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Album:Doom, Gloom, Heartache & Whiskey
Genre:Hard Rock, Rock'n'Roll, Stoner Rock
Label:Powerage Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:23.01.09
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"Man stelle sich eine versiffte Bar vor..."

Man stelle sich eine Bar vor. Eine richtig versiffte Bar. Der Umriss eines Bildes, das mal an der Wand gehangen hat, lässt erahnen, welche Farbe die Wände ursprünglich hatten, die Stühle tragen allesamt die Narben diverser Wirtshausschlägereien und abgesehen von ein paar Verlierern, die mit gesenkten Kopf vor ihrem Bier sitzen, ist normalerweise nicht viel los. Voll ist der Laden eigentlich nur, wenn von Zeit zu Zeit eine Rockband - die vor- und nachher für gewöhnlich mit Flüssignahrung entlohnt wird – auf einer viel zu kleinen Bühne einen extrem lautes Gastspiel gibt. Kann man sich diese Bar in etwa vorstellen? Ja? Nämlich genau in so einem Schuppen könnten, nein, sollten VIKING SKULL spielen!

Na gut, der Bandname ist zugegeben etwas irreführend. Da vermutet man wohl eher einen schwedischen AMON AMARTH-Verschnitt als eine deftige Rockband aus England. Schwamm drüber, immerhin sagt ja der Albumtitel „Doom, Gloom, Heartache & Whiskey“ ganz klar, was Sache ist. Hierbei dürften die zwei Gitarristen Tony Iommi [BLACK SABBATH] das ein ums andere Mal auf die Finger geschaut haben, aber auch neuere Kaliber, wie etwa CLUTCH und GRAND MAGUS, dürften bei dem englischen Quintett nicht auf taube Ohren gestoßen sein. Somit grooven VIKING SKULL, dass es die reinste Freude ist, und auch Sänger Roddy Stone hat seine Hausaufgaben gemacht. Bei seiner herrlich versoffenen Stimme tippe ich mal auf viele Jahre intensiven Zigaretten- und Whiskey-Konsum, so will es zumindest das Rock-Cliché. Genauso wie Lieder übers Saufen [„Double Or Quits“] und dem anschließenden Kater danach [„Hair Of The Dog“]. Solange das aber so cool und überzeugend wie auf „Doom, Gloom, Heartache & Whiskey“ klingt, bin ich gerne bei dem einen oder anderen Drink dabei. Beendet wird der Spaß dann auch noch mit einer richtigen Wirtshaus-Ballade [Saloon-Klavier inklusive]. Dass das Stück - mit dem appetitlichen Refrain „We’re gonna drink / drink till we shit the bed” - mit fast sieben Minuten Spiellänge praktisch zum Epos der Platte avanciert, ist aber letztens definitiv zu viel des Guten.

An sich eine prima Sache, diese CD, gäbe es da nicht Punkteabzug wegen der arg knappen Spielzeit. Zieht man nämlich den lahmen Rausschmeißer ab, kommt man auf gerade mal eine halbe Stunde. Jungs, in der Zeit kann man sich doch für gewöhnlich keinen Rausch antrinken!? Allerdings gibt es ja auch die Repeat-Taste. Klickt also gefälligst auf das rote MySpace-Symbol und gebt den englischen Wikingern eine Chance! Ich hol mir in der Zwischenzeit erst mal ein Bier, der Sound macht eben durstig… Man sieht sich dann in besagter Bar!

Trackliste:
01. Start A War
02. Doom, Gloom, Heartache & Whiskey
03. In Hell
04. Hair Of The Dog
05. Shot Down
06. Double Or Quits
07. In For The Kill
08. 19 Swords
09. Drink
Spielzeit: 00:37:12

Line-Up:
Roddy Stone - Vocals
Dom Wallace - Guitar
Rich Vose - Guitar
Waldie - Bass
Jess Margera - Drums
Amadeus Mader [Ammosarier]
16.01.2009 | 23:50
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