

Während sich ihre Website noch mit dem einprägsamen Satz “Victory Is Back!!!“ schmückt, sind die Hannoveraner Rocker eigentlich schon zur Tür raus, denn die Truppe hat beschlossen, dass knappe 30 Jahre im Geschäft genug sein müssen. Sang- und klanglos wollen sich VICTORY aber natürlich nicht verabschieden, weshalb es zum Abschied mit „Don’t Talk Science“ noch ein letztes Album gibt.

Anders als die Ebenfalls aus ihrer Ecke stammenden SCORPIONS haben VICTORY aber offenbar keineswegs vor, sich mit einem bloßen Durchschnittswerk zu verabschieden und haben sich für ihr Abschlussalbum noch mal richtig viel Mühe gegeben: Schon das Opener-Duo „Restless“ und „Speak Up“ gibt mit zwei direkt aus den goldenen 80ern importierten Uptempo-Stampfern standesgemäß die Marschrichtung von „Don’t Talk Science“ vor, allerdings geht der Truppe auch im weiteren Verlauf der Platte keinesfalls die Puste aus – eine knappe Stunde lang wissen VICTORY ihre Hörerschaft mit überraschend frischen Sound, viel Spielfreude und schlichtweg ansteckend guter Laune zu unterhalten, wobei die Truppe stilistisch irgendwo zwischen ihrer Heimatstadt, dem Sunset Strip und dem vereinigten Königreich zu suchen ist. Soll heißen: Die Hannoveraner erinnern genauso an die SCORPIONS wie an die Kalifornier RATT, klingen in Nummern wie „Love Kills Love“ und „Burn Down The City“ aber auch reichlich britisch, was Vergleiche zu WHITESNAKE nahe legt. Das mag auch an der überaus variablen Stimme ihres neuen Frontmanns Jioti Parcharidis liegen, der sowohl wie eine Mischung aus Brian Johnson und ACCEPT-Röhre Mark Tornillo als auch WHITESNAKEs David Coverdale zu klingen vermag und somit über ein extrem variables Organ verfügt. So ist auch für reichlich Abwechslung gesorgt, da sich auf „Don’t Talk Science“ schmissige Rocker nahtlos an groovendes Midtempo reihen, wobei das Gitarrenduo Herman Frank und Tommy Newton sowohl mit edelstem Riffing als auch schmackhafter Gitarrenarbeit brilliert. Glücklicherweise verzichtete die Truppe auch auf die ansonsten übliche schwülstige Ballade, was „Don’t Talk Science“ durchgehend zu einem Vergnügen für jeden Headbanger macht. Zum Abschluss gibt’s noch das POINTER SISTERS-Cover „I’m So Excited“, was an sich schon eine nette Idee ist, die hier auch noch stilecht umgesetzt wurde.

Mit „Don’t Talk Science“ bieten VICTORY ein kurzweiliges Hörvergnügen in der idealen Schnittmenge aus Heavy Metal und Hard Rock – da es sich dabei obendrein um eines der besten Alben ihrer bisherigen Schaffensgeschichte handelt, hat die Truppe ihren Fans ein Abschiedsgeschenk gemacht, das kaum zu überbieten ist und nach dem sie mit Sicherheit schmerzlich vermisst werden. Reinhören, kaufen, abfeiern!

Trackliste:
01. Restless
02. Speak Up
03. Rock Star
04. Love Kills Love
05. Burn Down The City
06. Down Load Down
07. Right Between The Eyes
08. Blinded By Darkness
09. No Return
10. Victim Of Lies
11. Go To Hell
12. Waiting For The Wind
13. I'm So Excited [POINTER SISTERS-Cover]
Spielzeit: 00:50:27

Line-Up:
Jioti Parcharidis - Vocals
Herman Frank - Guitar
Tommy Newton - Guitar
Fargo Peter Knorn - Bass
Achim Keller - Drums
Thomas Meyns [Metalviech] | 25.05.2011 | 13:29

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