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Cover von Virus -- The Black Flux
Band: Virus bei MySpace.com Metalnews nach 'Virus' durchsuchenVirus
Album:The Black Flux
Genre:Post/Avantgarde Black Metal, Progressive
Label:Season Of Mist
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:14.11.08
CD kaufen:'Virus - The Black Flux' bei amazon.de kaufen
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"Dunkle Ausflussmaterie"

Dass dieses Album überhaupt erscheint, ist schon genug Grund zur Freude. Schließlich war es lange Zeit unklar, ob Musikgenie Carl-Michael Eide, kurz Czarl [AURA NOIR, DØDHEIMSGARD, etc.] , jemals wieder in der Lage sein würde, Musik zu machen. Am 26. März 2005 fiel/sprang Czarl aus dem fünften Stock eines Gebäudes in Oslo. Die genauen Umstände kennt leider niemand – offiziell nicht einmal Czarl selbst. Mysteriös. Viel wichtiger ist sowieso, dass Czarl die Geschichte überlebt hat und auch der drohenden Querschnittslähmung entgehen konnte. Seine Füße sind allerdings beeinträchtigt, was zur Folge hat, dass Czarl die Drumsticks endgültig an den Nagel hängen musste und sich seither nur noch auf das Gitarrespielen konzentriert.

Als Konsequenz aus dem Unfall und der Nahtoderfahrung beschloss Czarl sein legendäres VED BUENS ENDE-Projekt zusammen mit Mitstreiter Vicotnik [DØDHEIMSGARD] zu reanimieren und dem inzwischen zum Kult aufgestiegenen Album "Written In Waters" [1995] einen Nachfolger zur Seite zu stellen. Da die Chemie zwischen den beiden auf musikalischer Ebene nicht mehr stimmte, löste sich die Band wiederum auf, während Czarl ankündigte, Songs, die für das zweite VED BUENS ENDE-Album geschrieben wurden, für das zweite Album seines anderen Projektes VIRUS zu verwenden. Und hier kommt "The Black Flux" ins Spiel. Diese Scheibe ist demnach der inoffizielle Nachfolger zu "Written In Waters", ein Album, das viele Menschen nachhaltig beeinflusst haben dürfte und immer noch zu Recht als Insiderklassiker gilt. Der avantgardistische [Black] Metal mit Tonnen an verquerer Atmosphäre und dem gebirgsbachklaren Gesang von Czarl [der nicht nur einmal an den Kollegen Garm von ULVER erinnert] war und ist immer etwas Besonderes. Die Erwartungen dürften natürlich entsprechend groß sein, vor allem da das VIRUS-Debüt "Carheart" nicht unbedingt die konsequente Weiterentwicklung von VED BUENS ENDE war. Am besten bringt es die Band selbst auf den Punkt: "If "Carheart" was the "Monty Python" album of VIRUS, "The Black Flux" is definitely the "David Lynch" one."

Diese Scheibe ist wirklich schwarz im besten Sinne. Dunkel, hypnotisch, verquerer, fordernd – aber nicht unbedingt im spieltechnischen Sinne. "The Black Flux" hat alles, was "Written In Waters" damals ausmachte. Nur ein wenig zeitgemäßer und intensiver. In zähflüssigen Stücken wie "As Virulent As You", dem grandios-schrägen Titeltrack oder dem ebenfalls sehr merkwürdigem, überlangem Rausschmeißer "Strange Calm" kommt sehr gut zur Geltung, was VIRUS ausmacht: Sehr eigenständige, avantgardistische Musik, mit der man sich tagelang in einen dunklen Raum einsperren könnte, um wunderbare Reisen zu erleben.

Trackliste:
01. Stalkers Of The Drift
02. As Virulent As You
03. Archives
04. The Black Flux
05. Intermission: The Ocean Highway
06. Inward Bound
07. Lost Peacocks
08. Shame Eclipse
09. Strange Calm
Spielzeit: 00:53:11

Line-Up:
Carl-Michael "Czral" Eide – Vocals, Guitar
Petter "Plenum" Berntsen – Bass
Einar "Einz" Sjursø – Drums
Michael Siegl [nnnon] | 09.11.2008 | 14:50

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