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Album:Volksmetal
Genre:Crossover, Heavy Metal
Label:Soulfood
Bewertung:1.5 von 7
Releasedatum:03.08.12
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"25% Metal, 75% Volksmusik... 100% Flop!"

Edelweiß und Totenschädel, dass passt auf den ersten Blick genau so gut zusammen wie Heavy Metal und Volksmusik. Dennoch hat es sich offenbar eine Kombo zur Aufgabe gemacht gerade diese vier Elemente auf einem Langspieler – und dessen Cover – in Einklang zu bringen und nennt das ganze schlichtweg VOLKSMETAL. Ob das nun die deutsche Antwort auf HAYSEED DIXIE – und ihre famosen Hillbilly Interpretationen bekannter Rock-Songs – darstellen soll, oder ob hier nur ein Haufen unterdurchschnittlich begabter Musiker versucht im Fahrwasser erfolgreicherer Spassbands wie JBO, MAMBO KURT oder nicht zuletzt MILKING THE GOATMACHINE [hier sei in diesem Zusammenhang an das Schuhplattler-Zwischenspiel in "The Black Paw" erinnert] mitzuschwimmen hat sich mir noch nicht ganz erschlossen.

Obwohl optisch und akustisch alles super auf bayerisches Hinterland getrimmt ist kommt die Band tatsächlich aus Konstanz am Bodensee. Das Resultat ist ein äußerst seltsamer Mischdialekt, der dann zwischen Bierzeltgegröhle und Sing-Sang doch nur allzu oft auch an die ERSTE ALLGEMEINE VERUNSICHERUNG erinnert. Das Können von Gitarrist Patrick Bayernhammer beschränkt sich offenbar fast ausschließlich auf Powerakkorde, klassische, schnörkellose und vor allem simple Heavy-Metal-/Hard-Rock-Riffs bilden – zusammen mit gelegentlichen Doublebass-Blasts den metallischen Fond des Klangeintopfs. Die volkstümlichen Instrumente Tuba und Akkordeon drängen sich mal mehr, mal weniger unangenehm in den Vordergrund. Auch wenn VOLKSMETAL in der lage sind ihre Titel fehlerfrei auf Platte zu Bannen, ein Virtuose an seinem Instrument – und das ist wohl kein Geheimnis – ist hier keiner. Das die Texte von schlechtem Reim und flachem Inahlt leben bedarf keiner weiteren Auführung: Typische Bierzeltmucke eben.

Neben acht Eigenkompositionen finden sich auch drei Coverversionen auf dieser Platte. Von den großen Namen des Heavy Metal haben die Jungs, Gott sei Dank, die Finger gelassen. Aber auch die Verstümmelung eines Klassikers der deutschsprachigen Popmusik – nämlich der EAV mit "Küss die Hand Herr Kerkerkmeister" – dürfte eigentlich nicht ungestraft bleiben. Das Solo – im Original von Thomas Spitz – wurde auch getrost unter den Teppich gekehrt. Vielleicht merkt es ja niemand. Mit der Ballade "Geh lass ma mei Ruah" schießen VOLKSMETAL dann jedoch endgültig den Vogel ab, denn abgesehen von ein paar leisen Powerakkorden im Hintergrund dudeln hier Tuba, Akkordeon und Bass fröhlich vor sich hin, vom unsäglichen Duett mit Caroline Wetzel [BLUES BLASTERS] ganz zu schweigen. Mit Metal hat das auch im entferntesten nichts mehr am Trachtenhut.

VOLKSMETAL waren schon letztes Jahr auf dem Summer Breeze zu sehen, dieses Jahr auf dem Queens Of Metal und haben jetzt in Wacken die Biergarten Stage für gleich fünf Auftritte gepachtet. Während das Konzept live und nach zehn Bier vielleicht noch einen gewissen amüsanten Unterhaltungswert haben mag ist das Ganze auf der heimischen Musikanlage einfach maximal überflüssig. Denn so schön Jux und Gaudi auch sein mögen, wo die musikalische Klasse fehlt kann auch das allein nicht weiterhelfen: Experiment gescheitert! Wie diese Truppe tatsächlich bei einem Label wie Soulfood [u.A. SAINT VITUS, FEAR FACTORY, MORBID ANGEL] unterkommen konnte ist mir schlicht und ergreifend schleierhaft. Einen Punkt gibt es dann dennoch dafür, dass der Produzent wirklich ganze Arbeit geleistet hat und sich der Sound – sofern man ihn den mag – wirklich hören lassen kann, einen Halben für die Courage Kuhdung in die Form einer Audio-CD pressen und veröffentlichen zu wollen.

Und jetzt, geht mir aus den Augen... ich meine Ohren!

Trackliste:
01. Da Deifel is a Oachkatzerl
02. Da Mäddelbänger
03. Fürstenfeld
04. Geh lass ma mei Ruah
05. Bayer
06. Brutaler Modelwahn
07. Mausig schaut mei Alte aus
08. Säuferjodler
09. Küss die Hand Herr Kerkermeister
10. Die oide Goass
11. O'Zapft is
12. Volksmetal Thema
Spielzeit: 00:37:10

Line-Up:
Marco Gregor – Gesang
Christian Häberlein – Schlagzeug
Martin Ibele – Bass
Christian Gratewohl – Akkordeon/Quetsche
Martin Bottlinger – Tuba
Patrick Bayernhammer – Gitarre
Michael Klimczak [Sm62]
27.07.2012 | 19:41
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