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Band: Vista Chino Homepage  Metalnews nach 'Vista Chino' durchsuchenVista Chino
Album:Peace
Genre:Psychedelic, Stoner Rock
Label:Napalm Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:30.08.13
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"KYUSS ist tot! Es lebe VISTA CHINO!"

Wer hat eigentlich den Stoner Rock in seiner modernen Form erfunden? KYUSS gehörten jedenfalls zu den ersten, die nicht einfach nur Metal oder Hard Rock sein wollten, und die diesen so gekonnt mit knarzigem Psychedelic und Retro Rock-Elementen verknüpften, dass es ein eigenständiges Genre ergab. Und jetzt, 18 Jahre nach dem letzten Kyuss-Album „...and the circus leaves town“, ist das jetzt noch spannend, oder sind das auch schon wieder nur Neuigkeiten von gestern?

Alle Skeptiker und Zweifelnden können jetzt einmal tief durchatmen, denn „Peace“ ist einfach grandios geworden, uns schlägt die letzte QUEENS OF THE STONE AGE einfach mal mit viel Vorsprung. Sorry, Josh Homme! John Garcia, Brant Bjork und Nick Oliveri atmen einfach immer noch die staubige Wüstenluft, und setzten den dazugehörigen Sound perfekt in Szene. Dass das nun nicht mehr „KYUSS LIVES!“ heißen darf, weil die Herren Homme und Reeder das gerichtlich durchgestzt haben, sollte längst Niemanden mehr interessieren. Fakt ist trotzdem, hier ist er nach so langer Zeit nun, der Nachfolger zu „...and the circus leaves town“, näher an KYUSS als die QUEENS es jemals waren oder sein werden. Ein wabernedes, kurzes Intro bestehend aus Gitarre und sporadischem Bass stimmt auf das ein, was da an siedend heißem Wüstenrock auf einen zukommt. Schon der zweite Song, „ Dargona Dragona“ ist dann ein Höhepunkt, ein schneller Rocker, der vielleicht auch einen Platz auf „Blues For The Red Sun“ gefunden hätte, und John Garcia hat an seinen stimmlichen Qualitäten aber auch rein garnichts eingebüßt. Und diese Gitarren! Bruno Feverey, den ich vorher noch nicht kannte, spielt so gut, dass man Scott Reeder nicht vermisst. Da ist er wieder, der sägende, dreckige Klampfensound, der von wunderbaren Soli unterbrochen wird, wie sie nur KYUSS-pardon-jetzt ja VISTA CHINO-schreiben können. Doch die Band verschießt nicht gleich ihr ganzes Pulver zu Anfang. Man kann immer noch eine Schippe drauflegen, und das machen sie auch. Garcia legt sich ordentlich ins Zeug und alle Emotionen in seinen Gesang, und die Rhytmussektion bestehend aus Oliveri am Vierseiter und Bjork am Schlagzeug sorgen am Songgerüst für einen unglaublich geilen Unterbau. Spätestens bei „Planets 1 & 2“, dem 5. Stück, werden alle ehemaligen KYUSS-Jünger niederknien. Was für Gitarren, was für ein Song. Wenn man etwas bemängeln kann, dann nur, dass Bruno Fevrey-wo kommt er her, und wo war er die ganze Zeit?-zuweilen den Rest der Band locker-flockig an die Wand spielt. Das sind Soli für die Ewigkeit. Und genau das ist es, womit keiner gerechnet hätte. Über den neuen Gitarristen müsst ihr euch also keine Sorgen mehr machen-höchstens vielleicht darüber, dass er fast schon eine Spur zu gut ist. Und so ist das bluesige, gitarrenlastige „Adara“ der nächste Knaller auf einer Platte, die fast nur aus Knallern besteht, und am Schluß mit „Acidize-The Gambling Moose“ gar einen dieser wunderschönen, (mit über 13 Minuten) überlangen Stonertracks bietet, die einen auch ohne Drogen high machen. Freilich, muss man mögen, Freunde kurzer und knackiger Punkrocksongs werden das auch jetzt nicht tun-der geneigte Stonerfan umso mehr. Ich weiß, ich habe diesen Monat schon einmal 7 Punkte vergeben, aber das jetzt nur deshalb nicht zu tun, wäre eine Unverschämtheit.

Schon lange hatte ich die Hoffnung aufgegeben. Stoner Rock 2.0 war bisweilen doch gepflegte Langeweile. Auch die großen, wie etwa MONSTER MAGNET, neigten zur Widerholung. Nick Oliveri nahm mit einigen anderen Bands, wie z.B. MONDO GENERATOR, ganz ordentliche Platten auf, aber hey, ganz ordentlich ist eben nicht toll. Genau das gleiche gilt für Brant Bjork solo mit CHÉ und Co.! Mal ehrlich, als KYUSS-Fans seid ihr in der Zeit ohne die Band, wie ich auch, zu Hauf zu den Konzerten der ehemaligen Mitglieder gepilgert und fandet es gut, aber vielleicht hat euch dann ja doch das ein- oder andere Element gefehlt? Und dann kommt diese Platte hier, und ihr wißt wieder genau, was es war, dass eben nur KYUSS gemeinsam hatten. Aber begraben wir nun endlich diesen Namen, für immer! KYUSS ist tot! Lang lebe VISTA CHINO! Wie Garcia es bei „Adara“ singt: „She blew my mind away“. Genau das hat diese Platte gerade bei mir gemacht. Beim ersten Hören war mir das übrigens nicht sofort klar, aber dieses Album wächst mit jedem Hören und setzt sich dann wie ein Fels in der Wüste in den Ohren fest. Andere Stoner-Bands haben hiermit jetzt offiziell eine neue Messlatte, an der sie sich orientieren können-aber das wird verdammt schwer werden.

Trackliste:
1. Good Morning Wasteland
2. Dargona Dragona
3. Sweet Remain
4. As You Wish
5. Planets 1&2
6. Adara
7. Mas Vino
8. Dark and Lovely
9. Barcelonian
10. Acidize... The Gambling Moose
Spielzeit: 00:50:39

Line-Up:
John Garcia - Lead Gesang
Bruno Fevery - Gitarre
Nick Oliveri - Bass
Brant Bjork - Drums
Jessica Bausola [Teriel]
23.08.2013 | 17:14
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