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Album:New Day Rising
Genre:Alternative, Progressive, Rock
Label:Spinefarm Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.03.15
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"Finnischer Gemischtwarenladen auf dem Sprung"

Nein, wir sind hier nicht im „Musikantenstadl“ auch wenn der Name VON HERTZEN BROTHERS da sicherlich unfreiwillige Assoziationen weckt. Die drei finnischen Brüder und ihre zwei Mitstreiter sind in ihrer Heimat schon seit längerem eine feste Größe und erreichten mit ihren vier letzten Alben die Top 5 der finnischen Charts, zwei Mal reichte es sogar bereits zur Pole Position. Auf diese schielt man mit Album Nummer sechs, „New Day Rising“, vermutlich auch wieder – nicht zu Unrecht.

Denn so bunt die Mixtur auch ist, die uns die Finnen hier präsentieren, wenn sie Alternative Rock, Prog, Melodic Rock und Hard Rock zusammenwerfen, sie haben einfach ein paar verdammt gute Hooks am Start, die sie – zumindest ein Stück weit – massentauglich machen. Der Opener und Titelsong ist gleich für beide Seiten ein gutes Beispiel: Er startet mit einem einprägsamen Gitarrenriff, das mehrmals wiederholt wird, bevor treibende Drums einsteigen und – nachdem schon fast eine Minute vergangen ist – ertönt eine kurze cheesy Keyboardmelodie, die auch einem Schlager entstammen könnte. Doch damit nicht genug der Verwirrung, wenn dann der Refrain zum ersten Mal erklingt, könnte man für einen Augenblick denken, man sei auf ein unbekanntes FOO FIGHTERS-Stück gestoßen, bevor Harmoniegesänge im Stile von THRESHOLD einsetzen. Ein knallbunter Gemischtwarenladen also, aber dennoch funktioniert das Stück ausgezeichnet. Das folgende, flotte „You Don't Know My Name“ weist deutliche Parallelen zu MUSE auf, bevor das starke und erneut recht eingängige „Trouble“ einen erstmals etwas durchschnaufen lässt. Ein Hit wird es vermutlich trotzdem nicht, was zum einen daran liegt, dass Sänger Mikko von Hertzen hier über weite Strecken wie ein klassischer Metal-Sänger klingt, was nur bedingt zum Song passt und zum anderen folgt mit der im Stile von ALICE IN CHAINS gehaltenen Ballade „Black Rain“ ein weitaus massentauglicherer Song. Doch nicht genug des Namedroppings, wenn es um Referenzbands geht: „Hold Me Up“ hätte dem letzten Album von COLDPLAY gut getan, wobei Mikko in den Strophen auch stark an Morten Harket von A-HA erinnert. Trotz interessanter, dezent eingesetzter elektronischer Elemente kommt dann mit „Love Burns“ eine eher durchschnittliche Nummer und auch das überzogen fröhliche „Dreams“, das ähnlich flockig wie der OF MONSTERS AND MEN-Hit „Little Talks“ daherkommt, ist nicht unbedingt ein Albumhighlight. Im fast siebenminütigen „Sunday Child“ spielen die VON HERTZEN BROTHERS dann wieder gekonnt die COLDPLAY-Karte aus, bevor das nette, aber eher unspektakuläre „The Destitute“ und die wunderschöne, von Mikkos hoher Stimme getragene Ballade „Hibernating Heart“ das Album abschließen.

In den meisten Fällen geht es übel in die Hose, wenn eine Band sich so gar nicht auf einen Stil festlegen will, in Ausnahmefällen geht es aber auch gut. „New Day Rising“ zählt mit leichten Abstrichen zur zweiten Kategorie und hat genug Potential, um der Band einen weiteren Spitzenplatz in den heimischen Charts zu bescheren und sie über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.

Trackliste:
01. New Day Rising
02. You Don't Know My Name
03. Trouble
04. Black Rain
05. Hold Me Up
06. Love Burns
07. Dreams
08. Sunday Child
09. The Destitute
10. Hibernating Heart
Spielzeit: 00:47:34

Line-Up:
Kie von Hertzen - Guitars
Mikko von Hertzen - Vocals, Guitar
Jonne von Hertzen - Bass
Mikko Kaakkuriniemi - Drums
Juha Kuoppala - Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
17.03.2015 | 11:04
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