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Album:In Aeternum Deleti
Genre:Black Metal
Label:Aeternitas Tenebrarum Music Foundation
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:04.11.11
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"Ohne Hase kein Pfeffer"

Eine eher obskurere Erscheinung der italienischen Schwarzmetallkreise - die an und für sich selbst schon eine Randerscheinung in der internationalen Liga darstellen - sind VISTHIA, die mit dem nicht wirklich prallen, weil zerfahrenen und unorganisiert wirkenden Debüt "Reditus Conscientia" recht rasch in der Versenkung verschwanden und sich erst dieser Tage aus ebenjener zurückmeldeten. Der in der Zwischenzeit aus dem Ei gepellte, entfernt ABORYM ähnelnder Nachfolger holt viele Versäumnisse auf, wirkt aber in seiner Ausführung immer noch nicht überzeugend.

Im wilden Gehacke, das meist von rasselnden, schwedisch-flottfüßigen Gitarrenexplosionen begleitet wird, sind die Sizilianer hingegen einsame Spitze. Das Titelstück zum Beispiel katapultiert sich sofort in höchste Höhen und verweilt dort ein wenig, bis es mit Problemen zu kämpfen hat, deren Wirken den Gesamteindruck des Albums beeinflussen. Zu den Hauptproblemen von "In Aeternum Deleti" zählt sicherlich die auffallend hohe Rate an Leerphasen, die mit Noise-Auszügen, denen es an Originalität beziehungsweise Dichte fehlt, klaffende Lücken im Songfluss erzeugen. Darüber hinaus nehmen VISTHIA insbesondere am Anfang unheimlich viel Anlauf, um die bis dahin aufgestaute Energie am Ende des zweiten Tracks gezielt zu sprengen, was angesichts der Länge von über zehn Minuten bei einem gut 42 Minuten andauernden Werk nicht nur proportional unschön wirkt, sondern letztendlich unbefriedigend umgesetzt wurde. Einzig "Ut Sibitus Flagelli" schafft es, all das Potenzial dieser Truppe durchdacht auszuschöpfen und ein dramatisches Schreckensgebilde aufzubauen. Was fehlt, ist der rote Faden, der die einzelnen Ideen zu einem unumgänglichen Ganzen zusammenschweißt.

Punktuell liegen VISTHIA genau auf Kurs. Angesichts des offensichtlichen Bestrebens, eine ganz eigene Position zu vertreten, ist es umso bedauerlicher, dass dem Quartett gerade in der Umsetzung Mängel unterlaufen, die sie erneut in einem nur mittelmäßigen Licht darstellen lassen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Trackliste:
01 - Horrete Coela
02 - Id Vidi Splendere Nocte
03 - In Aeternum Deleti
04 - Iugum Mei Sceleris
05 - Manus Et Voluntas
06 - Ut Sibilus Flagelli
07 - Vos Gloriam Consequi
Spielzeit: 00:43:28

Line-Up:
Davide - Gitarren, Bass
Cristian - Gesang
Luca - Gesang
Franz - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
26.11.2011 | 13:13
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