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Band: Voivod Homepage  Metalnews nach 'Voivod' durchsuchenVoivod
Album:Target Earth
Genre:Progressive, Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:18.01.13
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"Das Wunder"

„Target Earth” macht schlichtweg sprachlos. Klar, die Erwartungen waren immens, aber letztlich konnte man sich tatsächlich ziemlich sicher sein, dass VOIVODs neuer Studio-Anlauf mit Gitarrist Daniel Mongrain [MARTYR] ein gewisses Niveau nicht unterschreiten wird, sonst hätten es die Frankokanadier bei Konzerten bzw. Touren belassen und sich dann irgendwann sang- und klanglos augelöst. Aber dass VOIVOD nach über 30 Jahren meist turbulenter Bandgeschichte noch ein solch grandioses, komplexes und mutiges Werk zustande bringen, damit hätten wohl nicht einmal die meisten Die Hard-Fans in ihren kühnsten Träumen gerechnet.

VOIVOD haben nicht den Fehler gemacht, ihren großen Klassikern nachzueifern und mit „Target Earth” eine Mischung aus „Killing Technology” [1987] und „Dimension Hätross” [1988] mit einem Hauch „Nothingface” [1989] abzuliefern, die aus kommerzieller Sicht wohl am meisten Sinn gemacht hätte, aber qualitativ nur hätte verlieren können. Nein, sie bleiben sich selbst treu und somit progressiv im eigentlichen Wortsinn: „Target Earth” bringt die Karriere der Kanadier zusammenfassend auf den Punkt und geht gleichzeitig mit neuen Elementen noch einen Schritt weiter. Irgendwie schafft es das Quartett auf diesem Monster, den schnellen, rümpeligen und chaotischen Thrash des Debüts „War And Pain” [1984] in Einklang mit den avantgardistischen, poppigen Elementen von „Angel Rat” [1991] und den intensiven, brettharten Cyber-Wall Of Sounds von „Phobos” [1997] zu bringen, in saukomplexe, aber stets sinnige Songstrukturen zu verpacken und dabei natürlich trotzdem den Sound der drei eingangs in diesem Abschnitt erwähnten Klassiker zu wahren und zu würdigen.
Daniel Mongrain kopiert den Stil des 2005 an Krebs verstorbenen Gründungsmitglieds Denis D'Amour zwar nicht, kommt seinen legendären Trademarks aber unglaublich nahe – allerdings immer mit dem nötigen Respekt. Ihm ist es sicherlich zu verdanken, dass sich VOIVOD so technisch und verschachtelt wie nie zuvor präsentieren und mit langen, proggigen Epen wie „Mechanical Mind” oder „Warachic” zu begeistern wissen. Sowieso knacken die meisten Stücke auf „Target Earth” die Sechs-Minuten-Marke, was aber nicht heißt, dass VOIVOD anno 2013 komplett auf eingängiges Headbanger-Futter verzichten, wie z.B. das schnelle, auf Französisch dargebotene „Corps Étranger” beweist.
Der Sound von „Target Earth” [produziert von Pierre Rémilliard, gemixt von Sanford Parker] ist angenehm altmodisch, verwaschen, aber immer druckvoll und typisch VOIVOD, so dass das Album gleichzeitig nach 1984 und 2057 klingt, was perfekt zum retrofuturistischen Image der Band passt.

Dieses Kunstwerk ist sperrig, fordernd, spannend und allumfassend, der Abschluss der Vergangenheit, ein Ausblick in die [rosige] Zukunft der Band [nicht umsonst gibt es mit „Defiance” einen kurzen Previewtrack auf kommende Großtaten, ganz im Stile von VENOMs „At War With Satan [Preview]” auf „Black Metal” [1982]] und so ziemlich das Beste, was dem Metalgenre in den letzten Jahren passiert ist.

Trackliste:
01. Target Earth
02. Kluskap O'Kom
03. Empathy For The Enemy
04. Mechanical Mind
05. Warchaic
06. Resistance
07. Kaleidos
08. Corps Étranger
09. Artefact
10. Defiance
Spielzeit: 00:56:37

Line-Up:
Denis „Snake” Bélanger – Vocals
Daniel „Chewy” Mongrain – Guitar
Jean-Yves „Blacky” Thériault – Bass
Michel „Away” Langevin – Drums
Michael Siegl [nnnon]
12.01.2013 | 15:02
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