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Band: Virgin Steele Homepage  Metalnews nach 'Virgin Steele' durchsuchenVirgin Steele
Album:Nocturnes Of Hellfire & Damnation
Genre:True Metal, US-Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:19.06.15
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"Katastrophal"

1981 von Frontmann David DeFeis und dem seit Langem ausgestiegenen Gitarristen Jack Starr gegründet, etablierten sich VIRGIN STEELE bald als eine der wichtigsten U.S. Metal-Bands der ersten Generation. Bis heute veröffentlichen die Herren regelmäßig neue Alben und sind auf sämtlichen einschlägigen Festivals gern gesehen. Mit „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ hat die Truppe um Herrn DeFeis nun ihr nächstes Album in den Startlöchern.

Hört man sich „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ an, ist allerdings nur schwer nachzuvollziehen, warum VIRGIN STEELE ein solcher Legendenstatus zuteilwird, denn hier liegt Einiges im Argen. Musikalisch natürlich wie eh und je im pathosschwangeren U.S. Metal verwurzelt kann man der Truppe um David DeFeis auch auf ihrer neuesten Platte zumindest in Sachen Songwriting keine größeren Vorwürfe machen – mag sein, dass die ein oder andere Nummer auf „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ ein bisschen zu langatmig geraten ist, aber insgesamt oszilliert die Band hier durchaus gekonnt zwischen kernigerem Heavy Metal, stadiontauglichem Rock und ab und an auch balladesken Momenten. Hier endet die Liste der Pluspunkte des neuen VIRGIN STEELE-Albums jedoch bereits. Erstes großes Negativum dieser Platte ist die geradezu sträflich künstliche Produktion. Hier treffen dünnste Kunststoff-Gitarren auf Synthie-Sound direkt aus einer Spielhalle der Spätachziger und dünnblütige Retorten-Pianos. Das ist im Endergebnis dann derart wenig dynamisch, dass es dem letzten Output der Kollegen von LILLIAN AXE in blutleerer Seelenlosigkeit in nichts nachsteht und jegliche Atmosphäre im Keim erstickt wird – bei Musik, die vornehmlich auf mitreißende Eingängigkeit und Gänsehaut-Pathos setzt, ist das natürlich das Todesurteil. Als wäre das noch nicht genug, setzt Bandkopf DeFeis mit seinem Gesang allerdings noch ein gewaltiges Manko oben drauf. Das allerdings nicht, weil er keinen Ton mehr trifft oder seine Stimme gelitten hätte, sondern viel mehr, weil er im Dauerlauf derart exzentrische stimmliche Spielerein anstellt, dass man seine Performance auf „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ schlicht nicht ernst nehmen kann. Mr. DeFeis klingt mit dem Gequietsche, das vermutlich als Screams durchgehen soll, ab und an eher wie ein gequältes Nagetier denn wie ein True Metal-Sänger. Diese in keiner Weise nachvollziehbaren Vokal-Eskapaden lenken leider von den an sich hinreichend brauchbaren Songs auf „Nocturnes Of Hellfire & Damnation“ ab. Außerdem ist in Refrains wie dem von „Queen Of The Damned“ und generell beim Erreichen höherer Regionen, so auch in „Persephone“ oder dem sonst recht anständigen „Glamour“, allem Anschein nach derart viel Auto-Tune im Einsatz, dass das alles nur noch künstlich klingt. Das ist in mehrerlei Hinsicht schade, denn in kernigen Nummern wie „Black Sun - Black Mass“ oder „Glamour“ macht der Mann vornehmlich den Eric Adams und das passt wie die Faust aufs Auge. Und wenn er dazwischen nicht klingen würde, als hätte er die Stücke auf der Hantelbank eingesungen, dann wären rockige Songs wie „Demolition Queen“ oder „We Disappear“ ziemlich gelungen. So wird's leider recht schnell recht peinlich. Große Ausnahme: Das schleppende „The Plague And The Fire“ - die Nummer hat Hand und Fuß und Verzichtet auf das sonstige Übermaß an Peinlichkeiten.

Die einstigen U.S. Metal-Aushängeschilder VIRGIN STEELE liefern mit „Nocturnes Of Hellfire And Damnation“ wahrhaftig nicht ihre stärkste Platte ab. Während das Album musikalisch allemal solide ausfällt und ein paar große Momente zu bieten hat, verderben die ebenso lieb- wie leblose Produktion und die befremdlichen gesanglichen Ausschweifungen des Bandchefs jeglichen Spaß am Hören. Selbst beinharte Fans der New Yorker True Metaller sollten hier dringend erstmal vorsichtig probehören!

Trackliste:
01. Luzifer's Hammer
02. Queen Of The Dead
03. To Darkness Eternal
04. Black Sun - Black Mass
05. Persephone
06. Devilhead
07. Demolition Queen
08. The Plague And The Fire
09. We Disappear
10. A Damned Apparition
11. Glamour
12. Delirium
13. Hymns To Damnation
14. Fallen Angels
Spielzeit: 01:18:59

Line-Up:
David DeFeis – Vocals
Edward Pursino – Guitar
Josh Block – Bass, Guitar
Frank Gilchriest - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.06.2015 | 14:42
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