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Cover von Vital Remains -- Icons Of Evil
Band: Vital Remains Homepage  Metalnews nach 'Vital Remains' durchsuchenVital Remains
Album:Icons Of Evil
Genre:Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:30.03.07
CD kaufen:'Vital Remains - Icons Of Evil' bei amazon.de kaufen
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"Verteufelt zwiespältig..."

Gut vier Jahre nach dem überragenden “Dechristianize” liefern VITAL REMAINS mit “Icons Of Evil” nun ihr bislang zweites Album mit Glen Benton [DEICIDE] am Gesang ab. Bereits im Vorfeld gab Gitarrist Tony Lazaro selbstsicher bekannt, dass dieses Album zweifellos das „Reign In Blood“ der Band sei. Ob die Musik an sich, von dem kultigen Cover Artwork einmal abgesehen, diese hohen Erwartungen erfüllen kann, ist allerdings eine zwiespältige Angelegenheit.

Prinzipiell hat sich bei VITAL REMAINS wenig bis nichts geändert, sodass das gewohnte Konzept sowohl textlich als auch musikalisch fortgeführt wird. Sprich: Überlange Songs, viele High Speed Blasts, dafür umso melodischere Refrains, fast neoklassische Gitarrenläufe und –soli sowie der sich überlagernde Gesang von Glen Benton. Das mag zwar alles technisch extrem versiert, auf höchstem Niveau und fraglos sauber dargeboten werden, aber richtig gute Songs macht das bekanntlich noch nicht aus. Doch der Reihe nach: Der Sound auf „Icons Of Evil“ geht total in Ordnung, wenn man mal von der dumpfen und etwas leisen „Plock-Plock-Plock-Plock“-Snare absieht, die vor allem bei den Blasts untergeht – ist aber alles halb so wild. Gesanglich kommt Benton definitiv nicht an den Vorgänger heran, auf dem er variabler agierte und für mehr Abwechslung sorgte. Seine Leistung ist definitiv nicht schlecht und aggressiv wie immer, aber doch weniger interessant und auch eintöniger.

Erneut eingeleitet von einem Intro, das mit seinem gebrüllten Ende „Where Is Your God Now!?!?“ durchaus der Zwilling von „Let The Killing Begin!!“ des Vorgängers sein könnte, geht es direkt in den Titelsong des Albums – und erinnert unmittelbar an „Dechristianize“, kommt aber an dieses nicht heran. Auch die restlichen Songs sind beileibe nicht schlecht und gerade die Leistung von Dave Suzuki verdient es, hervorgehoben zu werden, da er sowohl Schlagzeug als auch Leadgitarre sehr souverän eingespielt hat. Das Problem besteht aber darin, dass die Songs auf Dauer allzu leicht durchschaubar werden. Etwas mehr Abwechslung, weniger Wiederholungen und vor allem kürzere Songs wären dem von Tony Lazaro erneut im Alleingang komponierten Material sicherlich gut bekommen. Klar, man hört sofort, dass VITAL REMAINS da am Start sind, und die Refrains von „Born To Rape The World“ oder etwa „Hammer Down The Nails“ sind total cool und grooven ohne Ende. Auch die Melodien und Soli sind klasse und anspruchsvoll [„’Till Death“], aber so hart es klingen mag: Irgendwann wird die Geschichte primär durch das ständige und endlose Geknüppel leider etwas langweilig. Die Songs rauschen an einem vorüber und unterscheiden sich auch nicht wesentlich voneinander; als Beispiele mögen da „Reborn…The Upheaval Of Nihility“ oder „Shrapnel Embedded Flesh“, das echt anstrengend ist, dienen. Das hat die Band auf „Dechristianize“ oder „Dawn Of The Apocalypse“ über die gesamte Spielzeit hinweg irgendwie besser verpacken können. Und ein Akustikgitarrensolo in dem eben erwähnten „Reborn…The Upheaval Of Nihility“ kommt zwar cool und anfangs überraschend, aber wer einen Augenblick innehält, wird feststellen, dass es diesen nicht wirklich neuen Gimmick bereits in den eigenen Songs „Dawn Of The Apocalypse“ und „Entwined By Vengeance“ gab. Der letzte Song „Disciples Of Hell“ ist übrigens eine Cover Version aus YNGWIE MALMSTEENs Album „Marching Out“ von 1985. Gut gemacht ist es schon, aber ob ein Cover auf einem Studioalbum nun wirklich nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. VITAL REMAINS gibt es nun schon so lange, dass sicherlich ein eigener Song sinnvoller gewesen wäre.

Fazit: Diese Band hat ohne Zweifel seit Jahren jede Menge Potential und Aggressivität im Gepäck. Rein spielerisch sind sie über alle Zweifel erhaben, aber das macht wie eingangs erwähnt eben noch keine herausragende Veröffentlichung aus. Insofern kann und muss die „Reign In Blood“-Aussage bezüglich der Tragweite des Albums als zu hoch gegriffen betrachtet werden. Und Tempo und Brutalität sind halt schlichtweg nicht alles, sondern sorgen in diesem Fall trotz vieler gelungener Parts schnell für Ermüdung und Eintönigkeit. Dies macht es regelrecht schwer, „Icons Of Evil“ - im Gegensatz zu „Dechristianize“ - überhaupt am Stück durchzuhören, geschweige denn, oft zu hören. Unterm Strich gibt es für das Album, an dem sich die Geister sicherlich scheiden werden, fünf Punkte – und zwar hauptsächlich für die tollen Melodien, Soli und Refrains. Ein Meisterwerk haben wir hier allerdings nicht vor uns…

Trackliste:
01. Where Is Your God Now
02. Icons Of Evil
03. Scorned
04. Born To Rape The World
05. Reborn…The Upheaval Of Nihility
06. Hammer Down The Nails
07. Shrapnel Embedded Flesh
08. 'Till Death
09. In Infamy
10. Disciples Of Hell


Alexander Eitner [soulsatzero]
23.03.2007 | 13:57
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